Meinungsfreiheit und Hetze

Beitrag von wize.life-Nutzer

Wann immer eine Welle rechtspopulistischer Parolen durch manche Bevölkerungskreise geht (z.B. Pegida 2015), melden sich Stimmen, die solche Meinungsäußerungen per Gesetz verbieten wollen.
Doch was wären die Folgen?

Auch eine Diktatur des Guten ist eine Diktatur. Sie nimmt dem Menschen die Würde, freiwillig gut zu sein. Ist er es dann aus Überzeugung/Charakter, oder nur, weil er Angst vor Repressalien hat? Ein Gemeinwesen (Staat) muss sich bei der Bekämpfung des (mutmaßlich) Bösen auf die Auswüchse beschränken, die anderen Menschen Schaden zufügen. Gewalt und Anstiftung zur Gewalt ist z.B. bereits strafbar.

Reine Feindseeligkeit dagegen lässt sich nicht mit Gesetzen und Polizei unterdrücken, denn die Gedanken sind frei. Wenn man sie gewaltsam zum Schweigen bringt, steigt nur der Druck, bis er in Gewalt explodiert. Hier gilt es hin zu schauen, woher solche Gefühle und Meinungen kommen. Stecken dahinter konkrete Ursachen, gegen die man etwas tun kann? Oder sind Menschen Fehlinformationen (z.B. Hetze anderer) aufgesessen, die man durch sachliche(!) Aufklärung beseitigen kann?...

Ich bin überzeugt, dass 90% der Ausländerfeindlichkeit durch sachlichen Umgang mir ihr und ihren Ursachen verschwinden würde. Und mit dem Rest müssen wir im Interesse unserer eigenen Freiheit leben, und uns auf Sanktionierung von Gewalt und deren Androhung beschränken. Wenn jemand mich (nur) hasst, kann ich damit leben, solange er mich nicht tätlich angreift.