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Jakobsweg in Nordspanien

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 26.05.2015 - 10:01 Uhr

Zu meinen Aufnahmen "Camino" - dem Weg ( ab Pamplona-Estella-Burgos-Leon-Astorga) mit dem Ziel Santiago de Compostela bzw. Kap Fisterra ("das Ende der Welt") einige Gedanken:
Ein Mann, ein Grab, Millionen Pilger .... Apostel Jakobus wurde 44 n.Chr. in Judäa hingerichtet, ein "Engelsschiff" brachte, laut Legende, seine sterblichen Überreste nach Galicien, wo sie beigesetzt wurden. Ab Anfang des 9.Jh. Beginn der Pilgerzüge nach Santiago.
Gepilgert wurde im Mittelalter, um eine Schuld abzutragen, Ablass von den Sünden zu erlangen oder aus Hoffnung nach Heilung. Die Wallfahrt war aber auch die einzige Möglichkeit aus der streng strukturierten Welt auszubrechen.
Heutzutage "pilgern" frau/mann ebenfalls aus religiöser, sonstiger geistlicher, kultureller oder sportlicher Motivation - nicht immer zu Fuß, sondern man entdeckt den Camino auch mit geführten Wander- und Kulturreisen, per Fahrrad oder per motorisierten Touren in Eigenregie.
Der Camino ist aber keine Rennstrecke, im Gegenteil: Das geruhsame Pilgern jenseits von Zeit und Ziel ist auch ein Weg der Selbstfindung oder zur Erreichung der inneren Ruhe. Es wird nicht umsonst von der "längsten Psychiatercouch der Welt" (640 km) gesprochen.
Ein besonderes Erlebnis wurde für mich die "Begegnung" - Menschen, die alle ihre individuellen Motive zur Pilgerschaft hatten und ich ahnte, trotz der Unterschiede, dass uns vieles verband.
Weitere eindrucksvolle Momente fand ich in der Vielfalt der Kulturgeschichte, der Architektur, der Traditionspflege, der traumhaft schönen Landschaft und Flora und natürlich in den kulinarischen Genüssen der Regionen Nordspaniens.
Die "Glückswooge" - das Gefühl "An die Freude" und des "Ankommens" war am Praza do Obradoiro in Santiago de Compostela gegenwärtig ...... mögen die Strapazen noch so groß gewesen sein, die Eindrücke am Jakobsweg entschädigten für manches.
Vielleicht bin auch ich " dann mal (wieder) weg......"! Hanna

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7 Kommentare

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...ist auch noch einer meiner Lebens"träume", auf dem Weg zu laufen, Hanna, zumindest in Etappen...
Und dass die anliegende Gastronomie profitiert, Loey, finde ich ok, so sie denn Ehrliches bietet für das Geld....
Ich wünsche dir die Zeit und die Motivation zum ersten Schritt ... n Gruß, Hanna
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Da hat der Harpe Kerkeling ganz schön was angerichtet mit seinem Buch.
H. Kerkeling's Buch habe ich erst jetzt- danach- gelesen..... diesen Pilgerweg wollte ich schon seit meiner Jugend gehen.... nun habe ich mir diesen Traum zum Teil erfüllt!
Ist ja nichts Schlimmes, aber da ist ja ein richtiger Hype entstanden.

Ein Freund von mir lebt in der Gegend, der sagt soviel Geld haben die Gastronomen in der Gegend noch nie verdient.
.... diesbezüglich hat er recht ..., lieben Gruß, Hanna
Ich kann ja erkennen Du hast es genossen das ist doch das Wichtigste überhaupt.
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