GUTER JOURNALISMUS ist anders

Beitrag von wize.life-Nutzer

GUTER JOURNALISMUS IST ANDERS,
ein Beitrag von Gerd Quedenbaum.

Michael Goetschenberg heißt der Mann. Er nennt sich einen Terrorismusexperten für das ARD. Da hat er sich in einem Artikel zu der Sache Chemnitz zu Wort gemeldet und den Verfassungspräsidenten Maßen angegriffedn. Maßen habe sich zum Fürsprecher der AfD gemacht, in dem er die Echtheit eines Videos bezweifelt, nach dem wohl eine Horde von Rechtsextremisten einen jungen Afghanen verfolgt habe. Damit zugleich habe er, Maßen, allen anderen anderslautenden Stimmen widersprochen.Die anderslautenden waren und sind immer nioch führende Politiker, darunter auch die Bundeskanzlerin.
Gegen Goetschenbergs Berichterstattung an sich ist ja nichts einzuwenden, aber er benutzt den Bericht zu einem eindeutig böswillige Stimmung machenden Kommentar. In dem Sinne nämlich, daß er Maßen gewissermaßen Amtspflichtversäumnis vorwirft und den Mob, der sich in Chemnitz so daneben benommen hat, mit der AfD gleichsetzt. Das ist Journaille.
Der Verfassungsschützer Maßen hat ja nicht etwa über speziell das Video berichtet, sondern lediglich erklärt, daß er Zweifel an dessen Echtheit habe. Wobei man beachten muß, daß Maßen der Amtsträger ist und natürlich auch über einen Stab verfügt, der ihm zuarbeitet; d.h. seine Meinung kommt ja nicht von ungefähr. Nun gut, das Video ist in der Untersuchung und man wird abwarten müssen, was dabei heraus kommt.
Setzen wir aber doch mal den Fall, daß Maßen (von Amts wegen) recht hat, das Video ist tatsächlich eine dann vermutlich zielgerichtete Konstruktion, Da haben aber doch vorher schon alle politischen Großkopfeten ihre voreiligen Beschuldigungen und mehr als nur häßliches Zeugs "gegen die Rechten" und "gegen die AfD" losgelassen. Was wohl möchte Herr Goetschenberg, der Experte, dem Amtsträger Maßen nach dem angenommenen Ergebnis dann vorwerfen. Etwa daß er die eben bezeichneten Goßkopfeten habe ins Messer laufen lassen, daß er sie nun bloß gestellt habe und was sonst noch. Ja - doch, so ist Journaille. Falsch wie die Nacht, immer sticheln und hetzen.
Und dann diese behauptete oder auch hintergründig vorgeworfene Beschuldigung, daß die Rechten mit der AfD identisch seien. Woher nimmt der Mann denn dies Wissen ? In Chemnitz sind vielerlei Gruppen beteiligt gewesen. Rechte, Linke, Rote und undefinierte Krawallmacher.
Sogar die Polizei vermag diese Gruppen nicht alle zu bestimmen und die Grenzen dazwischen nachzuvollziehen. Herr Goetschenbverg aber weiß und behauptet. Wie kommt der denn dazu ?
Isdt er da gewesen und hat die Beteiligten "Übeltäter" befragt ? Ganz sicher nicht.
Journaille.
Goetschenberg hat sich einfach an den Schreibtisch gesetzt und seine Tirade geschrieben. Würde er ordentlich recherchiert und würde er, der Experte,einen sauberen Beitrag geschrieben haben, dann müßte sein Kommentar anders lauten.
So kann man ihm nur sagen, daß Vermutungen und Argumente keine Beweise sind. Selbst das, was er vermeintlich beweisführend angegeben hat, ist nicht weniger zweifelhaft wie das ominöse Video, dessen Untersucxhung ja noch gar nicht abgeschlossen ist.
Mit böswillig gehässigen Anschuldigungen kommen wir nicht weiter. Klüger wäre es, die Journalisten insgesamt würden sich von der Milch gebenden Kuh, den Politikern, befreien und ihre Arbeit so verrichten, wie man es von einem guten, aufgebengerechten Journalisten erwarten darf, auch und insbesondere dann, wenn man sich selbst einen "Experten " zu nennen wagt.