Eine Reise ins Salento - südliches Apulien – Gallipoli
Eine Reise ins Salento - südliches Apulien – Gallipoli

Eine Reise ins Salento - südliches Apulien – Gallipoli

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Unsere dritte und letzte Station der Rundreise war die Masseria li Foggi nahe der wunderschönen Stadt Gallipoli. Schon 265 vor Christus wurde von griechischen Kolonisten die Stadt als Kallipolis (griechisch: kalos-poli = schöne-Stadt) gegründet. In gleicher Weise wie das gesamte Salento hat auch Gallipoli eine äußerst wechselvolle Geschichte. Das Land wurde abwechselnd von den Römern, den Vandalen, den normannischen und staufischen Herrschern, den Grafen von Anjou, dem Königreich Neapel und von Venedig regiert.
Die Altstadt von Gallipoli liegt malerisch auf einem Felsplateau dem Festland vorgelagert und ist vom Corso Roma aus über einen befahrbaren Damm mit dem Stadtteil auf dem Festland verbunden. Man kann das Auto kostenlos auf dem großen Parkplatz am Hafen mit den vielen Fischkuttern parken und von hier aus die Altstadt zu Fuß erkunden.
Wir haben Gallipoli das erste Mal an einem Sonntagabend erlebt und ich hatte den Eindruck dass sich die Einwohner ganz Italiens durch die engen Gassen der Altstadt zwängen. Ich frage mich heute noch woher diese Menschenmassen kamen. Der freundliche Kellner Luigi im guten Fischrestaurant „Marechiaro Quintana“ erklärt, es läge am letzten Ferienwochenende der italienischen Schulen. Vor der Treppe vom Parkplatz zur Altstadt hinauf empfehle ich einen kleinen Imbiss auf dem Fischmarkt. Hier verspeist man gleich an Ort und Stelle frische Austern, Muscheln, Gambas und jede Menge weiterer Meeresfrüchte. Zu meinem Erstaunen wurden selbst Muscheln und Gambas allesamt roh, nur mit etwas Zitronensaft verzehrt.
Unsere letzte „Masseria li Foggi“ liegt nur etwa einen Kilometer Luftlinie von den wunderbaren Sandstränden der ionischen Küste südlich von Gallipoli entfernt. Es war somit gar kein Problem mit den zur Verfügung stehenden Fahrrädern in wenigen Minuten an den Strand zu radeln. Von der letzten Station unserer Rundreise suchten wir noch das Städtchen Caserano auf, wo wir im traumhaft schönen Innenhof der tollen Osteria „Ostepazzo Ristorante“ hervoragend zu Abend gegessen haben. Lägen zwischen München und Caserano nicht 1.500 Kilometer wäre diese herrliche Osteria ab sofort mein absolutes Stammlokal.
Von Gallipoli aus starteten wir nach unserer wunderbaren zweiwöchigen Rundreise durch das Salento die Rückfahrt nach München an. Im Nachhinein steht fest, dass die Reise in diesen herrlichen Landstrich sicher nicht die Letzte war. Beim nächsten Mal aber aufgrund der großen Sommerhitze lieber im Mai oder ab Mitte September.