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Zehntausende Rentner müssen nach der Rentenerhöhung Steuern zahlen.

Rentenerhöhung ab Juli – Bei diesen Rentnern kassiert der Staat jetzt ab

Von News Team - Mittwoch, 01.05.2019 - 14:47 Uhr

Ab Juli 2019 steigen die Renten in Deutschland um über drei Prozent. Für Zehntausende Rentner sind das jedoch nicht unbedingt nur gute Neuigkeiten. Denn sie überschreiten dann den Grundfreibetrag und werden somit steuerpflichtig.

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Die Steuererhöhung liegt im Westen Deutschlands bei 3,18 Prozent, im Osten sogar bei 3,91 Prozent. Rentner haben auf den ersten Blick mehrere Hundert Euro mehr zur Verfügung.

Beispiel Westen:
Betrug die monatliche Rente bislang 1000 Euro, steigt sie ab Juli auf 1031,80 Euro. Das ergibt auf das gesamte Jahr gerechnet ein Plus von 381,60 Euro.

Beispiel Osten:
Monatliche Rente bislang bei 1000 Euro, ab Juli 1039,10 Euro. Das ergibt im Jahr 469,20 Euro mehr.

ABER: Durch die Rentenerhöhung überschreiten dann rund 48.000 Rentner den Grundfreibetrag von 9168 Euro. Sie müssen ab sofort Steuer zahlen.


Bislang sind in Deutschland 4,932 Millionen Rentner steuerpflichtig, so die Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin Christine Lambrecht auf Anfrage der Linken im vergangenen November. Durch den Anstieg an steuerpflichtigen Rentner verspricht sich die Bundesregierung laut „Focus Online“ im kommenden Jahr rund 410 Millionen Euro Steuermehreinnahmen.

Steuerpflichtiger Teil abhängig von Renteneintritt


Allerdings werden nicht die kompletten Altersbezüge versteuert. Der steuerpflichtige Teil hängt vom Datum des Renteneintritts ab.

  • Wer 2018 in den Ruhestand ging, muss 76 Prozent seiner Rente versteuern, insofern diese den Grundfreibetrag übersteigt. 24 Prozent bleiben steuerfrei – und zwar das ganze Leben lang.
  • Wer 2019 in den Ruhestand geht, muss schon 78 Prozent der Rente versteuern, insofern diese den Grundfreibetrag übersteigt. Hier bleiben 22 Prozent lebenslang steuerfrei.

Der steuerpflichtige Teil für Neu-Rentner wird bis 2040 Stück für Stück bis auf 100 Prozent angehoben.

Beispiel: Neu-Rentner 2019
Monatliche Rente: 1000 Euro
Gesamteinnahmen/Jahr: 12.000 Euro
Steuerpflichtiger Anteil: 78 Prozent (9.360 Euro) > Grundfreibetrag 9168 Euro

Steuerlast durch Vorsorgeaufwendungen drücken


Erhöht werden kann der steuerpflichtige Anteil durch etwaige Mehreinnahmen wie Einkünfte aus Miete, Riester-Rente oder Bezüge aus der betrieblichen Altersvorsorge.

Vermindert werden kann der steuerpflichtige Anteil durch Vorsorgeaufwendungen wie Kranken- und Pflegeversicherung. Dadurch dürfte es einigen Rentnern auch möglich sein, unter den Grundfreibetrag zu kommen, um keine Steuern zahlen zu müssen.

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4 Kommentare

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Wieder so eine Betäubungspille für den dummen Rentner vor den Wahlen. Kann ich mich als Rentner noch freuen über fast 80 € mehr im Monat, so sieht es bei meiner Nachbarin so wie bei Millionen Armutsrentnern aber Trostlos aus. Die bekommen wieder mal 0,0 nichts da alles vom Amt gegengerechnet und abgezogen wird. Ich bleibe dabei Deutschland ist nur gut für Reiche, ausländische Familienbanden, kriminelle Banken, Konzerne und Spekulanten und korrupte sich selbst bedienende Politiker. Wer den Bericht über die EU im Fernsehen gesehen hat muss mir Recht geben, fast 50 Prozent der Ausschussmitglieder im Agrarausschuss sind selbst Bauern. Da wundert man sich nicht wenn Milliarden jedes Jahr für die Agrarkonzerne an Subventionen gezahlt werden. Sie bedienen sich schamlos und reichlich.
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und es wird immer mehr, ohne wenn und aber, die sollten lieber von den ca 750 sitzen die Hälfte ab sägen, und den Betrag umrechnen ! ist nicht viel aber es wären ein paar schwätzer wenoger die für nichts Tun Geld bekommen.
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Die Rentenerhöhung muß nicht unbedingt zur Steuerpflicht führen, wenn Sie alle Möglichkeiten zur Einnahmenminderung genutzt haben, dann ist es immer noch besser eine Spende an eine Organisation zu machen, als Steuern zu bezahlen.
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Der Staat kassiert schon jahrelang Rentner ab! Nicht erst neu
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