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Wanderung durch die Bletterbachschlucht in Südtirol
Wanderung durch die Bletterbachschlucht in Südtirol

Wanderung durch die Bletterbachschlucht in Südtirol

Beitrag von wize.life-Nutzer

Kaum jemand, der über die Brennerautobahn in den Süden Richtung Gardasee fährt, ahnt, dass er auf Höhe Radein/Auer an einem inmitten der Berge gelegenen wahren landschaftlichen Kleinod vorbeifährt. Im Gebiet des Schwarzhorns und des Weißhorns liegt in Aldein und Radein mit der "Bletterbachschlucht" ein einmaliges Naturerlebnis mit einem äußerst beeindruckenden Canyon, einem Waldlehrpfad und einem Besucherzentrum.
Was der Grand Canyon in Nordamerika ist, das ist die Bletterbachschlucht in den Alpen. Man findet in ihr geologische Schätze und vielfältige Landschaftsformen. Aus ungewöhntem Blickwinkel erlebt man die Entwicklung, die Entstehungsgeschichte der Erde.
Die Bletterbachschlucht in Südtirol bietet Einblick in das Innere der Berge und in die Welt der Steine. Seit der Eiszeit hat sich der Bletterbach auf einer Länge von etwa 8 km bis zu 400 m tief in unterschiedliche Erdzeitalter eingegraben und Schicht für Schicht freigelegt. Jetzt kann man in diesen Schichten wie in einem Buch blättern. So gibt der Aufbau des Gesteins Hinweise auf die Entstehung, das Klima und die Umweltbedingungen vor etwa 250 Millionen Jahren. Man fand Saurierspuren und gut erhaltene Abdrücke von Pflanzenteilen. Zahlreiche Fraß- und Wühlspuren informieren über die Pflanzenwelt und das Leben der damaligen Zeit. Im Besucherzentrum können Fossilien in den Meeresablagerungen wie z.B. Muscheln, Schnecken usw. bestaunt werden, die den Besucher über die damalige Flora und Fauna in den wärmeren tropischen Meeren informieren.
Auf der Rundwanderung findet man im Canyon Steine in allen Farben und Größen, ein Eldorade für Geologen.
Die Wanderung durch die Bletterbachschlucht beginnt am Besucherzentrum des Geoparc Aldein-Radein. Zu Fuß steigt man über einen bequemen Weg hinunter in die Schlucht, in das "Taubenleck". Am Grund des Canyons wandert man immer bachaufwärts bis zum Butterloch-Wasserfall und rechts des Wasserfalls über Leitern aufwärts bis zur Aussichtsplattform. Weiter geht es noch hoch bis zur "Görz" und bis in den großen Felsenkessel am Weisshorn. Unterwegs findet man interessante buntfarbene durch das Wasser des Bletterbachs gerundete Steine. Hier endet das Tal und man wendet sich wieder zurück und folgt dem ausgeschilderten Weg bis zur Lahner Alm.
Während dieser Rundwanderung wird man mittels Hinweisschildern umfassend über die verschiedenen Gesteinsschichten und geologischen Eigenheiten informiert. An der Lahner Alm kann man einkehren oder man steigt zusätzlich in einen Waldlehrpfad ein, in dem auf Tafeln der Besucher über den Wald und die Natur informiert wird. Über den Waldlehrpfad geht es dann wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Besucherzentrum. In ihm sind sehenswerte Gesteinsfunde, Fossilien und "natürliche" Spuren früherer Zeit zu bestaunen.
Dieser sehr interessante und informative Ausflug in die Bletterbachschlucht, den "Grand Canyon der Alpen", der ca. 2 - 3 Stunden dauert, lohnt sich auf jeden Fall und ist sehr empfehlenswert

Oberpirach 1, 83119 Obing auf der Karte anzeigen:
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10 Kommentare

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Ich war vor 3 Jahren da, einfach schön,
kann ich jedem empfehlen
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gute beschreibung! Man bekommt Lust auf die Tour!
Wenn man auf dem Weg in den Süden ist und an der Autobahnausfahrt Radei/Auer ist, sollte man sich diese Schlucht wirklich ansehen. Verbunden mit einer Rast, z.B. um dort in der Gegend auch noch gut essen zu gehen wäre diese Reiseunterbrechung ein positiver Erfolg!
mal sehen, wer mich mal mitnimmt ...... grins
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wir waren so oft in südtirol und zu 1000 % sind wir immer vorbei
gefahren .......
die bletterbachschlucht hat mich schon immer interessiert
jetzt komme ich gar nicht mehr hin .....
Wenn man Ziele hat, müssen diese doch nicht schon morgen erreicht werden! Ich habe als Bergwanderer schon oft gesagt: Ich kehre um, der Berg steht morgen auch noch! Darum, nicht aufgeben, weiter daran arbeiten, es sei denn, es gibt wirklich gravierende Probleme, die das Erreichen des Zieles verhindern.
Herzlichen Gruß
Hasko
stimmt ........
es gibt welche gravierende probleme
mein mann ist vor 6 wochen verstorben
Das tut mir sehr leid für Dich! Der Tod des Partners ist so einschneidend und kann ein Leben so nachhaltig verändern, weil vieles nicht mehr so ist wie man es gewohnt ist und lieb gewonnen hat. Aber, das Leben geht weiter und sich zwangsläufig einstellende Veränderungen können auch positiv werden. Dein Mann wird Dich auch in Deiner weiteren Zukunft begleiten!
Hasko
dann wird es ja zeit , das die zukunft mir einen urlaub in südtirol gönnt.........
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Super!toller informativer Beitrag!
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