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Vier Jahre Pegida oder die teilgesellschaftliche Sozialisation von Hass!

Beitrag von wize.life-Nutzer

"Der wütende Kleinbürger ist wieder zurück, das rätselhafte Wesen, das seine sozialen Ängste in lauter Aggressionen verwandelt." (Durs Grünbein in: https://www.tag24.de/nachrichten/dre...tzen-405529).

Am 20. Oktober 2014 veranstalteten die Organisatoren in Dresden einen ersten „Abendspaziergang“ gegen eine von ihr behauptete Islamisierung des Abendlandes. Diese Bewegung der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ begannen als Facebook-Gruppe um den mehrfach vorbestraften Lutz Bachmann um Kathrin Oertel, Tom Balasz, René Jahn und andere über ein
Wobei es schon am 10. Oktober 2014 eine öffentliche Dresdner Kundgebung gab, wo die Teilnehmer noch eine gänzlich andere Intention aufwiesen - auf die Lage in der Kurdenstadt Kobane aufmerksam zu machen und sich gegen eine Beteiligung der Bundesrepublik an den Kriegen in Syrien und im Irak auszusprechen. Allerdings setzten sich sehr schnell Meinungen und Haltungen gegen Einwanderer und Migranten durch, was zum eigentlichen Hauptanliegen dieser Bewegung wurde und andere Anliegen – wie Fragen sozialer Gerechtigkeit, Alltagsprobleme und Abstiegsängste an den Rand drängten.

Pegida „mutierte“ zu einem teilgesellschaftlichen Container für Affektausgaben (Wut, Aggression, Hass, Neid, Unzufriedenheit) die in Fremdhass triviale „Feindbilder“ und das billige „Sündenbocksyndrom ausgelagert wurde um so Verwerfungen und soziale Schieflagen in der Gesellschaft als in den Globalisierungsdynamiken auf widerwärtigste Weise zu kompensieren. „Wir dürfen nicht übersehen, dass unsere Konsumsucht eine wesentliche Quelle wachsender sozialer Ungerechtigkeit und Ungleichheit ist.“ schreibt der Psychologe Hans Joachim Maaz (in der Aufsatzsammlung „PEGIDA - Rechtspopulismus zwischen Fremdenangst und »Wende«-Enttäuschung ...“, Hrsg von Karl-Siegbert Rehberg et. al,. erschienen 2016 im transcript Verlag) Aber genau diese Zusammenhänge wurden übersehen, ja mussten übersehen werden um ja niemals den eigenen Lebensstil in Frage und systemische Hintergründe einer neoliberalen Dynamik ergründen zu müssen.
Ein Teil der AfD-Wähler sei "politikmüde, sie lehnen das ganze parlamentarische System ab. Die großen gemeinsamen Probleme der Menschheit geraten so aus dem Blick" so Durs Grünbein und sagt weiter: "Die Uhren sollen sich rückwärts drehen, weil alles so undeutsch, vor allem: so unübersichtlich geworden ist. Es ist dieselbe Rückwärtsbewegung wie zurzeit in Polen, in Ungarn. Der Nationalismus kehrt als Gespenst nach Europa zurück“ und die Gespenster haben Gesichter die dann laut gröllen wenn man den Fluchtrettungsschiffenlaut zuruft: "Absaufen! Absaufen“ oder wenn sich ein Akif Pirinçci versteift zu sagen: „Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZ sind ja leider derzeit außer Betrieb.“
In Gesamtsicht wird folgendes deutlich zu machen sein: Auch wenn Pegida sich eigentlich als eine „alte Bewegung“ bestehend aus überwiegend „weißen Männern über 50“ (Katharina Trittel vom Göttinger Institut für Demokratieforschung) manifestiert so schuf und schafft diese Bewegung eine Reihe von Narrativen die Fremdenhass, einen tumben Nationalismus und Rassismus in der Gesellschaft quasi sozialisierten wobei allerdings die eigentliche Signifikanz in einer Entgrenzung des Sagbaren und einer Ausgrenzung des Menschlichen liegt.

