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Sizilien – ein Reisetraum – Castelbuono /Cefalu

Sizilien – ein Reisetraum – Castelbuono /Cefalu

onlineweg.de Touristik GmbH
03.02.2014, 12:59 Uhr

Für die restliche Woche unserer Sizilien-Rundreise hatte ich das wunderbare „Relais Santa Anastasia“ gebucht. Dieses wunderschöne Hotel liegt auf halber Strecke zwischen Küste und der Stadt Castelbuono und thront ca.400 Meter über dem Meer inmitten von Weinbergen. Zweimal verließen wir unseren Horst für einen Besuch im lebhaften Städtchen Cefalu und waren eigentlich immer wieder froh darüber, uns in unser Refugium abseits der Touristen zurückziehen zu können. Ein weiterer Ausflug führte uns in das nahegelegene Städtchen Castelbuono am Fuße der sizilianischen Alpen „le Madonie“. Ein Bummel durch Castelbuono offenbarte wieder einmal mehr, dass sich das Leben im Süden Italiens hauptsächlich auf der Piazza abspielt. Bis in die späte Nacht trifft man nahezu alle Einwohner im Alter von wenigen Wochen bis zum Greis auf den belebten Straßen und Plätzen. Die Menschen hier machen einen zufriedenen Eindruck und die Gastfreundlichkeit die einem hier entgegengebracht wird ist Balsam für die Seelen von uns Mitteleuropäern.
An einem Samstagmorgen starteten wir zu einer Rundreise durch die Madonie (die sizilianischen Alpen). Wir fuhren über Castelbuono weiter die kurvenreichen Straßen bis zum Städtchen Petralia Sottana, wo wir gerade noch rechtzeitig zum Ende des Wochenmarktes ankamen. Wir kauften ein Kilo feinster getrockneter Tomaten direkt vom Bauern zu einem Preis, der jeden Feinkosthändler in Deutschland blass werden ließe. An einem anderen Stand kauften wir die Restbestände wunderbarer Pistazien. Plötzlich wurden wir in deutscher Sprache mit einem Italienisch-schwäbischen Akzent angesprochen. Schnell stellte sich heraus, dass dieser Mann viele Jahre in Ulm als Gastarbeiter gelebt hat und jetzt wieder in seiner Heimat lebt. Nach einem kleinen Schwätzchen und dem Tipp wie die getrockneten Tomaten am besten zubereitet werden, empfahl uns dieser freundliche Mann ein Ristorante, in dem wir zu Mittag essen könnten. Auch der Wirt empfing uns in deutscher Sprache, denn er war ein Freund des Passanten und so kamen wir in den Genuss eines guten Mittagessens, weit ab von allen Touristenpfaden.
Eigentlich wollten wir unsere Rundreise über die Orte Castelane Sicilia und Grotta del Vecchiuzzo fortsetzen, doch am Ortsaugang von Petralia Sottana war die weiterführende Straße einfach gesperrt. So mussten wir umkehren, denn auf vermeintliche Schleichwege der Einheimischen wollten wir uns nicht einlassen. Wir fuhren wieder zurück und folgten Hinweisschildern auf die Autostrada A19 in Richtung Palermo, bzw. Cefalu. Das war durchaus nicht so schlecht, da die Rundfahrt auf den ursprünglich geplanten Straßen sicher einige Stunden mehr Zeit in Anspruch genommen hätte. Für eine Tour rund um die Madonie braucht man einen sehr langen Tag, denn für die Städtchen in diesen zauberhaften Regionen sollte man sich wirklich Zeit nehmen. Zu beachten ist auch, dass man solche Touren mit dem Mietwagen nur als geübter Autofahrer machen sollte, denn als Anfänger kann man häufig in brenzlige Situationen geraten.
Am Abreisetag mussten wir die 250 Kilometer bis zum Flughafen Catania zurück zu legen und planen ca. 2 Stunden vor Abflug dort zu sein. Schon von Weitem, kurz hinter Enna fiel mir auf, dass über dem Hauptkrater des Ätna an diesem Vormittag eine große weißlich graue Wolke stand, die der Berg wohl in den Stunden davor ausgespuckt hatte. Als wir ankamen stießen wir auf ein Riesengedränge in der Abflughalle, welches an diesem Tag kein Geringerer als der Ätna zu vertreten hatte. Die Aschewolke, die wir schon fünfzig Kilometer vorher gesehen hatten war der Grund, dass der Airport für alle Flüge gesperrt werden musste. Deshalb kam auch unsere Maschine aus München erst zwei Stunden später. Doch gut erholt von dieser wunderschönen Reise und inspiriert von der Gelassenheit der Sizilianer überbrückten wir das Warten mit einigen Cappuccinos und ließen die vielen Eindrücke noch einmal Revue passieren. Wir waren sicher nicht das letzte Mal auf der größten Insel im Mittelmeer, denn wir haben lediglich einen Bruchteil von Sizilien gesehen. Wir bekamen großen Appetit auf mehr!

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