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Gendersprache

08.10.2018, 05:00 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wer kann mir eigentlich mal den Sinn dieser für mich merkwürdigen Gendersprache erklären.
Glaubt denn ersthaft irgend ein auch nur halbwegs normal denkender Mensch, dass wenn man Bürger, Freunde, Genossen, Soldaten, ... sagt, und vergisst das - "und innen" dabei - dass dieser damit die Frauen dabei ausschließt und frauenfeindlich spricht?
Ich finde dieses ganze Projekt als Sprachvergewaltigung und einfach nur sinnlos.
Speziell im Bundestag oder öffentlichen Reden, wo ja Redezeit sehr teuer ist, kostet dieser Unsinn auch echt Geld, speziell, wenn die Reden manchmal kaum Inhalt haben und die Zeit anteilig dadurch noch mehr aus solchen Wortverdoppelungen besteht.
Bin ich echt der einzige, der das völlig überflüssig und sogar nervig findet?

Liebe User und - ok - auch Userinnen, falls wichtig. Mich würde echt mal eure Meinung dazu interessieren.

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49 Kommentare

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An 1.Stelle steht : Der Mensch. Und wer sich darunter nicht wiederfinden oder erkennen kann, hat ein Problem mit sich selber.
  • 10.10.2018, 13:49 Uhr
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ja: sinnlos..... - danke wize.life-Nutzer
  • 08.10.2018, 19:38 Uhr
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Ich glaube es nicht: Wenn ich mich über meinen Schreibtisch und meinen Kommentar hier her durchgeklickt habe, finde ich diesen interessanten Artikel. Wenn ich ihn jedoch über "Themen" oder über "Politik" suche, ist er verschwunden.
Habt ihr das auch festgestellt? Wenn ja - was hat sich das Team denn da wieder einfallen lassen? Kein Wunder, dass die User weglaufen, wenn als Top-Teamen nur noch Klatsch und Tratsch, Wetter und Sensationen eingestellt und alles andere unterschlagen wird.
  • 08.10.2018, 17:22 Uhr
Also ich seh ihn ganz normal.
  • 08.10.2018, 22:50 Uhr
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wize.life-Nutzer. Interessanter Beitrag, könnte auch unter Philosophie eingestellt werden. Mann, Frau und irgendwie gibt es wohl auch noch ein drittes Geschlecht. So eine neue Erfindung von ....... ach ich las das mal lieber. Ich halte es für reine Zeitverschwendung, diese Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Wortwahl. Ich bleibe weitgehend bei dem bisherigen Wortschatz. Wem es nicht gefällt, kann sich die Erweiterungen ja denken 🤔
  • 08.10.2018, 16:21 Uhr
Daraus noch ne Philosophie machen, würde diesen Unsinn nur aufwerten.
  • 08.10.2018, 16:26 Uhr
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Seit diese Gendersprache aufgekommen ist, mache ich mir Gedanken darüber.
Ist es wirklich wichtig, dass alle Geschlechter berücksichtigt werden?
Fühle ich mich selbst als Frau diskriminiert, wenn nur die maskuline Variante gewählt wird?

Ich bin immer noch ambivalent, als Ja und Nein

Natürlich kann man sagen, dass die maskuline Variante auch die allgemeine ist
Was bedeutet, ich fühle mich identifiziert, wenn von Bürgern die Rede ist (in der Mehrzahl), ich ein Teil davon bin und es muss nicht Bürger und Bürgerinnen heißen.
Bin ich allerdings alleine gemeint, dann möchte ich schon als Bürgerin bezeichnet werden.

Wenn ich zum Beispiel von Nutzern von WL schreibe, dann nutze ich für die Mehrzahl auch die maskuline Variante "Nutzer". Bei Einzelpersonen nutze ich allerdings je nach Geschlecht das Wort Nutzer und Nutzerin.

Ich mache also einen Unterschied, ob eine Gruppe gemeint ist oder eine einzelne Person.

Ich kann also damit leben, dass die maskuline Form auch die neutrale, geschlechterübergreifende Form ist, wenn es um mehr als eine Person geht.

