Gedanken zu Parallelwelten

Beitrag von wize.life-Nutzer

Parallelwelten

Gedanken zu Parallelwelten

Bei Parallelwelten frage ich mich, wie der Begriff zu verstehen ist. Mir fallen zumindest zwei Möglichkeiten ein, die beide existieren könnten - oder auch nicht.

Die erste Möglichkeit wäre, dass alle Zeit gleichzeitig ist und wir nur die Zeit als linear wahrnehmen. Dann wären auch alle Ereignisse gleichzeitig und würden praktisch parallel stattfinden. Auf die Idee der Reinkarnation bezogen (also darauf, dass Mensch mehr als ein Leben lebt), würde es bedeuten, dass diese Leben gleichzeitig stattfinden und es keine "früheren Leben" im Sinn eines zeitlichen "nacheinander" gibt. Das würde aber auch bedeuten, dass Ereignisse in der "Vergangenheit" nicht wirklich abgeschlossen sind und in Wirklichkeit weiter wachsen (so, als ob jedes Ereignis weitere "Seitentriebe" bildet). Was bedeutet, dass die "Vergangenheit" zumindest zum Teil beeinflusst werden kann (zumindest das letzte Buch von Michael Roads "Geheimnisse von Jenseits und Diesseits" lassen keine anderen Schlüsse zu...es sei denn, man verbucht ihn unter "Märchenerzähler").

Die zweite Möglichkeit wäre, dass es von unserem gegenwärtigen Leben mehrere Varianten gibt, sodass man in einem Leben die eine Begabung auslebt und in anderen Leben die anderen Begabungen. Möglicherweise hat man sich in diesem Leben für Ehe und Kinder entschieden, aber in einer Parallelwelt ist man Künstler und Single; und in einer anderen Variante lebt man vielleicht in einem Kloster. Bei dieser Möglichkeit finden alle Varianten zur selben "Zeit" statt und nicht in verschiedenen "Jahrhunderten", wie es bei der ersten Möglichkeit der Fall wäre.
Nun schließen sich Möglichkeit 1 und 2 sich nicht gegenseitig aus - es könnten also durchaus beide Möglichkeiten existieren. Es gibt Bücher (wie die von Jane Roberts), die sich ernsthaft mit solchen Möglichkeiten beschäftigen und davon ausgehen, dass es eine Verbindung zwischen den Persönlichkeiten in den verschiedenen Leben gibt. Bezüglich verschiedener Reinkarnations-Selbst ist das nicht neu (relativ viele Menschen meinen sich an frühere Leben erinnern zu können - der Dalai Lama ist das bekannteste Beispiel).
Die Erinnerungen oder Verbindungen zu einem "Wahrscheinlichen Selbst" sind wohl sehr viel seltener anzutreffen (wiewohl Seth - die von Jane Roberts gechannelte Persönlichkeit - behauptet, dass man sich in die Wahrscheinlichen Selbst "einklinken" kann und die Fähigkeiten, die diese Parallelpersönlichkeit entwickelt hat, so in einem Bruchteil der Zeit erlernen könnte, die man normalerweise dafür brauchen würde).

Diese Möglichkeiten mögen sich momentan phantastisch anhören - aber dies trifft auch auf manche Erkenntnisse der Physik zu, wie die Verschränkung der Elektronen und der Austausch von "Wissen" - und dies in einer Geschwindigkeit, die schneller als das Licht ist, was laut Einstein unmöglich ist (es gibt Filme zu Themen wie Zeit, Raum, Quantenmechanik und Multiversen von Brian Greene in der Reihe: "Der Stoff, aus dem der Kosmos ist", deren Inhalt zumindest zum Denken anregt - und es ist auch klar gekennzeichnet, was real nachgewiesen ist und was nur "Gedankenspiele" sind).
Ich finde es interessant, die Möglichkeit von Parallelwelten sowohl vom Standpunkt der Physik als auch aus der Sicht der Esoterik zu betrachten.