Ein Aspekt hat sich damit bestätigt – wie es Friedrich Schorlemmer schon am 20.12.2014 in einem DLF – Interview zu den Pegiden ausformulierte: „Das Tumbe, was sich darin ausdrückt, muss auch tumb genannt werden, das Dumme muss auch dumm genannt werden. Hier sammelt sich der aufgerührte Sud der Gesellschaft, und der muss wieder zum Bodensatz werden. Aufklären lässt sich das kaum.“ (das ganze Interview: https://www.deutschlandfunk.de/pegid...e_id=307037)

Und dieses Tumbe gefährdet schlicht und ergreifend die Demokratie, nicht weil es eine Meinung vertritt, sondern weil es jenes Recht mit Füßen tritt, das höher als jede Freiheit zu bewerten ist: Die Menschenwürde.


34 Kommentare

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Die größte Angst besteht meiner Meinung vor dem Artikel 146 GG.
D. könnte nach einer Verfassung wieder gefährlich werden, deshalb Kalgeri- und Hootonplan.
Kein Friedensvertrag, aber 2+4 Vertrag bis 2099 und den UN Pakt für Migration.
Und die Abschaffung des Bargeldes.
Kuibono.
MfG
Zu diesen recht bizarren und von Verschwörungstheoretikern gern in Feld gebrachten "Plänen" empfehle ich: Eugene Giles “Two Faces of Earnest A. Hooton” In: YEARBOOK OF PHYSICAL ANTHROPOLOGY 55, S.105–113 (2012),
Herr Sorosh hat auch schon gewettet das ein Bürgerkrieg kommt!.
Ruf einfach Daniele Ganser, Willy Wimmer, Andreas Popp uva. auf!
Alles Verschwörungteoretiker?
Ganser definitiv - die anderen zwei kenne ich nicht.
Willy Wimmer war Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Andreas Popp lebt in Kanada und sagen über die heutige Situation in D. viel aus.
Youtube aufrufen und durcharbeiten, denn die eigene Meinung muß sich jeder selbst erarbeiten.
Es gibt noch 3 die interessant sind Benjamin-,George-und Harvey Friedman.
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,Welcher aktive Politiker hatte bis jetzt den Mut, mit diesen Menschen sich zu unterhalten, zu Fragen und zuzuhören wo der Schuh drückt? Angst kann viele Ursachen haben und zu falschen Beurteilungen führen. Heute ist es Pegida, Morgen sind es tausende von Menschen die von ihren Firmen freigestellt werden, weil deren Arbeit von Robotern und PC´s übernommen wurden. Was geschieht dann? In meinem langen Leben habe ich einmal erlebt, wie ganz normale Menschen tobten, weil ein Fehler in ihrer Lohnabrechnung aufgetreten ist. Manchmal wäre es vernünftiger sich mit den Ängsten und Problemen anderer auseinander zu setzen, als über andere her zufallen. Alle wollen christlich sein: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!
Richtig und doch: Für gesellschaftliche Missstände Minderheiten verantwortlich zu machen ist feige, unmoralisch und erbärmlich! Nicht der Migrant ist Schuld an kapitalistischen resp. neoliberalen Auswüchsen, sondern die Menschen selbst (als "Souverän"). Und nur nebenbei, populistische Parteien, wie die AfD (die selbst einen neoliberalen Wirtschaftskurs vertritt und antisoziale Ziele) zu wählen verschlimmert den Zustand und die sozialen Verwerfungen noch mehr!
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Interessant ist es, dass zur Beurteilung und Bewertung von ostdeutschen Befindlichkeiten und Pegida ein Göttinger Institut für Demokratieforschung zitiert wird.
Prof. Patzelt aus Dresden hat zu diesem Thema objektivere und sachlichere Beiträge geliefert.
Je weiter entfernt, desto unmöglicher wird über Dresdner Befindlichkeiten geurteilt.
Auf MDR wurde gestern ein recht informativer Beitrag zum Thema Pegida ausgestrahlt mit anschließender Diskussion, ohne dass mit Begriffen wie "tumb, Sud der Gesellschaft und Bodensatz" inflationär Gebrauch gemacht wurde.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendu...616cc6.html
Pegida ist ja nicht die einzige Form des Widerspruchs im Osten, das sollte man endlich zur Kenntnis nehmen.
Und bei Pegida u. ä. Bewegungen in Plauen, Chemnitz, Cottbus etc. wurde letztendlich der Anstoß dazu gegeben, dass man begann, Missstände offen zu diskutieren und nicht länger totzuschweigen.
Wiederum interessant ist, dass ich bis auf Frau Trittel nur ostdeutsche Autoren zitiert habe und Sie sich gerade an diesem einem kurzen Satz stören (für mich sehr aufschlussreich, wer da mir antwortet).
Nun, um Ihre oststdeutsche Befindlichkeit dann doch „vollständig“ zu befriedigen (ich selbst bin ja ebenfalls "Ostdeutscher", in Dresden geboren, aufgewachsen und hier geblieben) zitiere ich zur Ergänzung von Frau Trittel (an deren Aussage Sie sich intoniert stören) den Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer (von der TU Dresden) der Frau Trittel recht gibt wenn er sagt, dass es sich bei Pegida um „ein gewisses Ritual der zornigen alten Männer“… handelt.
Und er gibt meiner Einschätzung recht wenn er weiter in diesem Interview mir Irene Geuer vom DLF zu dem Schluss kommt: Pegida hat „das Klima der politischen Auseinandersetzung gänzlich verroht und den Hass befördert“. (Die Aussprüche von Herrn Vorländer sind nachzuhören unter: https://www.deutschlandfunk.de/polit...e_id=426271)