Auch, könnte es sogar sexistisch sein, immer zu betonen, dass es 2 Geschlechter gibt.

Auch bin ich dagegen, wenn seltsame Blüten getrieben werden nur um ein Wort für die weibliche Form zu finden. (Mensch - Menschin, usw.) Diese Wörter sind von vorneherein neutral und übergreifend.

Allerdings bin ich auch dafür, wenn man neue Wörter findet, die geschlechterneutral sind, wenn die "alten" Wörter tatsächlich störend sind.
"Studierende" ist für mich ein gelungenes Wort und ersetzt "Studenten", bzw. "Studenten und Studentinnen"
Das ist für mich auch deswegen ein gutes Beispiel, weil mit dem Wort Student tatsächlich ursprünglich nur Männer gemeint waren, als Frauen noch nicht studieren durften.


Was mich immens stört, ist, dass Männer darüber entscheiden wollen, ob sich Frauen diskriminiert fühlen dürfen, wenn nur die maskuline Variante genutzt wird.
Das darf und sollte Frau doch wohl selbst entscheiden dürfen!

Wie ich auch hier in den unteren Kommentaren oft lesen darf und muss, wie Männer darüber herziehen, als wäre es es ein persönlicher Angriff auf ihre Männlichkeit

"Unsinn"
"Wahnsinn"
ein männliches Gehirn weigert sich zu denken
"übereifrige Emanzen"

Tja


Wenn allen nur daran gelegen ist, einen einheitlichen Begriff zu nutzen um sich der Worthülsen zu entledigen, dann bin ich dafür.
Was ich aber festgestellt habe, ist, dass es gerade Männern insgeheim nicht primär darum geht, dass es nur einheitliche Begriffe gibt, sondern, dass es ihnen lieber ist, wenn die männliche Variante benutzt wird.

Man könnte ja festlegen, dass bei bestimmten Begriffen, grundsätzlich die weibliche Variante genutzt wird für die Allgemeinheit.
Welcher Mann würde sich nicht unwohl fühlen, wenn er ab jetzt als "Nutzerin" bezeichnet werden würde? 99% würden es ablehnen, oder?
Und genau deshalb, lehne ich es ab, dass Männer darüber entscheiden wollen, wie sich Frauen dabei fühlen sollen und was sie akzeptieren sollen.

Was auch bezeichnet ist, dass Männer es nicht wollen, eine eher weibliche Bezeichnung zu bekommen, sind die Berufe Hebamme und Krankenschwester.
Als Männer begannen diese Berufe einzunehmen, wurden die Bezeichnungen Entbindungspfleger und Krankenpfleger eingeführt. Weil es keinem Mann zuzumuten war, die Bezeichnung Krankenbruder zu führen.
Hier wurde als den Männer entgegengekommen.
Warum kommen dann die Männer nicht den Frauen entgegen?

Ich denke also, dass, wenn Männer von Genderwahn sprechen und Unsinn oder feministischer
Quatsch, dass es ihnen nicht um die Vereinfachung geht, sondern nur um ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle
Das stelle ich mal zur Diskussion.
  • 08.10.2018, 15:00 Uhr
Edelgard: eine neutrale Form von Mensch gibt es doch: "Das Mensch".... aber das ist dann was ganz anderes
  • 08.10.2018, 16:05 Uhr
wize.life-Nutzer Da haste dir echt Mühe gegeben mit diesem ausführlichen Kommentar.
Den Spieß umdrehen und z.B. Nutzerin allgemein etablieren fände ich auch unsinnig.
Deine Idee, neutrale Wörter zu benutzen, praktiziere ich auch öfters.
Klar sage ich zu einer einzelnen Freundin nicht Freund und zu keiner Frau Mann.
  • 08.10.2018, 16:51 Uhr
Heidi
Mensch ist natürlich immer ein neutrales Wort.
(unabhängig vom Artikel)

Knight Mover
Wenn es ein interessantes Thema ist und aktuell, dann gebe ich gerne meine Meinung dazu.
Außerdem wollte ich eher einen sachlichen (wenn auch subjektiv) Part dazu setzen zu mancher (männlichen ) Polemik

Zusätzlich finde ich es gut, wenn es mal Beiträge von normalen Nutzern gibt, die lesenswert sind.
  • 08.10.2018, 17:30 Uhr
@ wize.life-Nutzer..... jo - "das Mensch" bedeutet zumindest in Bayern was "besonderes" - vg
  • 08.10.2018, 19:41 Uhr
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Das metoo-Theater gehört nicht hierher, oder?
Auch diese Quotenregelungen finde ich absurd.

