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Bei dem schweren Busunfall auf Madeira starben am Mittwochabend 29 Touristen ...

Busunfall auf Madeira: Rentner verpasst Unglücks-Bus - "Das Schicksal hat es so gut mit uns gemeint"

Von News Team - Freitag, 19.04.2019 - 16:02 Uhr

Wenn Wolf-Dieter Pätzold und seine Frau nur ein paar Minuten früher am verabredeten Treffpunkt gewesen wären - die beiden Rentner aus Berlin hätten vermutlich in dem Bus gesessen, der am Mittwochabend auf Madeira verunglückt ist.

29 deutsche Touristen starben, als das Fahrzeug eine Böschung hinabstürzte und sich mehrmals überschlug - nur wenige Meter von dem Hotel entfernt, von dem der Bus losgefahren war.

Doch Wolf-Dieter Pätzold und seine Frau saßen nicht in dem Bus, der die deutschen Urlauber gegen 18.30 Uhr zu einer Folklore-Veranstaltung in die nahegelegene Inselhauptstadt Funchal bringen sollte.


"Als wir am Treffpunkt vor dem Hotel in den Bus steigen wollten, kam die Reiseleiterin raus und sagte ‚Es ist alles besetzt. Fahren Sie mit dem nächsten Bus'", sagte Wolf-Dieter Pätzold der "Bild".

Das hat dem 79-Jährigen und seiner Frau das Leben gerettet. Sie saßen bereits abfahrtbereit vor dem Hotel in dem nächsten Bus, der für die Fahrt zur Abendveranstaltung vom Reiseveranstalter gechartert worden war, als sie plötzlich einen lauten Knall hörten.

Im Video:

29 Tote bei Bustragödie auf Madeira - Ursache noch unklar

"Wir wussten: Es ist etwas Schreckliches passiert", sagte Pätzold der Zeitung. Er lief die wenigen Meter zum Unfallort und sah den Bus im Hang liegen. „Die Menschen waren durch die Fenster geflogen."

Das Schicksal hat es so gut mit uns gemeint

Am Tag nach dem Unglück kann es der Rentner aus Berlin-Schöneberg kaum fassen: „Da macht man mittags noch einen Ausflug zusammen, abends sind viele davon tot. Beim Frühstück am nächsten Morgen war dann der halbe Saal leer", zitiert ihn die "Bild".

Während des Osterurlaubs aus dem Leben gerissen

Der 79-Jährige weiß: Er und seine Frau hatten offenbar einen Schutzengel dabei, während ihrer zweiwöchigen Rundreise über die portugiesische Blumeninsel.

Dafür ist er dankbar: „So hat jeder sein Schicksal. Und das hat es so gut mit uns gemeint“, sagte er der Zeitung. Und auch dies: Dass er am heutigen Karfreitag bei einem Gottesdienst für die 29 Menschen beten will, die am Mittwochabend während ihres Osterurlaubs auf so tragische Weise aus dem Leben gerissen wurden.

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