Werner J. Patzelt ist für mich dahingehend keine Referenz, da er als CDU-Mitglied zum rechten Kreis der sächsischen CDU gehört und einige seiner Aussagen an der TU Dresden für keinen positiven Widerhall sorgten – der Abstand zu ihm sei mir zugestanden.

Trotzdem zitiere ich Werner J. Patzelt einmal in diesem Zusammenhang. Auf die Frage Warum ist diese Bewegung gerade in Dresden entstanden ist, antwortet Herr Patzelt wie folgt?
„Erstens konnte Pegida wohl nur in Ostdeutschland entstehen, wo die Kritik am bundesdeutschen System und seiner Politikerschaft seit der Wiedervereinigung viel schärfer und weiter verbreitet ist als im Westen. Zweitens brauchte es eine größere Stadt in einem dichtbesiedelten Umland, weil andernfalls gar nicht jene Schwungmasse zusammengekommen wäre, die Pegida überhaupt berichtenswert und dadurch attraktiv machte. Drittens konnte Pegida nur in einem eher konservativen Umfeld entstehen, weil das zentrale Mobilisierungsthema – Einwanderung und Kulturwandel, letzterer „Islamisierung“ genannt – nur für Konservative Anlass zur Aufregung ist, während Linke und Grüne wissen, dass Einwanderung nach Deutschland nicht nur nötig, sondern auch in jeder Hinsicht bereichernd ist. In ganz Ostdeutschland gibt es aber keine andere konservative Großstadt als Dresden. Deshalb wirkte – viertens – der Zufall, dass der Pegida-Organisator und seine Leute genau hier zuhause waren. Fünftens gibt es in Dresden eine starke Antifa, die durch ihre sehr früh einsetzenden Gegenproteste schnell solche Konfrontationen im öffentlichen Raum schufen, die großen Nachrichtenwert besaßen, der zu einer ihrerseits mobilisierenden Medienberichterstattung führte. Und sechstens bietet Dresden schöne Plätze eben auch für Pegida-Demonstrationen, auf denen sich dann auch höchst fernsehtaugliche Bilder des Geschehens aufnehmen ließen.“ (aus: https://www.hss.de/news/detail/pegid...e-news3566/)

Das sich natürlich im Osten noch weitere Bewegungen wie der „Dritte Weg“ oder die Identitäre Bewegung ansprechen lassen bleibt wohl unwidersprochen – nur handelt es sich hierbei um rechtsextreme Ausformungen in der Gesellschaft.

Den letzten Satz widerspreche ich Ihnen als sehr „fleißiger“ Zuhörer der Pegida-Veranstaltungen in Dresden.
Es wurden fast nie andere Gesellschaftliche Missstände angesprochen als die mit Fremdenfeindlichkeit, Islamangst oder den Asyl- und Migrantenthema angesprochen – so als gäbe es keine anderen Ursachen für soziale Verwerfungen, Existenzängste, Verlustängste, Anschlussängste, Abstiegsängste, Globalisierungsängste als die Flüchtlinge und Frau Merkel, die Linken und die Grünen.
Mir scheint als regiere nicht die CDU (die fast nie erwähnt wurde), sondern Frau Merkel zusammen mit den Linken und Grünen allein.