Aber offenbar sind das alles dekadente Merkmale einer totalen Verunsicherung .
  • 08.10.2018, 14:18 Uhr
In dem Beitrag ging es mir speziell um die Sprachverunstaltung.
Von diesem metoo-Theater halte ich auch gar nix.
Ich finde es unmöglich, dass da welche mit extremen Vorwürfen daher kommen, teils nach Jahrzehnten und das ausgerechnet dann, wenn ein Mensch in der Öffentlichkeit speziell präsent ist, dann quasi eine Vorverurteilung erfolgt und sowas öffentlich ausgetragen wird ohne Gerichtsverfahren.
Da kommt man schon allein wegen des Timings sehr ins grübeln.
  • 08.10.2018, 14:25 Uhr
Ja, wer Übergriffe nicht sofort anzeigt, wird auch seine Gründe haben; später ist durchaus suspekt
  • 08.10.2018, 14:30 Uhr
Ich kann schon verstehen, auch wenn nich selbst sowas erlebt, dass speziell bei Vergewaltigungen manche zu einer zeitnahen Anzeige nicht in der Lage sind.
Aber wer ausgerechnet daher kommt und das auch nach Jahrzehnten, wenn es um eine aktuelle Wahl bzw. Personalentscheidung oder so geht, finde ich das schon sehr zweifelhaft.
Wäre ein Thema für sich.
  • 08.10.2018, 14:33 Uhr
Wenn es bei meeto nicht die zahlreichen Übertreibungen gäbe, wäre es eine ganz gute Sache. Es ist nun mal so, dass sich jede berufstätige Frau zumindest kleine Grapschereien gefallen lassen musste, wenn denn unter ihren Vorgesetzten solche Typen waren. Höchstens "huch" und ausweichen, aber bitte lächelnd wurde toleriert. Seid doch mal ganz ehrlich: habt ihr das nicht selbst erlebt oder beobachtet. Ihr Männer: Habt nicht mal gern hingelangt - und ihr Frauen, habt ihr das hinnehmen müssen, weil sonst die Beförderung auf sich warten ließ- Man hielt das alles für normal!
Dass das heute zum Thema gemacht wird, finde ich völlig in Ordnung. Und dass dabei auch gelogen und übertrieben wird, ist auch normal, das ist doch immer so, wenn etwas Neues geschieht.
  • 08.10.2018, 16:13 Uhr
Ha Heidi.., so ähnlich sehe ich das auch...., wie käme ich heute nach 35 Jahren auf den Gedanken, meinen damaligen Chef bei "meToo" anzuzeigen..., wenn sie mich grad nicht wachrütteln würden in der Presse.....

ich hatte mindestens 3 Chefs vor 35 Jahren, mit denen ich mehr als nur Morgengrüsse ausgetauscht habe.., und????????????
Soll ich sie jetzt anzeigen deshalb? Ich war Single - zwei meiner Chefs auch.., und???????
War da was dabei, dass mir da mal einer auf den Oberschenkel gelangt hat?
Ohjeeeeee..., armes Deutschland!!!!!
Und sollte ich bei einem mal "ja" gesagt haben, war das "meine" Entscheidung...., meine Güte - wo geht Deutschland hin? Nach den Missbrauchstätern bei der katholischen Kirche wird nicht mal gefahndet.., obwohl alles jahrelang bekannt ist....,
lasst mich mal würgen.., vlg und einen schönen Abend!
  • 08.10.2018, 19:51 Uhr
@ Edith Zeile..... Übergriffe anzeigen ist für mich was anderes.., das was hier jetzt in der Presse zelebriert wird, sind für mich - für mich! - Frauen, die ihr Ziel nicht erreicht haben und die sich jetzt rächen können..., pfui Teufel..., die Damen haben es wohl nötig!
  • 08.10.2018, 19:52 Uhr
ich wollte schreiben: ja Heidi..., sorry..., habs zu spät gelesen....
  • 08.10.2018, 20:06 Uhr
Angelika, ich bin ganz deiner meinung. Solange das ohne Gewalt vor sich geht, eher wie ein liebenswertes Spiel , finde ich das absolut ok.

