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Ein Urlaubstag

Ein Urlaubstag

24.04.2014, 14:39 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Schreibwerkstatt hat uns dieses Thema vorgegeben. Darum nehme ich unser Reisetagebuch und suche einen Tag, der es wert ist, über ihn zu schreiben. Ich finde den

5. August 2007.

Einen Sommertag in Kiew . Bilder ohne Straßensperren und Menschen in Feiertagskleidung frischen meine Erinnerungen auf. Zur Zeit sehen wir jeden Tag in der Tagesschau Bilder aus der ukrainischen Hauptstadt, die eine andere Aussage vermitteln.

Wir sind mit 14 Wohnmobilen und 2 Wohnwagen - Gespannen unterwegs. Unsere Gruppe besteht aus
einem belgischen, 3 englischen und 10 Paaren aus allen Teilen Deutschlands und 2 deutschen Einzel-Reisenden. Nach 12 Tagen Fahrt haben wir uns schon etwas kennen gelernt und jeden Tag Neues und Überraschendes erlebt.
Gestern, am Samstag erreichten wir einen Campingplatz, der sich in einem Waldgebiet am Rande der Großstadt befindet. Begrüßt wurden wir mit Brot, Salz und Wodka. Anschließend gab es ein feines Abendessen mit Folklore.

Um 9.30 Uhr holt uns ein Bus zur Stadtbesichtigung ab. Kurz vor Abfahrt stellt sich heraus, dass Gordy, unser kleiner Pudel, besser nicht mit fährt. Unser russischer Begleiter, der bei den Auto`s bleibt, behält ihn gerne. Gordy steht auf den Hinterbeinen und kann es nicht begreifen. "Tschau, mein Kleiner - bis heute Abend. "

Kiew hat ca. 3 Millionen Einwohner und 120 Kirchen und heißt auch - die Stadt der goldenen Kuppeln.
Wir besuchen die Vladimir Kathedrale, St. Sophien, das Michaels Kloster und die Andreas Kirche. Alle von innen und außen wie aus einem M ä r c h e n b u c h. Voll von Gläubigen, die andächtig singen und beten. Wir können nur staunen über die Pracht -- Gold, Messing, Bilder und viele, viele Kunstwerke.
Am Steilufer des Djepr breitet sich das orthodoxe Höhlenkloster auf 28 Hecktar aus, eines der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Kiew`s. Es zählt seit 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das Kloster wird von 120, z. Teil noch jungen Mönchen bewohnt. Sie wohnen in engen Höhlenräumen, fast ohne jeden Komfort.

Überall wird heute geheiratet. Wir sehen bestimmt 10 Brautpaare. Die Frauen elegant in langen, weissen Roben. Oft steht im Vordergrund eine lange weisse Stretchlimousine.
Deprimierend -- unser Stadtführer bemerkte dazu: "die Scheidungsrate liegt bei 60%".

Es gibt viele große Prachtbauten und schöne grüne Parks in denen wir uns ausruhen können.
Jede grosse Stadt hat auch eine dunkle Seite. Vor den Touristenattraktionen betteln arme, alte Menschen um Almosen. Vom Bus aus sehen wir riesige Plattenbauten. Wohnraum ist knapp und so wohnen die Menschen meist auf engem Raum zusammen.
Hoffnung auf eine bessere Zukunft kann es nur im Frieden geben. Von Terror und Krieg haben wir 2007 noch nichts bemerkt.

Nach dieser anstrengenden Stadtbesichtigung bringen wir doch noch die Energie auf, im Innenkreis unserer Wagenburg am Abend einen 70. Geburtstag zu feiern, und gemeinsam zu singen: "Überall auf der Welt scheint die Sooonne". ......... Prost!
Und morgen schauen wir uns die Silhouette der Stadt und die 108 Meter hohe Figur der "Mutter Ukraina" bei einer Bootsfahrt auf dem Djepr an. Das nächste Ziel ist Jalta.

2 Kommentare

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Liebe Marga,
danke für den schönen Tag in der Ukraine!
Wollen wir hoffen, dass es dort bald wieder so friedlich sein wird, wie Du es in Deinem gut geschilderten Bericht beschreibst.
  • 01.05.2014, 23:44 Uhr
Danke Inga, es freut mich, dass es dir gefällt.
  • 06.05.2014, 19:03 Uhr
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