Und wenn Sie sich am Ausdruck von Herrn Schorlemmer stören, seine Postanschrift ist auf seiner eigenen Webseite im Impressum zu finden, hier können Sie gern mit ihm in schriftlichen Kontakt treten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Auf diese Abhandlung hin stelle mal ganz allgemein fest, dass mir politische genauso wie religiöse Eiferer, die ausnahmslos Sachverhalte nur von einer Seite betrachten, absolut suspekt sind.
Herr Prof. Patzelt steht für eine gewisse Klientel "rechts" - ergo sucht man sich doch lieber meinungskonforme Vertreter um seinen Standpunkt zu untermauern.
Meiner Meinung nach beurteilt er jedoch die Lage ganz einfach nach seinem gesunden Menschenverstand und mit etwas Objektivität, was allerdings nicht jedem gegeben ist.
Soweit mir bekannt ist, ging es bei Pegida, Pro Chemnitz etc. auch oft um andere Themen - nicht nur um die aufgeführten "Ängste", das sollte doch einem "fleißigen Zuhörer" nicht entgangen sein.
Außerdem, das sind oft nicht nur Ängste, die da ganz genau konkretisiert wurden, sondern Ablehnung und Kritik - weil Politik oft untätig bleibt wo Handeln nötig wäre.
Bei differenzierter Betrachtungsweise kann da jeder selbst drauf kommen, wenn er denn will.
Was Ihnen suspekt ist oder nicht stellt nicht mein Thema dar, ebenso wie Sie sich zu den Aussagen zu Herrn Patzelt stellen. Aber eine Ablehnung politischer Gestaltungsweisen in ein Gehäuse von Fremdhass und tumben Nationalismus, ja sogar Rassismus zu stellen (ich habe schon genau zugehört was in Dresden zu oft da von der Tribüne gebrüllt wurde) ist nicht nur ein Indiz für einen extreme Bildungsferne, sondern dazu noch einer Verwahrlosung moralischer Selbstzuschreibungen und zivilisatorischer Entwicklungsertebnisse. Wohin Sie sich stellen und zu wem, sollten Sie mit sich selbst ausmachen!
Einen schönen Tag!
Den Menschen die evtl. mal bei Pegida zugehört haben oder bei Bündnis Heimat oder pro Chemnitz extreme Bildungsferne zu unterstellen ist schon sehr pauschal. Ich sehe dort auch viele Bürger aus der Mitte. Und Fakt ist auch, dass ich mich nicht erinnern kann, dass von Pegidaspaziergängen und -kundgebungen Gewalt ausging - die kam immer von den Gegendemonstranten soweit man das in der Presse verfolgen konnte.
Ein Indiz von Verwahrlosung und moralischer Verkommenheit scheinen mir die abartigen Texte von Gruppen des linken Spektrums zu sein (K.I.Z., Feine Sahne Fischfilet), die von ZDF und unsrem Bundespräsidenten unter a. Unterstützung erfahren.
Wo ich stehe weiß ich ganz genau - habe ich schon immer gewusst.
Ich habe hier nur meine Gedanken zu den meiner Meinung nach einseitigen Ausführungen über Pegida niedergeschrieben - nicht mehr und nicht weniger.
Nur ganz nebenbei, es ging um eine wissenschaftlich gestützte Analyse einer antidemokratischen Bewegung und nicht um eine Analyse von "Feine Sahne Fischfilet".
Rassismen jeder Art sind und bleiben für mich in einer extremen Bildungsferne verankert - egal wie Sie sich dagegen sträuben wollen oder nicht. Und wer sich in Chemnitz an die Seite von den Identitären stellt oder Hassmobs bejubelt, bleibt und ist moralisch verwahrlost - auch hier können Sie sich selbst darstellen wie Sie es für sich positiv wollen oder können oder müssen.
Da ich aus Ihren Zeilen auch keine Kritik an den vielen Hasskommentaren von Pegida herauslesen kann, kategorisiere ich Sie zunächst in diese asoziale Ebene.
Übrigens mir ging es allein nicht um eine Pauschalierung, sondern ein mich verbalisierendes entgegenstellen gegen solche Individuen!