Amerika und dessen "Frauen-Organisationen" haben mich , als ich drüben war, richtig abgestoßen.

Die Begegnung von Männern und Frauen verliert ihren Reiz, wenn man Zäune mit Stacheldraht zwischen sie stellt.
  • 08.10.2018, 20:29 Uhr
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Lieber HierSchreiber, liebe HierSchreiberinnen oder liebe Schreiblinge. Was denn nun?
Mein Gehirn verweigert das ich weiterdenke!
  • 08.10.2018, 13:48 Uhr
Schreib(er)linginnen - da musste durch - is inzwischen offizielle Sprache.
  • 08.10.2018, 13:57 Uhr
@ Riese: spar Dir das Denken hierfür - es ibt Wichtigeres.., vlg
  • 08.10.2018, 19:57 Uhr
Liebe ANGELIKAnerin, Danke für den Tip.
  • 09.10.2018, 10:48 Uhr
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Es tut mir Leid, aber ich kenne keine gestandene Frau die diesem Unsinn etwas abgewinnen kann. Wer aber in den Debattierklubs der Parteien sonst nichts zu sagen hat und mit normalen Argumenten nicht punkten kann, der versucht die Karte der Frauen und Feministinnen zu ziehen. Sie zeigen mir damit nur wie schwach und in sich verunsichert diese Typen sind.
  • 08.10.2018, 12:45 Uhr
ich hab keine Ahnung, wer da versucht uns deutsche "Frauen" für sich zu gewinnen.., sorry, wenn ich deutsche Frauen schreibe! Aber das, was da bei diesem MeToo abgeht, ist ne Kopie aus "good old America" und findet hoffentlich hier bei uns in Deutschland keinen "Boden".
  • 08.10.2018, 20:00 Uhr
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Ich fand das von allem Anfang an lästig, d.h. überflüssig. Am meisten habe ich mich regelmäßig geärgert, wenn auf den Parteitagen der SPD dann von den lieben "Genossinnen und Genossen " gesprochen wurde. 1. fand ich , dass das Wort Genossen veraltet ist und nicht mehr in unsere Gesellchaft passt und 2. kann man sich an den vielen Zischlauten ...ssss ... regelrecht die Zunge verbrennen.

Was wäre aber mit Frau Kanzler? Wenn in Zukunft vielleicht eine Frau Papst wird, was ist sie dann?

Gendersprache zwingt ja nicht, es kann ja jeder die Form wählen, die ihm zusagt.

In der Pluralform, finde ich das überflüssig: Beispiel: Die Bürger eines Landes dürfen wählen. Da versteht es sich von selbst, dass damit alle angesprochen sind.

Beispiel: Sie ist Bürgerin dieses Landes.

Ich glaube, diese Form, unterschiedlich bei Plural- und Singulargebrauch, wähle ich spontan.
  • 08.10.2018, 09:30 Uhr
Gendersprache ist für mich "andersartig" - gewollt von Frauen? Was sind das wohl für Frauen? schönen Abend allerseits...
  • 08.10.2018, 20:01 Uhr
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Wer glaubt, überkommene patriarchalische Denk- und Handlungsstrukturen verändern und beseitigen zu können, in dem er jeden Professor geschlechtsunabhängig als Professorin bezeichnet, hat m.E. einige Dinge nicht verstanden. Wer zudem meint, es gäbe so etwas wie "männlich" und "weiblich" nur als gesellschaftliches Herrschaftskonstrukt, der/die hat, mit Verlaub, einen leichten Schatten auf der Lampe.
  • 08.10.2018, 09:17 Uhr
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