Fußball ist unser Leben
Fußball ist unser LebenFoto-Quelle: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Denkmalschutz für falsche Tore: Nein zur Torlinien-Technik im deutschen Fußball

Thomas Bily
Beitrag von Thomas Bily

Der Fortschritt schade den Emotionen des Fußballs. Gerade falsche Entscheidungen befeuern die Gefühlswelt der Fans und gehören zum Fußball wie das Schnitzel zu Wien. Nostalgie, Stallgeruch, persönliche Note und der Seltenheitswert per se: Alles Gründe, warum die Torlinien-Technik von den Chefs der Fußball-Bundesliga ausgebremst wurde.

70% der Fans sind für die neue Technik - aber nur 30% der Proficlubs

Nur 12 Klubvertreter sprachen sich bei der Versammlung der 36 Profi Clubs für die Einführung der Torlinien Technik aus, darunter 9 Erstligisten und 3 Zweitligisten. Manche scheuen die Kosten, andere berufen sich auf die Tradition des Fussballs und dazu gehören nun mal falsche Entscheidungen und die damit verbundenen Emotionen. Aber was fühlt der Fan wirklich? In einer Umfrage der Hamburger Morgenpost unter über 800 Fans stimmen über 70% für die Einführung der Technik. Aber der Fan hat ja eh traditionell eh nichts mehr zu sagen. Um kosten- und emotionstechnisch aller Reserven auszureizen, schlage ich vor:

  • Linien weglassen und nach Augenmaß entscheiden
  • Auch mal ein paar richtige Entscheidungen in Frage stellen
  • Verzicht auf teure Telekommunikation zwischen Schieds- und Linienrichter
  • Keine=Null Wiederholungen im Fernsehen
  • Rückkehr zu Holzpfosten mit Xyladecor Schutz

In Brasilien zur WM im Sommer gibt es eine Torlinien Technik. Was nahelegt, dass Sepp Blatter weniger reaktionär ist als manche Bundesliga Chefs. Bemerkenswert ignorant gegenüber Fortschritt und Fanmeinung positioniert sich VfB Manager Bobic mit den Worten: „Ich persönlich mag das Spiel so, wie es ist“.
Na dann.