Einen schönen Mittag - ich gehe jetzt speisen.
Ganz nebenbei - mir ging es um einseitige Betrachtungsweisen und die werden in dieser Notiz massiv bedient, im Gegensatz zur Sendung des MDR, auf die ich eingangs hingewiesen hatte (https://www.mdr.de/tv/programm/sendu...616cc6.html).
Mich daraufhin in die "asoziale Ebene" einzustufen ist schon ungeheuerlich und kennzeichnend, billig und auch hilflos - .
Wie schon vorher bemerkt, politische Eiferer mit Tunnelblick, ob nun dem rechten oder linken Lager angehörend, sind mir suspekt und der Verlauf der Kommentare hier zeigt mir dass es ein sinnloses Unterfangen ist auf Einsicht dieser Spezies zu hoffen.
Es ist nur interessant zu lesen, wie weit in der Argumentation in die untersten Schubladen zurückgegriffen wird wenn man nicht weiter weiß.
Auf weitere massive Unterstellungen kann ich verzichten - bin hier raus aus dieser Notiz.
"Mich daraufhin in die "asoziale Ebene" einzustufen ist schon ungeheuerlich und kennzeichnend, billig und auch hilflos."
Mir sei einmal gestattet genau diese Sprache zu sprechen, die auf solchen Kundgebungen gesprochen wird und die Sie offensichtlich für den richtigen Weg sehen. Kundgebungen, wo mir und meinen Mädels schon Schläge angedroht wurden, weil wir versuchten (ohne lautstarke Polemik) mit vernünftigen Gegenargumenten gegen solchen Hass zu reden.

Nein Frau Seyfert Sie können mir Pauschalisierungstendenzen und auch (aus Ihrer Sicht natürlich zur Recht) eine Ungeheuerlichkeit vorwerfen, aber ich habe kein, aber auch kein Wort von Ihnen gelesen das sich an den Hassreden gestört hätte – und das ist das Ungeheuerliche, das Sie offenbar nicht verstehen oder in Ihrer Verzirkelung nicht verstehen wollen.

Der Tunnelblick beginnt dort wo ich für alle Probleme eine Minderheit als Sündenbock verantwortlich mache, das mental zu erfassen fehlt und muss fehlen, sonst würde niemand solchen Demagogen zujubeln.

Und für mich bleiben solche Hassanhänger, gegen Flüchtlinge schreiende und solch einfachsten tumben Parolen anhängenden Individuen auf einer asozialen Ebene verhaftet, die jede Demokratie gefährdet – wo Sie sich positionieren müssen Sie mit Ihren Gewissen ausmachen. Und nein hilflos werde ich mich und meine Familie, meine Freunde und Bekannten nie gegen solche Brüllmenschen, die jeden Respekt vor der Menschlichkeit verloren haben, weil sie sich offenbar längst selbst in ihrem Hass verloren haben.

Sich gegen solche Antidemokraten, Rassisten und Feinde der Menschlichkeit zu stellen – egal ob es sich um Rechts- oder Linksextreme handelt oder Salafisten wie ein Pierre Vogel, sehe ich für mich als Bürgerpflicht an!

