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"Wir stehen an der Schwelle zu einem heißen Krieg" - Deutschlands ehemals ob ...

"Wir stehen an der Schwelle zu einem heißen Krieg" - Deutschlands ehemals oberster General warnt

News Team
12.04.2018, 14:43 Uhr
Beitrag von News Team

Angesichts des von US-Präsident Trump angedrohten Militärschlags in Syrien hat der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, vor einer folgenschweren Eskalation des Konflikts gewarnt: "Wir stehen an der Schwelle zu einem heißen Krieg. Alles läuft auf eine Konfrontation zwischen den beiden nuklearstrategischen Supermächten, den Vereinigten Staaten und Russland, zu.

Das ist eine Situation, die auch auf unsere eigene Sicherheit erhebliche Auswirkungen haben könnte", sagte Kujat im phoenix-Interview.

In der aktuellen Situation gehe es allein darum, Eskalation zu verhindern. Stattdessen sehe er eine Bundeskanzlerin, "die den Konflikt verbal anheizt und sich nicht darum bemüht, für Zurückhaltung und Mäßigung zu sorgen und nicht dazu beiträgt, das Vertrauen in die Großmächte wieder aufzubauen", bedauerte Kujat.

Wie vorm Ersten Weltkrieg

Im Gegensatz zum Kalten Krieg, wo "die Fronten klar waren und beide Seiten auf Stabilität gebaut", hätten die internationalen Beziehungen heute eine völlig neue Qualität, sagte der General a.D.: "Wir haben einen unerfahrenen französischen Präsidenten, der sich an der Eskalation beteiligt, eine britische Ministerpräsidentin, die innenpolitisch unter starkem Druck steht und einen erratischen amerikanischen Präsidenten, der der nuklearstrategischen Supermacht Russland nicht nur droht, sondern einen Schlag ankündigt."

Das Ganze erinnere an die Lage vor dem Ersten Weltkrieg, "wo die Mächte auch wie Schlafwandler in einen Krieg hineingeschlittert" seien, deren Folgen und vernichtende Kraft sie nicht einschätzen konnten. "Auch heute sind unsere Politiker offensichtlich nicht in der Lage, die sicherheitspolitischen und strategischen Konsequenzen eines möglichen Konfliktes und die Auswirkungen, die es auf unsere Sicherheit hat, richtig einzuordnen", so Kujat.

7 Kommentare

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Manche Menschen dürften nie in Rente gehen. denn sie bekommen keine Nachfolger die sie ersetzen können.
  • 13.04.2018, 11:05 Uhr
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Da hat mal ein Militär meiner Meinung nach mehr als Recht, denn

1. Gab es unmittelbar vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die "Willy-Nicky-Telegramme", die sich Zar Nikolaus und Willhem II als Cousins zuschickten, um auf persönlicher und verwandtschaftlicher Ebene einen Krieg zu verhindern. Nikolaus II schreibt warnend: "....Ich sehe voraus, daß ich sehr bald dem auf mich ausgeübten Druck erliegen und gezwungen sein werde, äußerste Maßnahmen zu ergreifen, die zum Kriege führen werden. Um ein solches Unheil wie einen europäischen Krieg zu verhüten, bitte ich Dich im Namen unserer alten Freundschaft, alles Dir Mögliche zu tun, um Deinen Bundesgenossen davon zurückzuhalten, zu weit zu gehen. "
Wilhelm schreibt an den Rand: "“Eingeständnis der Schwäche seiner selbst, und Versuch die Verantwortung zuzuschieben. Das Telegramm enthält eine versteckte Drohung! ..."

Und Wilhelm II schreibt zurück:"...Ich rege daher an, daß es für Russland durchaus möglich wäre, bei dem österreichisch-serbischen Konflikt in der Rolle des Zuschauers zu verharren, ohne Europa in den entsetzlichsten Krieg zu verwickeln, den es je gesehen hat..." Er droht dem Vetter direkt und weist ihn an, gefälligst weiterhin Zuschauer zu bleiben. Frieden wollte der Deutsche Kaiser wie alle Herrscher nie und nimmer, er zündelte weiter...

2. Es ist erstaunlich wie lange heutzutage gezündelt wird, jahrelang wird nicht ernsthaft am Frieden gearbeitet, mit allen diplomatischen Mitteln, eigentlich wird der Schauplatz Syrien immer mehr zur Einladung für eine Eskalation. Es war ja immer ein Stellvertreterkrieg und jetzt prallen die Militärmachte aufeinander.

3. Ich würde nicht darauf zählen, dass Putin Stillhalten wird. Die Deutsche Wiedervereinigung hat seinerzeit das Versprechen beinhaltet, dass die russischen Satellitenstaaten neutral bleiben. Alle wurden gegen alle Versprechungen als NATO Mitglieder aufgenommen. Wird sich noch einmal ein russischer Präsident vorführen lassen? Ich glaube nicht.

Fazit: es wird wohl mit den Säbeln gerasselt bis es zu spät ist udn dann ist der Konflikt nicht mehr zu begrenzen. Wir lernen einfach nicht aus der Geschichte udn wir Menschen sind vernunftbegabt, aber selten vernünftig!
  • 12.04.2018, 16:24 Uhr
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