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Changi Airport Singapore

Changi Airport - Singapurs stets preisgekröntes Tor zur Welt - Teil 2

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 21.06.2015 - 12:59 Uhr

Wer nach Singapur reist, wird mit allergrößter Wahrscheinlichkeit via Changi Airport einschweben, der hat es in sich !!! Bis vor wenigen Jahren gab es auf der Insel noch eine zu Malaysia gehörende Bahnlinie, über die Brücke im Norden hinweg, der zum Nachbarland gehörende Bahnhof ist nun stillgelegt, Dornröschenschlaf, man spricht von einer neuen Super Expressverbindung, dann wieder nicht… die alte Bahnstrecke soll zum Park werden, wie in Paris und NY auch…. Nachbarunstimmigkeiten eben. Per Schiff vom neuen, sehenswerten, „schiefen“ Kreuzfahrerterminal aus kann man ebenfalls die Stadt erreichen oder auch mit den kleinen Expressboten von den nahen indonesischen Inseln Batam und Bintan aus.

Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt Changi, der nicht nur Jahr für Jahr zum Sieger auf dem weltweiten Airport Ranking Treppchen erscheint, sondern tatsächlich eine ganz besondere Stadt in der Stadt darstellt. Über die Anfänge der Fliegerei in Singapur zu lesen, ist spannend, der erste Flughafen liegt heutzutage quasi mitten in der Stadt, dort steht mitlerweile das nagelneue, prächtige, futuristische Nationalstadion. Klug überlegt, baute man den neue Flughafen, Eröffnung 1981, auf trockengelegtem Sumpfland ins äußerste Eck der Insel, südöstlich gelegen, mit dem unschätzbarem Vorteil, der hochfrequentierte Airport verursacht keinerlei Lärm für die Bewohner. Allein schon der Anflug ist herrlich. Bei gutem Wetter sieht man die einsamen Adamanen Inseln, erreicht bei Phuket die thailändische Küste und fliegt den malaiischen Küstenstreifen entlang, bis das Südende von Singapur erreicht ist. Mit viel Glück muß der Kapitän noch eine oder auch zwei (herrlich) Ehrenrunden drehen, sodaß man fabelhafte Sicht im Tiefflug auf die nordindonesische und auch die malaiische Inselwelt hat. Das südmalaiische Festlands- Delta zeigt sich großartig. Am Ende schwebt man, fast beängstigend niedrig, über unzählige Frachter, die stets vor Singapur auf Reede liegen, befürchtet, sie mit den Rädern des Fliegers zu streifen, jedes Detail ist erkennbar…

Drei Terminals weist der Flughafen mittlerweile auf, die landeseigene Airline ist auf Nr. 3 abonniert, dem technisch ausgefeilten, perfekt den klimatischen Bedingungen angepaßten Neubau, halber Botanischer Garten schon hier. Nirgendwo sonst wird man an der Immigration derart freundlich empfangen, selbst Bonbons (!) liegen bereit, für die Einheimischen heißt es gar: "Herzlich Willkommen Zuhause" ! Wer viel Zeit hat bis zum Weiterflug, sollte ich am besten gleich das große „Inhaltsverzeichnis“ besorgen, je eines für den Transit- wie auch den öffentlichen Bereich. Ist tagsüber besonders lohnenswert. Daß Flughäfen heute auch gigantischen Kaufhäusern gleichen, ist längst fast überall zum Standard geworden. Hier geht man noch unendlich viele Schritte weiter. Am interessantesten sind die verschiedenen Gärten in den div. Terminals, die man per Monorail sämtlichst spielend erreicht. Ob nun Blumengarten, jener mit Kakteen oder gar der herrlich bestückte Schmetterlingsgarten, fünf sind es insgesamt, im Freien, mit passenden Lokalitäten dazu, alle sehr sehenswert. Natürlich ist schon am Airport zu bemerken, man ist auf bestem Weg zum Schlaraffenland, Schlemmerparadies, das Angebot ist vielfältig ohne Ende. Überall stehen bequeme Schlafsessel bereit, der Flugtrieb kennt keine Schlafzeiten. Zum Relaxen wartet ein feiner Pool auf Gäste, die leider von seiner Existenz kaum Ahnung haben. Fischmassage gibt´s selbstredend auch. Große Fernsehwände sorgen für Abwechslung, kostenlos zu benutzende PC´s sind Selbstverständlichkeit und und und.

Im Bau ist längst Terminal 4, der alles in den Schatten stellen wird, tropische Gewächse ohne Ende, Wasserfälle, sie werden, wie immer, ihren Zeitplan einhalten… Ein Link dazu steht auf meiner Gruppe „Reisen“. Singapurians, samt der vielen Expats aus aller Welt, sind in der Regel relativ wohlhabend. Ihnen steht ein dichtes Netz von Flugverbindungen zu attraktiven, nahegelegenen Zielen zur Verfügung, lowcost Airlines sind quasi als Shuttle unterwegs, Australien, Thailand, Vietnam, Malaysia usw. sind für viele Einheimische sozusagen Wochenendziele…

Der öffentliche Bereich wird von den Singapurians, die keine Reiseabsicht hegen, selbst gern als Ausflugsziel der anderen Art aufgesucht, große Supermärkte im UG, Lokale ohne Ende mit normalen Preisen usw. locken genauso wie wechselnde Ausstellungen, Kunstinstallationen, Spiel- und Lernecken, riesigen, themenbezogenen Blumenarrangements, die sich den unzähligen Feier- und Festtagen stets aufs Neue anpassen. Fischreiche Schaugewässer. Asiaten lieben attraktive Hintergründe für ihre Fotos, dem wird kräftig Rechnung getragen. Es existiert auch eine spektakuläre Rutschbahn für rasante Fahrt nach unten usw. usw.

