Fußball WM: Welcher Mannschaft drückt man die Daumen, wenn Deutschland nicht ...
Fußball WM: Welcher Mannschaft drückt man die Daumen, wenn Deutschland nicht spielt?Foto-Quelle: Coloures-pic - Fotolia

Fußball WM: Welcher Mannschaft drückt man die Daumen, wenn Deutschland nicht spielt?

News Team
Beitrag von News Team

Die k.o. Runde hat begonnen. Chile, Mexiko, Uruguay und Griechenland mußten die Heimreise antreten - von Italien oder Spanien ganz zu schweigen. Bei jedem Spiel stellt sich die Frage: Für wen soll man die Daumen drücken? Wie bilden sich Sympathie-Mehrheiten für die einen und Abneigung für andere Mannschaften? Und muss man als Deutscher für Deutschland sein?

Sympathie für Costa Rica oder Mitleid für die Griechen

Akuelles Beispiel von Sonntagabend: Sollte man lieber zu Costa Rica, den augenscheinlich sympathischen Shooting Stars aus Mittelamerika, helfen. Oder doch die Griechen unterstützen, die eh schon so gebeutelt sind mit dem ganzen Rettungsschirm-Chaos.
Aber vielleicht sind die einen doch eher lateinamerikanische Neureiche im Fußballgeschäft und gar nicht so schokobraunsüß. Und in Griechenland, so liest man, ist die meistverhasste Mannschaft unsere deutsche. Da kann man doch nicht Wasser mit Wein vergelten.
Und so geht es jeden Abend: französische Nachbarn oder afrikanische Desperados? Mexikaner mit tanzendem Trainer Mariacho versus Holland - ja, was spricht eigentlich für Holland?

Fußball ist Gefühl und nicht Verstand

Meist hören wir unterbewusst auf irgendwelche Signale, die sachgemäß selten haltbar sind. Vielleicht aufgrund von Erinnerungen oder Fantasien oder weil wir denken, wir könnten was gut machen im weltweiten Ungleichgewicht (siehe Griechenland).
Das Gefühl mit den "Richtigen" zu sein definieren wir selbst. Das Interessante dabei ist, dass sich nationenweit Mehrheiten und Vorlieben bilden.
Nur manche Mannschaften, wie Holland, haben ein grundsätzlich schweres Los in Deutschland.
Genauso wie die deutsche Mannschaft wohl in Österreich nie richtige Jubelstürme auslösen wird. Aber so viel Rationalität war dann doch vorhanden, dass man sich 1982 gemeinsam auf die Schande von Gijon einließ.
Wenn´s hart auf hart geht, legt man die Gefühle beiseite.