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Braunkohletagebau-Grube

Ein Besuch im rheinischen Braunkohlenrevier

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 12.05.2015 - 16:39 Uhr

In aller Munde ist das Thema Energiewende. Dazu zählt auch die Abkehr von fossilen Brennstoffen, zu denen auch die Braunkohle gehört. Ein sehr heißes Thema, weiß man doch, dass an der Abkehr von der Förderung von Braunkohle sehr viele Arbeitsplätze hängen.
Fährt man aus dem Urlaubsland Bayern in den Westen, sollte man auf jeden Fall neben der vielen landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten auch im linksrheinische Braunkohlenrevier den Tagebau "Hambach", gelegen zwischen Jülich und Elsdorf besuchen. Dort wird seit über 30 Jahren Braunkohle abgebaut. Die dadurch entstandene unvorstellbar große "Grube" mißt inzwischen eine Tiefe von ca. 370 Metern. Braunkohle selbst findet man bis in einer Tiefe von 450 Metern. Dieses Verfahren der Gewinnung der Braunkohle erfolgt in Tagebauweise, was zu einer gravierenden Landschaftveränderung geführt hat und noch führt und sichert deren Abbau bis ca. 2030. Der Abbau erfolgt mit großen Schaufelradbaggern, die sowohl den Abraum beseitigen, die Kohle fördern und danach das entstandene "Loch" wieder zufüllen. Die gewonnene Braunkohle selbst wird mit mittels einem eigenen Bahnnetz zu den Werken gebracht, die die Braunkohle verarbeiten. Eines dieser Kraftwerk steht am Ortsrand von Eschweiler/Weisweiler, direkt an der BAB Köln - Aachen gelegen und schon von weitem sichtbar durch die riesigen Kühltürme. Durch den Abbau der Braunkohle entstanden in einem ehemals flachen Gelände, das vor Jahrzehnten nur landwirtschaftlich genutzt wurde, auch Halden oder Kippen, wie z.B. die "Sophienhöhe", die bepflanzt wurden und heute nicht nur forstwirtschaftlich sondern auch für die Freizeit der Bevölkerung, also für Erholungssuchende genutzt werden. In einem dieser "Löcher" entstand der Blausteinsee bei Eschweiler-Dürwiß, offiziell "Freizeit- und Erholungsschwerpunkt Blausteinsee" genannt. Er ist ein ca. 46 m tiefer künstlicher See, der für unterschiedlichste Freizeitmöglichkeiten genutzt wird. So finden sich neben normalen Badegästen auch Windsurfer, Segler, Angler und Taucher ein, um dort sinnvoll ihre Freizeit zu verbringen. Auch wurden Wander- und Reitwege sowie eine Skaterstrecke angelegt. Dazu kommt ein attraktives Freizeit- und Erholungsprogramm, in dem natürlich die Gastronomie nicht fehlt.
Ein vergleichbares Projekt wie die Rekultivierung der nicht mehr genutzten Braunkohletagebaugruben entsteht in der Nachbarschaft im "Tagebau Inden". Auch hier wird nach Beendigung der Kohleförderung ein Naherholungsgebiet mit einem See entstehen. Schon heute steht in der Gemeinde Inden im Kreis Düren auf der Abraumhalde "Goltsteinkuppe" ein Aussichtstum, der "Indemann". Er ist eine 36 m hohe Stahlkonstruktion, die sowohl über 216 Stufen als auch mittels Aufzug bestiegen werden kann und der einen phantastischen Rundumblick bietet. Bei schönem Wetter kann man in der Ferne die Türme des Kölner Doms sehen. Um den "Indemann", der nachts illuminiert wird, wurden eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten mit Gastronomie errichtet. So stehen der Bevölkerung ein großer Kinderspielplatz und eine Fußballgolfanlage zur Verfügung. Der seit Jahrzehnten anhaltende Abbau der Braunkohle hat zu einer substantiellen Veränderung des ehemals flachen und nur durch Landwirtschaft genutzten Geländes im großen Stil geführt. Besucht man die Aussichtspunkte am Rande des Abbaugebietes, kann man sich über den Beginn, die Entwicklung und den Stand des Braunkohlebergbaues nicht nur visuell, sondern auch anhand von Stationstafeln informieren. Auch die Historie kommt nicht zu kurz, indem auf die ehemaligen Orte und Weiler verwiesen wird, die dem Abbau weichen mußten. Ersatzweise wurden für die Bewohner dieser ehemaligen alten Orte neue Dörfer errichtet, in denen für sie neue Häuser gebaut wurden und wo sie sich ihre neue Heimat schaffen konnten. Heute erinnern Gedenktafeln und -steine in der rekultivierten Landschaft an diese früheren Dörfer und Weiler.

3 Kommentare

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Dein Beitrag macht neugierig. ich besuche die "Tatorte" bei nächster Gelegenheit.
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Da habe ich gelebt und so manchen Ort verschwinden sehen, u. a. Alt-Oberaußem.
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