Endlich fahrbereit Richtung Innenstadt, beginnt die Qual der Wahl. Ach ja, wer mindestens 5 Stunden Wartezeit totschlagen muß, no problem, es werden kostenlose Besichtigungsfahrten in die Stadt angeboten, die, zum seltenen Glück, nur 20 Fahrtminuten entfernt ist. Was wenige wissen, ein Sammel-Shuttle bringt einen bei Bedarf zu seinem Hotel, auch nutzbar, wenn man nur in die Nähe eines solchen möchte. Öffentliche Busse im UG fahren nach allen Richtungen, die feine Metro ist auch von dort aus zu erreichen. Am besten mit der EZ-Link Card, davon aber andermal.

Die schönste, mir bekannte Zufahrt vom Flughafen in die City beginnt jetzt: Taxen werden ausschließlich von einheimischen Fahrern gelenkt, die keine „über den Tisch ziehen“ Absichten hegen, der Fahrpreis auf dem Taxameter richtet sich nach der Tageszeit, ein Schwätzchen mit den Lenkern gehört ebenfalls zur liebgewonnenen Tradition, sie wissen stets das Neueste, Englisch ist die Umgangssprache im Stadtstaat. Kilometerlang fährt man unter tropischen Gründächern entlang, uralte „Umbrella Trees“ überwuchern die Schnellstraße, gesäumt von Blütenbüschen mit eigener Bewandtnis. Immer wieder blitzt linksseitig die Küste hervor, der 20 km lange „East Coast Park“ dazwischen macht Singapur quasi zum Kurort. An der dichter werdenden Bebauung rechter Hand läßt sich bald erkennen, hier müssen stetig mehr Menschen untergebracht werden, aber auch das wieder ein separates Thema. Wenn endlich das berühmte Riesenrad und das noch berühmtere, futuristische „Marina Bay Sands Hotel“, mit seinem „ Surfbrett on top“ am Horizont auftauchen, ist man endlich wieder einmal angekommen…

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17 Kommentare

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Wenn du weiter so schön schreibst, laufe ich Gefahr auszuwandern.
Die Gefahr besteht bestimmt nicht bei Dir. Du hast rundum alles, was das Herz begehrt. Und ich muß mich jetzt rumschlagen mit Sorgen bezüglich des Terrors, die Schurken sind sicherlich Emirates Airlines und Singapore nicht besonders wohl gesonnen.
Dann bekommen die Koreaner "Mers" nicht in den Griff und die alles überschattende Sorge um den Euro spielt auch bei derartigen Reiseplänen eine gewichtige Rolle. Ein Zurück gibt es nun nicht mehr. Dazu kommt gerade die Meldung, man erwarten dort einen kochendheißen Sommer mit gesundheitsgefährdenden Nebenerscheinungen. Na bravo
Nimm es doch leicht. Wer weiss schon, wo es noch Sicherheit gibt. Nur mehr Kontrollen wird es an Flughäfen und öffentl. Gebäuden wieder geben. Ist es nicht eine Sicherheit, einen kleinen Teil des Reisegeldes in Dollars mitzunehmen? Oder gar in Fränkli? Damit du wieder nach Hause kommen kannst.
Aber ich denke, du weisst schon, wie du vorgehen kannst.
Gute Nacht, liebe Rixa.
Danke, Renate, es geht nicht ums Heimfliegen, das Ticket hat man ja. Falls der Euro noch weiter in den Keller rutscht, als er es eh schon getan hat, wird jeder einzelne Tag dort noch teurer. Egal, in welche Währung ich meine Euronen umtausche...
Ach so, ja. Das ging nicht in meine Neuronen.
Wir haben das Problem umgekehrt, der Franken wird immer teurer, Touristen mögen das natürlich nicht und die Wirtschaft leidet auch darunter.
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schön beschrieben! Weiter so!
danke Dir, liebe Barbara, suche noch nach einem geeigneten Privatsekretär...
denk da nicht an mich, ich bin da eher unbegabt
hatte mir eigentlich einen schönen, jungen, gelockten Adonis vorgestellt, sorry
LOL das kann ich mir gut vorstellen Da bin ich raus
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Einfach klasse, dein Bericht, Rixa! Du solltest Reiseführer schreiben, so kurzweilig liest sich dieser Bericht. Oder machst du das etwa schon?
Danke und liebe Grüße!
danke, Uli
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News Team
Danke für den tollen Beitrag. Ist wirklich eine Stadt von einem Flughafen.
danke für den Dank , kennt Ihr ihn oder sagt Ihr das nur von der Lektüre her?
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Habe Deinen Reisebericht mit Genuss gelesen und kann mir den Flughafen auch gut bildlich vorstellen. Sehr informativ.
danke Roland , Du siehst ja, die Gegend liegt mir am Herzen, die Vorfreude fürs nächste Mal auch
und Du wirst immer wieder was Neues und Interessantes kennen lernen
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