Guten Abend!
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Gut geschrieben, aber nur oberflächlich betrachtet. Man muß bzw. sollte sich einmal die Frage stellen: Wieso. weshalb und warum bilden sich überhaupt solche Gruppierungen? I.d.R. weil in unserer Gesellschaft etwas um nicht zu sagen, daß vieles falsch läuft. Darüber sollte einmal nachgedacht werden. Es ist ein Leichtes über eine Gruppierung zu lästern, nur ist damit das Problem gelöst? Sicher nicht! Manchmal wäre es ratsam die Gründe zu eroieren, die zur Gründung solcher Gruppierungen führten.
Nicht nur oberflächlich, sondern auch absolut einseitig betrachtet vom Verfasser der Notiz. Ansonsten meine Zustimmung zu Deinem Kommentar.
Das Problem das wir in unserem Lande hatten und immer noch haben, daß in der Bevölkerung die Probleme nicht mehr ausdiskutiert werden. Kaum ein Presseartikel betrachtet die Angelegenheit vob mehreren Seiten. Oftmals habe ich geschrieben, daß es sehr oft auf den Standpunkt und den Blickwinbkel ankommt. Nur wird das überhaupt beachtet. Es fehlt uns die Bereitschaft zu zu hören!
Differenzierte Wahrnehmung ist Fehlanzeige - das ist sehr bedauerlich und wird sich in den Wahlergebnissen widerspiegeln - nicht nur demnächst in Hessen sondern vor allem im Osten.
Nur "oberflächlich betrachtet" würde bedeuten, das sie fast alle Soziologen, Politikwissenschaftler und Psychologen in der Beurteilung des Pegida-Phänomens irren würden.
Meine Antwort steht unter dem Kommentar von Frau wize.life-Nutzer
Hallo Stand Punkt,
auch Professoren, Soziologen usw. können sich irren, schon oft konnten solche Aussagen widerlegt werden, da auch diese Menschen, auch wenn sie Akademiker sind, eben auch ihre persönliche Meinung mit einbringen. Denn Irren ist eben menschlich und steht jedem Menschen zu ohne ihn herab zu würdigen.
Ist es nicht so, dass der Standpunkt und Blickwinkel die Qualität der Sicht ausmacht. Wenn dann der Standpunkt keine umfassende Sicht zulässt, ist die Sichtweise naturgemäß verengt und lässt die Wahrnehmung im Ganzen nicht zu.
Liebe Lucia,
ich stimme Dir insofern zu, wenn ich auf meinem einen Standpunkt stehen bleibe. Deshalb rate ich immer immer, aus mehreren Standpunkten und Blickwinkel die Dinge zu betrachten, bevor man ein Ergebnis heraus gibt. Desweiteren sollte man bei sogenannten wissenschaftlichen Arbeiten darauf achten, nicht zu viel persönliche Einflüsse mit einfließen zu lassen und es bei Fakten zu belassen.
Ja, das ist sicher richtig. Nur wird es von den Wenigsten beachtet. Selbst die Wissenschaft ist, wie Sie auch feststellen, nicht frei davon und wird zur Meinungsmache für Ideologien herangezogen. Da viele glauben, wenn die Wissenschaft etwas zur Kenntnis gibt, muss es stimmen, ist diese Form der Beeinflussung oft besonders wirkungsvoll.
Fachidioten die sich über die Bürger aufregen. Dabei sind sie Teil des Übels. Sie haben Jahrzehnte Lang den Neoliberalen Mist an den Unis gepredigt. Wer hat den unsere Konzernkriminellen heran gezogen? Genau jene Herrschaften die Heute den Menschen die den Mist nicht mehr wollen in eine Rechte und asoziale Ecke stellen wollen. Wen hier in einem Kommentar davon geschrieben wird das Linke und Grüne die Migration für eine Bereicherung halten so kann ich darüber nicht lachen. Für mich ist Migration die Zerstörung von ganzen Städten, ihrer Infrastruktur und ihrer Kultur. Ich bin Flüchtling im eigenen Land weil ich von aggressiven Eindringlingen immer weiter getrieben werde. Als einer der den Untergang ganzer Städte im Ruhrgebiet mit erlebt hat, erlebe ich nun eine weitere Zerstörung der Neuen Bundesländer. Ich kann verstehen wenn diese Menschen hier nicht die Zustände wie in Duisburg, Bremen, Dortmund, Köln und andere Großstädten mit Gangsterfamilien, Raub, Drogenhandel und Islamisierung ihrer Gemeinden wollen. Pervers wird es aber wenn sich hier ein Schreiberling erdreistet fast 10 Millionen Wähler in eine Ecke der dummen und dumpfen zu stellen. Auch wer lange und Hochgeistige Texte schreibt ist nicht der Olymp der Gesellschaft, manchmal verbirgt sich dahinter nur ein Parteienfutzi mit Links-Grüner Gesinnung.
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Sehr gut beschrieben
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Ich werde zwar hier öfters immer als Rechter oder Nazi beschimpft, obwohl Nazi vollkommen daneben ist. Toleriere ich doch die Meinungen von anderen, warum nur so verbiestert? Auch ich als Rechter im Rechten Flügel in meiner Partei stimme dem Beitragsschreiber voll und ganz zu.
Das wundert mich ein wenig.
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Sehr gut ge- und beschrieben. Diesen Standpunkt teile ich auch.
Ich auch!
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