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Eine Reise ins Salento - südliches Apulien - Otranto

Eine Reise ins Salento - südliches Apulien - Otranto

onlineweg.de Touristik GmbH
03.02.2014, 14:53 Uhr

Von einem Kollegen hörte ich das erste Mal den Begriff „Masseria“ und damit einen wunderbaren Tipp für diese Reise. Es ist schon eine lange Fahrt über ca. 1.500 Kilometer „von Italiens nördlichster Stadt München“ in die südliche Provinz Apulien, doch mit einer Übernachtung auf halber Strecke kein Problem. Die Übernachtung auf der Hin- und Rückfahrt hatte ich im Voraus im neuen G Hotel am Rande der Ortschaft Osimo in der Nähe von Ancona gebucht. Das moderne Viersternehotel liegt sehr nahe an der Autostrada und bietet sich für solche Zwischenstopps gut an. Die Preise für Übernachtung mit Frühstück sind moderat und wenige Schritte vom Hoteleingang kann man in einem Seafood Restaurant ausgezeichnet essen.
Mit jedem Kilometer nach Süden stieg die Temperatur und im Salento zeigte das Thermometer 40 Grad an. Kein Wunder, dass in allen Städten und Dörfern zwischen 13:00 Uhr bis 17:00 keine Lebenszeichen erkennbar sind.
Die ersten Nächte verbrachten wir in der Masseria Bosco di Makyva in der Nähe des Ortes Melendugno, unweit der schönen Hafenstadt Otranto, welche man auch die Stadt der Märtyrer nennt. Im Jahre 1480 belagerte der türkische Sultan Mehmet II. im Salento als erste Stadt Otranto und nahm sie ein. Er stellte die Bewohner vor die Wahl entweder dem christlichen Glauben abzuschwören, oder bei Verweigerung die Enthauptung. Es kam zur Massenhinrichtung von 800 Menschen, deren Gebeine im Altarraum der Kathedrale hinter Glas ruhen. Während der Saison ist Otranto mit seinen nur ca. 5.500 Einwohnern ein lebhaftes Städtchen. Bei einem nächtlichen Bummel durch die Gassen der Altstadt könnte man meinen, dass die kleine Hafenstadt ein Vielfaches an Einwohnern hat. Eine große Festung dominiert die Altstadt und ein schöner Stadtstrand, viele Restaurants und kleine Geschäfte laden zum Verweilen ein.
Ein Badeausflug von unserer Massaria an nahe gelegene adriatische Felsküste bei Sant’andrea war ein einschneidend trauriges Erlebnis. Der zunächst schöne Badeplatz zwischen den Klippen lud zum Sprung ins glasklare Wasser ein. Plötzlich breitete sich der ekelhafte Geruch von Teer aus und wir kamen gerade noch rechtzeitig aus dem Wasser, bevor ein stinkender Ölteppich unsere Badefreuden zunichte gemacht hätte. Es ist einfach eine Riesensauerei, dass immer noch Schiffe ihren Altöldreck einfach ins Meer verklappen, was offenbar in der stark befahrenen Adria an der Tagesordnung ist. Die Küste des Ionischen Meeres auf der Westseite des Salento ist dagegen bislang von solchen Schweinerein verschont geblieben.
Von der Massaria di Makyva aus besuchten wir auch das wunderschöne barocke Lecce. Für die Provinzhauptstadt, als unumstrittenes Schmuckstück des Salento, mit seinen knapp 100.000 Einwohnern ist ein Tag viel zu kurz um all die wunderbaren Kirchen und Palazzi zu bewundern. Unweit des zentralen Platzes Sant’Oronzo, mit seinem antiken Theater und der großen Statue des gleichnamigen Heiligen, sollte man übrigens unbedingt das beste Eis von Lecce, in der Pasticceria Natale, verkosten. Nach fünf Übernachtungen in der Masseria Bosco di Makyva ging es dann zur nächsten Station, der Masseria Bosco in der Nähe der Ortschaft Avetrana an der westlichen Küste des Salento.
-Fortsetzung folgt-

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