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Wird von einer alten Geschichte eingeholt: Friedrich Merz, einer der Kandida ...
Wird von einer alten Geschichte eingeholt: Friedrich Merz, einer der Kandidaten um den CDU-VorsitzFoto-Quelle: CDU/Laurence Chaperon

Obdachloser fand Notebook von Friedrich Merz - So viel Finderlohn hätte ihm eigenlich zugestanden

Von News Team - Dienstag, 27.11.2018 - 11:17 Uhr

Es geht um höchstens 30 Euro, vor allem aber geht es um Anstand: Friedrich Merz, einer der Kandidaten um den CDU-Vorsitz, muss einem Obdachlosen Finderlohn zahlen. Dies fordert Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender im nordrhein-westfälischen Landtag, und bezieht sich auf einen Fall, der 14 Jahre zurück liegt. Und der derzeit für viel Empörung sorgt.

Damals, 2004, hatte der CDU-Politiker Friedrich Merz an einem Berliner Taxistand sein Notebook verloren. Ein Obdachloser fand es, erkannte schnell die Brisanz des Computers und gab es bei der Polizei ab. Zum Dank schenkte ihm Friedrich Merz ein Buch, dessen Autor er war. Allerdings kein Geld.

Anrecht auf Finderlohn?


Dabei habe der Finder genau darauf Anrecht, argumentiert Thomas Kutschaty : "Friedrich Merz schuldet dem ehrlichen Finder nach Paragraph 971 BGB Finderlohn", sagte er der "Rheinischen Post".

Sehen Sie hier: Friedrich Merz: Das ist der Mann, der Merkels Nachfolger werden könnte

"Hier sprechen wir vielleicht über 20 bis 30 Euro." Dass ein Millionär einem Obdachlosen so einen lächerlichen Betrag nicht zahle, sage viel über den Charakter dieses Mannes. "Wollen wir einem Menschen, der den Ärmsten unserer Gesellschaft 20 Euro schuldig bleibt, unser ganzes Land anvertrauen?", so Kutschaty.

Die alte Geschichte bringt Friedrich Merz, der Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag im Dezember beerben will, derzeit in die Bredouille. Vor allem aus moralischen Gründen.

Der Obdachlose warf das Buch vor Wut in die Spree

Gerade erst wurde Merz für seine Aussage kritisiert, er fühle sich trotz Millionenvermögens der "gehobenen Mittelschicht" angehörig.

Und nun das. Eine "Abzock-Aktion" nennt dies Enrico J., der damals als obdachloser Straßenzeitungsverkäufer das Notebook von Friedrich Merz gefunden hatte, kürzlich der "taz".

Was er meint: Nachdem er den Computer bei der Polizei abgegeben und als Adresse eine Obdachlosenunterkunft angegeben hatte, bekam der heute 53-Jährige Post von Friedrich Merz.

Ein Buch aus der Feder des CDU-Politikers. Titel: "Nur wer sich ändert, wird bestehen. Vom Ende der Wohlstandsillusion – Kursbestimmung für unsere Zukunft“. Mit Widmung: „Vielen Dank an den ehrlichen Finder“.

"Das fand ich total unverschämt", sagte Enrico J., der heute nicht mehr auf der Straße lebt, der taz. Vor Wut habe er das Buch in die Spree geworfen. Merz habe ja durch die angegebene Adresse gewusst, dass er obdachlos sei. Enrico J.: "Doch das war ihm nicht mal einen Cent wert."

"Das Ding ist heikel"

Schließlich habe er Merz vor einer Peinlichkeit bewahrt. Denn das auf dem Notebook die Handynummern von Politikern wie dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und anderen waren, habe er sofort gesehen, als er den Computer angeschaltet habe. "Da dachte ich mir", so Enrico J., "das Ding ist heikel".

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Der Rechner habe "sämtliche Daten" der Bundesregierung enthalten. "Ich hätte das Ding auch auf dem Schwarzmarkt verkaufen können."

Das sagt das Gesetzbuch zum Thema Finderlohn

Dann allerdings hätte Enrico J. womöglich Ärger mit der Justiz bekommen. Fundunterschlagung ist unter Umständen strafbar.

Und Friedrich Merz, der in seiner Kandidatur betont, den "Markenkern" der CDU wieder stärken zu wollen, zu dem er auch die "sozial orientierten Wurzeln" der Partei zählt? Wäre er zu Finderlohn verpflichtet gewesen?

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Im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es dazu: "Der Finder kann von dem Empfangsberechtigten einen Finderlohn verlangen."

Auch der Wert ist festgelegt: Als Finderlohn müssen demnach 5 Prozent des Warenwerts bezahlt werden. Ist der gefundene Gegenstand teurer als 500 Euro - was bei einem Notebook wahrscheinlich ist - kommen weitere 3 Euro je 100 Euro des darüber liegenden Werts dazu.

