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Mein Wort zum Sonntag: Warum ich die olympischen Spiele ablehne

Mein Wort zum Sonntag: Warum ich die olympischen Spiele ablehne

News Team
09.02.2014, 11:59 Uhr
Beitrag von News Team

Die olympischen Spiele der Antike (hauptsächlich der Griechen) waren keine "Sportveranstaltung" in unserem heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des göttlichen Helden Pelops. Und was ist heute daraus geworden?

Neben den Wettkämpfen gab es auch musische Wettbewerbe. Bekannt ist, dass der bei den Griechen beliebte römische Kaiser Nero (er hatte den Griechen die Freiheit gegeben) auch mal einen Lorbeerkranz erwarb, also erster wurde. Nicht der Sport als solcher stand im Mittelpunkt, sondern die religiöse Komponente.

Und vor allem: Zur Zeit der Spiele gab es keinen Krieg.

Olympische Spiele als Völkerverständigung

Das ist heute natürlich anderes. Die olympischen Sommer- und Winterspiele wurden zwar zum Zwecke der Völkerverständigung gegründet, doch Kriege haben sie nicht verhindert, Terrorakte auch nicht. Warum ich dann dagegen bin? Ich will nicht von der allgemein bekannten Korruption sprechen, die wohl erwiesen ist und eine gerechte Zuteilung von Veranstaltungsorten verhindert. Es geht auch ohne - und umgekehrt gibt es jede Menge Korruption jenseits der Spiele. Ich will nicht von den Knebelverträgen sprechen, die es dem IOC ermöglicht zu behaupten: Wir kommen nicht für die Kosten auf, haben aber alle Rechte und kassieren alle Profite und einen nicht unerheblichen Anteil an allen Sponsoren- und Medieneinnahmen. Es ginge auch ohne.

Ich will nicht von der Umweltzerstörung sprechen, die beispielsweise gerade jetzt die Schwarzmeerstadt Sotschi heimsucht. Es ginge auch ohne. Ich will nicht von den ebenso bombastischen wie langfristig nutzlosen Projekten sprechen, die gerade hier wieder sichtbar werden. Die gibt es auch anderswo. Nein, mir geht es um den Geist der olympischen Spiele (und nebenbei um den Geist aller Sport-Wettkämpfe), der unsere Werte und Vorstellungen zwar nicht beeinflusst, aber verstärkt. Denn dieser Geist besteht nun mal nicht darin: Siegen ist nicht wichtig, Hauptsache dabei gewesen. Im Gegenteil: Wer keine Medaillen mitbringt, wird zur Schande des Landes. Das war schon bei den antiken Olympioniken so. Was den Geist dieser Wettbewerbe ausmacht, ist genau das, was uns, die Menschen und die letztenendes die Erde, ruinieren wird.

Der wahre olympische Geist

Nämlich:
(1) Nur wer sich rücksichtslos durchsetzt, wird anerkannt.
(2) Die anderen sind Feinde, bitte keine Zusammenarbeit (außer mit den Mitgliedern der eigenen Mann/Frauenschaft, so vorhanden).
(3) Wenn möglich, steigere den bisherigen Weltrekord, sei noch schneller.

Das sind genau die Qualitäten des modernen Kapitalismus, die sich besonders krass in der Finanzwelt spiegeln und dort besonders gefährlich sind.
Zum Vergleich:
(1A) Nur der Banker, der die Kunden am meisten übers Ohr haut, wird anerkannt.
(2A) Alle anderen sind Feinde, auch die eigenen Kollegen.
(3A) Steigere tunlichst den letztmonatlichen Gewinn, sonst verlierst du deinen Status und Bonus.

Ellbogen contra Zusammenarbeit

Wohin uns diese Einstellung führt, ist allgemein bekannt. Schade, dass in unserer neoliberalen Gesellschaft die Werte von Zusammenarbeit und sozialer Gesinnung unbekannt sind. Ein gesunder Wettbewerb ist wichtig und hat die Evolution vorangebracht. Doch der entscheidende Faktor für den Fortschritt der Menschheit und des Lebens ist die Kooperation. Und die geht dabei verloren.

