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Akif Pirincci: Zur Person

Akif Pirincci: Zur Person

07.09.2018, 17:34 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit 2012 schreibt Akif Pirincci Artikel in rechtsradikalen, nationalkonservativen Medien. Außerdem tritt er in Burschenschaften und bei Pegida in Lesungen auf. Seine Einstellung kann als rechtsextrem und natürlich islamfeindlich bezeichnet werden.

Die Ansicht von Achgut-Autoren: Tobias Kaufmann meint, Pirincci benutze die Standardrhetorik der NPD und anderer Neonazis. Jochen Gabler sieht in ihm einen Volksverhetzer von Goebbels’scher Perfidie.

Pirinccis Machwerk ‚Deutschland von Sinnen‘ verwendet eine derbe, polemische Ausdrucksweise, wird im Brockhaus als menschenverachtend und hasserfüllt resümiert und richtet sich gegen Frauen, Homosexuelle und – natürlich – Migranten, die er bei seinen Lesungen ebenso beschimpft wie Politiker.

Obwohl er ein häufiger Freier bei einer Prostituierten war, veröffentliche er in ‚EF‘ einen Schmähbrief gegen die Frau.

Auch der Sozialwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß wurde von Pirincci geschmäht. Pirincci darf diese Äußerungen bei Androhung einer Strafe von 250.000 € nicht wiederholen.

Bei einer Pegida-Veranstaltung im Oktober 2015 verstieg er sich zu der Äußerung, dass man dem Regierungspräsidenten schulterzuckend die Ausreise empfehlen könne, wenn er nicht pariere. Und weiter:
„Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“
Außerdem bezeichnete er in seiner Rede Politiker als „Gauleiter gegen das eigene Volk“, das heutige Deutschland als „Scheißstaat“ und Asylbewerberinnen als „flüchtende Schlampen“. Muslime würden „Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen“, es drohe eine „Moslemmüllhalde“ in Deutschland. Bündnis 90/Die Grünen nannte er eine „Kinderfickerpartei“ und den Sprecher der Erfurter Moschee einen „Moslemfritzen mit Taliban­bart“, der mit der deutschen Kultur so viel gemein habe „wie mein Arschloch mit Parfümherstellung“.

Sogar der Pegida-Gründer Lutz Bachmann entschuldigte sich für diesen „unmöglichen Auftritt“ Pirinccis.

2015 erhielt Pirincci einen Strafbefehl in Höhe von 8.000 € wegen Beleidigung. Im März 2017 erhielt er wegen einer Hetzschrift mit dem Titel „Freigabe des Fickviehs“ eine Strafe von 5.100 €. Wegen seines Pegida-Auftritts wurde er im September 2017 nach einem Geständnis wegen Volksverhetzung zu einer Strafe von 2.700 € verurteilt.

Wegen seiner Hetzkommentare wurde er auch schon auf Facebook gesperrt.

Dennoch wird er immer wieder zu AfD-Veranstaltungen eingeladen.

17 Kommentare

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solchen menschen wie diesem pirincci sollte man jede aufmerksamkeit entziehen, das wäre die stärkste waffe gegen einen krawallhansel wie ihn.
  • 07.09.2018, 19:26 Uhr
Solange hier immer wieder Äußerungen dieses Mannes verlinkt werden, finde ich es besser, aufzuklären statt totzuschweigen.
  • 07.09.2018, 19:28 Uhr
Pirincci, Fritz, Mannheimer, Serge Menga, David Berger - Sie und alle anderen Hetzer und Spalter sollte man in der Tat ignorieren. Geht aber nicht. Diese Gurus der rechten Szene sind omnipräsent. Denn die Fans dieser Galgenvögel verstehen sich bestens darauf, sie immer wieder ins Spiel zu bringen und sie als seriöse Meinungsmacher zu präsentieren. Hier hilft nur permanenter Widerspruch durch bessere Argumentation.
  • 08.09.2018, 22:54 Uhr
Das denke ich auch - obwohl es mühsam ist.
  • 09.09.2018, 06:54 Uhr
und sind die zu überzeugen durch argumente? das kann ich garnicht glauben.
  • 09.09.2018, 18:29 Uhr
Hardliner-Betonköpfe sicher nicht. Aber es gibt ja auch andere Mitleser.
  • 09.09.2018, 19:05 Uhr
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Klar, sprachlich gesehen ist er der AfD eine große Hilfe: die widerlichsten Wörter kreieren, die abfälligsten Diffamierungen ablassen, die menschenverachtensten Beleidigungen ausspucken... gut, da regt man sich vielleicht mal kurz auf, kichert möglicherweise sogar hinter vorgehaltener Hand - und schon ist alles, was nicht GANZ so schlimm ist, überhaupt nicht mehr schlimm. Unsagbares sagbar machen, lautet die Devise. Peu à peu.
  • 07.09.2018, 18:03 Uhr
So ist es. Die zunehmende Verrohung der Sprache sollte zu denken geben.
  • 07.09.2018, 18:05 Uhr
Sollte. Tut es aber nicht, traurigerweise. Die setzen alle zusammen auf Gewöhnung, und wenn man nicht ständig dagegenhält, merkt bald kein Mensch mehr (übertrieben gesagt natürlich), wie sich die Sprache verändert. Und mit der Verrohung in der Sprache geht die Verrohung der Menschen einher. Jedenfalls derer, die da mitmachen.
  • 07.09.2018, 18:08 Uhr
Bestes Beispiel: "Hetzjagd". Da es per Definition keine gegeben hat, war alles andere überhaupt nicht schlimm, wird ergo nicht kritisiert. Meine Güte, was ist schon "Verfolgung", "Schlagen", "Beleidigung"! Und so weiter.
  • 07.09.2018, 18:10 Uhr
Ich schweife ab, ich merk's.
Pirincci ist ein rücksichtsloser, egozentrischer, selbstgefälliger, unverschämter, grausamer Dings...Mensch...
  • 07.09.2018, 18:11 Uhr
So sagt schon der Talmud - und er hat Recht.
Mir fällt die sprachliche Veränderung (hier bei uns) schon seit ungefähr 30 Jahren auf.
Die 'Hetzjagd-Debatte' ist nur ein Ablenkungsmanöver. Die Kritiker mögen diese Pedanterie bei ihren eigenen Äußerungen anwenden.

Ich habe peinlich versucht, das Wort 'Mensch' iZm mit Pirincci zu vermeiden ... obwohl er aus biologischer Sicht natürlich ein Mensch ist.
  • 07.09.2018, 18:14 Uhr
Ist er, natürlich. Nur kein guter.
  • 07.09.2018, 18:16 Uhr
Bist du sicher?
  • 09.09.2018, 07:22 Uhr
Klar. Ich würde niemals jemandem sein "Menschsein" absprechen. Es gibt halt nur auch Vollar****cher darunter. Schon immer. Aber gegen die muss man sich wehren!
  • 09.09.2018, 09:47 Uhr
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Ja warum wird er eingeladen? Wörter sind Waffen,und bei der AfD versteckt man sich scheinheilig hinter jeden der zweckdienlich ist um Angst zu verbreiten!
  • 07.09.2018, 17:38 Uhr
Ja, vor allem um die Fremdenangst anzufachen, bis ein Flächenbrand entsteht.
  • 07.09.2018, 17:39 Uhr
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