Wieviel das Notebook damals wert gewesen ist, lässt sich schwer rekonstruieren. Etwa 1000 Euro dürften durchaus realistisch sein. In dem Fall hätte Friedrich Merz eigentlich 65 Euro an Enrico J. zahlen müssen.

23 Kommentare

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...das sagt viel über diesen Menschen aus.
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wow!!!! Was für eine Story.., die gehört sofort in alle Medien in Europa
Ja,das könnte man so oft,Angelika....
Ein LKW-Fahrer, gab mir 10 DM als Dank, da ich ihm seine Brieftasche mit wichtigen Dokumente + Geld übergab, die er verlohren hatte. Das Geld war´s ja nicht alleine, sondern besonders, seine Herzlichkeit Das war Anfang der 80´ern Jahre.
Tja, nun meine Frage:
Wer hatte da mehr Charakter? Hr. Merz oder der LKW-Fahrer?
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Wie lange hat es gedauert, bis die linkspresse endlich eine Geschichte gefunden hat? Mal sehen wann behauptet wird, er hätte eine Sekretärino.ä. mißbraucht .......
Wieso Linkspresse?
Das ist 14 Jahre her.Da hat jemand gesucht.Und sicher keiner,der Merz als CSU Chef gut findet.
Frau Beate Krauss: Klar hat da jemand gesucht aber es muss nicht zwangsläufig jemand der Linkspresse gewesen sein.
Herr Merz möchte übrigens gerne Vorsitzender der CDU werden, wie auch AKK und Herr Spahn.
Den Chefposten der CSU wird er gerne Herrn Söder überlassen.
Es ist doch egal wann die Situation war, es zeigt wie Herr Merz mit heiklen Situationen umgeht. Eben überheblich, genau wie seine Haltung und Mimik bei mir ankommt.
So sehe ich es auch Brigitte.... sowas brauchen wir nicht nochmal
....
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Tommy B . : Das Geld hätte dem Ffinder zugestanden und Spekulationen was er damit gemacht haben könnte......stehen uns nicht zu.
mir schon ...
Wenn ich keie Vorschriften bekomme wie ich mein Geld auszugben habe...........
ich mache grundsätzlich nie Vorschriften, wie jemand sein Geld auszugeben hat ...
ich habe nur gemeint, daß der Obdachlose die nicht erhaltenen 65.- € für etwas besonderes ausgibt ... frisch gepreßten Orangensaft ...
mag sein, daß für dich diese Vorstellung fürchterlich ist, daß jemand Geld für frisch gepeßten Orangensaft ausgibt ...
ich käme nie auf die Idee Geld für Alkohol oder Stinkbolzen auszugeben ... du etwa?
Alkohol nein
Zigaretten ja.
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Von den Wohlhabenden, kann man das Sparen lernen.
Peter,wenn er ein warmes Herz hätte,dann hätte er dem Mann ganz anders
helfen können...bei seinem Mitteln...mich schüttelt es...vor soviel
Liebe Theresa,
Du kennst sicherlich die Geschichte "das kalte Herz", eine Geschichte die zeigt, daß viele Menschen ihre Ideale vergessen, wenn es um Geld und Vermögen geht. So lange es Menschen gibt, wird sich daran wenig ändern. Es ist leider so, wir werden dieses Verhalten der Menschen auch nicht ändern können. Zu meiner Schulzeit wurde uns immer wieder vorgetragen: "Hast Du was, dann bist Du was!" Wenn man das ein Jahrzehnt hört, dann prägt sich dies ein.
Lieber Peter....
Ja,dieser wahre Spruch ist mir heute noch in den Ohren...
Mir wird nur noch mehr übel,wenn dieses Weib diesen Pakt unterschreibt....
Ein Pak-t mit dem
bin mir sicher,sie wird eines Tages für ihre Untaten grade stehen müssen....
Alle,die sich hier auf der Welt so volksfremd erheben-werden es beim Abtritt
in die andere Welt bitter zu spüren bekommen...
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"Wieviel das Notebook damals wert gewesen ist, lässt sich schwer rekonstruieren. Etwa 1000 Euro dürften durchaus realistisch sein. In dem Fall hätte Friedrich Merz eigentlich 65 Euro an Enrico J. zahlen müssen."
Da stellt sich dann die Frage, was hätte Enrico J. iḿit den 65.- € gemacht?
bestimmt nicht in die Spree geworfen, oder?
Ich vermute, daß er sich etwas leckeres zu trinken gekauft hätte ...
frisch gepressten Orangensaft zum Beispiel ...
Sein Verhalten war einfach nur kaltherzig...sowas haben wir doch schon
an der Spitze...nein danke...
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Haben Spahn und Karrenbauer vielleicht auch mal was verloren?
Dann könnte man wenigstens vergleichen
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Ich habe als Kind mal Äpfel geklaut. Meine Feinde haben mir das nie vorgeworfen! Ich will das nicht gutheißen was Herr Merz als Finderlohn bezeichnet, aber daraus ein Politikum zu machen halte ich auch für lächerlich.
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