10 Kommentare

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Ich denke, dass sich das Thema von allein erledigen wird. Welches Land kann es sich denn finanziell noch leisten alleine eine Olympiade auszurichten? Würde das IOC bei der Bewerbung von Städten für eine Olympiade die Zustimmung der Mehrheit der Bürger dieser Stadt für die geplante Olympiade verlangen, so wäre das korrekt.
  • 10.02.2014, 11:42 Uhr
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Ich war sebst früher aktiver Sportler.
Sie können keinen Sport aktiv ausgeführt haben,sonst würden
Sie über das Verhältnis der Sportler untereinander nicht so schreiben.
Es gibt selbstverständlich das Bestrebe besser zu sein als die anderen,
aber dies artet in den seltensten Fällen aus.
Diese Auswüchse kenne ich nur vom Fußball und da dann von den
sogenannten Fans.
  • 09.02.2014, 16:22 Uhr
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Ich finde das eher Schmarrn. Man kann alles ablehnen, angefangen von den Olympischen Spielen, die ich ok finde, über Essen mit Fleisch, Massentourismus und vieles mehr. Man kann sich auch von allem und jedem beeinflussen lassen, aber dann wird man seines Lebens nicht mehr froh.
Ich finde es ok, wenn jemand nachdenkt und skeptisch bleibt. Dennoch, ich lasse mir die Olympischen Spiele nicht schlecht reden. von niemandem eigentlich. Ich lasse mich auch nach Möglichkeit nicht von den Medien beeinflussen. Meine vielen Reisen in die Welt haben mir gezeigt, dass Medienberichterstattung immer ! gefärbt ist.

Tja, und was das Thema "Sozial" angeht. Ich gehöre zu den Menschen, die sehr sozial sind. Doch damit stehe ich im Leben meistens alleine, zumindest hier in Deutschland. Sozial sein, Mitgefühl mit Anderen haben.....das ist nicht gerade eine Stärke der Deutschen. Wir haben mehr Mitgefühl mit Tieren, der Umwelt, anderen Ländern als mit unserem eigenen Umfeld. Ist meine Erfahrung.
  • 09.02.2014, 12:29 Uhr
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Siehe Putin und Sein verhalten das Geld keine Rolle spielen würde.
  • 09.02.2014, 12:11 Uhr
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Und warum muss man künstlichen Schnee mit Schneekanonen erzeugen, wenn die Natur es nicht mehr schneien lässt? Wir Menschen machen die Erde immer mehr kaputt, - und die Bibel (Offenbarung) hat recht
  • 09.02.2014, 11:45 Uhr
Alfred - Brot für die Welt ist gut, keiner soll verhungern, auch Tiere nicht!
Spiele sind auch gut für das Gemüt - Kinder spielen gerne und auch ältere Menschen...
Wenn das Verhältnis nicht mehr stimmt, wenn auf der einen Seite die Menschen verhungern, weil auf der anderen Seite das Geld für Spiele ´rausgeschmissen wird, dann stimmt da irgendetwas m. M. nach nicht mehr. Und solche Spiele sind meist ja auch nur regional, für ca. 6-8 Wochen und was kommt danach? Viele Arbeiter haben in russland 7 jahre lang schwer geschuftet und warten hgeute immer noch auf ihren Lohn, der nicht gezahlt wurde. Arbeiter kamen bei der Arbeit ums Leben und oftmals bleiben meist Stadien übrig, die kaum bzw. gar nicht mehr genutzt werden. Und nur, um mal 8 wochen die welt auf ein ereignis aufmerksam zu machen. ?
Wegen König Fussball mussten tausende von Tieren in der Ukraine jämmerlich sterben und wurden zu Tode gequält. was sind die Menschen doch blos für Tiere
  • 09.02.2014, 12:44 Uhr
Gattung Trockennasenaffen
"Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Systematik ein höheres Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorrhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae)."
(s. WIKI)
  • 09.02.2014, 12:46 Uhr
Die Bibel wurde von Menschen geschrieben und hunderte mal umschrieben,doch die wahrheit fehlt.Sonst gäbe es keine Relegionen mehr.Glauben tut man an Dinge die nichts existieren. smile
  • 09.02.2014, 18:32 Uhr
Aber Harry, wo bleibt die Realität? Wie kannst Du sonst pistis = Vertrauen = glauben mit Nichtexistenz in Verbindung bringen? Umgekehrt wird erst ein Schuh draus - je größer das Wissen, umso größer wird das Vertrauen = der Glaube. Auch wenn Sylvia sich nicht zur Ordnung der Menschen zählt - selbstverständlich nur von anderen Vorbetern übernommen - gibt es doch solche, die nicht alles nachbeten, ohne es geprüft zu haben.
  • 10.02.2014, 05:45 Uhr
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