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Frankfurt - Die Kleiststadt an der Oder

Frankfurt - Die Kleiststadt an der Oder

05.04.2014, 11:08 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Europäische Doppelstadt Frankfurt und Slubice ist in jeder Hinsicht eine Reise wert. Sie liegt an einem der größten europäischen Flüsse - der Oder. Weitestgehend naturbelassen, prägt der breite Fluss beide Städte.

Kulturell hat die ehemals mächtige Universitäts-, Handels- und Hansestadt Frankfurt (Oder) viel Sehens- und Erlebenswertes zu bieten: Hier ist der Dichter Heinrich von Kleist als großer Sohn der Stadt geboren. Das Kleist-Museum widmet sich seinem Leben und Werk, verfügt über die weltweit umfangreichste Dokumentation zu Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld.

Vom mittelalterlichen Stadtzentrum hat der 2. Weltkrieg wenig verschont. Eine der größten Hallenkirchen der norddeutschen Backsteingotik in Deutschland (1353-1524) ist die Kirche St. Marien mit Brandenburgs größtem Glockengeläut. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und heutiges soziokulturelles Zentrum, dient vielfältigen Begegnungen mit Künstlern, ist prächtige Kulisse für das jährlich stattfindende Hansefest und dem nostalgisch-märchenhaften Weihnachtsmarkt.

Den größten Schatz stellen die drei faszinierenden Chorfenster mit ihrer mittelalterlichen Glasmalerei dar, die zwischen 1360 und 1370 entstanden. Die im Stil der Gotik gefertigten Fenster bestehen aus insgesamt 117 Bildern, die jeweils 83 mal 43 Zentimeter groß sind und von Bürgern der Stadt finanziert wurden. In einer Art Bilderbibel stellen die Fenster die Schöpfungsgeschichte der Welt, das Leben von Adam und Eva, den Bau der Arche Noah, das Leben Christi und die Antichristlegende dar. 1943 – während des Zweiten Weltkrieges – wurden die Bleiglasfenster der Kirche zum Schutz vor Zerstörung im Neuen Palais in Potsdam-Sanssouci eingelagert. Nach Kriegsende wurden sie zur Zwischenlagerung in das Kriegsbeutelager der Roten Armee in Berlin gebracht, wo sie sich bis August 1946 befanden und dann nach Leningrad verbracht und dort eingelagert wurden. Mit der Rückführung von 111 mittelalterlichen Fenstern aus Russland im Jahre 2002 sind wesentliche Teile des Hallenumgangschores zurückgewonnen worden. Fotos: Klaus Tolkmitt

Oberkirchplatz, 15230 Frankfurt (Oder) auf der Karte anzeigen:
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