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Foto nur mit Kappe (Camera obscura
Foto nur mit Kappe (Camera obscura

Fotos ganz ohne Objektiv / Camera obscura

Beitrag von wize.life-Nutzer

Geschichte und Entwicklung der Fotografie


Die Geschichte der Fotografie könnte man als Weiterentwicklung der realistischen detailreichen Zeichnung bezeichnen. Wobei Zeichnungen schon einen gewissen Zeitaufwand erfordern. Des Prinzips der Camera obscura und der Laterna magica haben diesen Zeitaufwand schon sehr verkürzt, wenn auch noch nicht beseitigt. Doch man kann es schon als Vorläufer der Fotografie einstufen.
Die Camera obscura, eine Zufalls Entdeckung, die schon Aristoteles im 4. Jahrhundert vor Christus erkannte.
Die Camera obscura, ein abgedunkelter Raum mit einem kleinen Loch in der Wand.
Das darin einfallende Licht, projektierte auf die gegenüberliegende Wand/Fläche ein auf dem Kopf stehendes Bild der Außenwelt.
Leonado da Vinci (1452 bis 1519) war dann vermutlich der Erste, der die Funktionsweise der Camera obscura erkannte. Die ursprüngliche Camera obscura wurde im 17. Jahrhundert zu einem transportablen Kasten weiterentwickelt, welcher dann dazu verwendet wurde, um realistische Darstellungen zu zeichnen. Vor allem Portraits, Architektur und auch Landschaften.

Viele von uns kennen auch noch die ersten versuche in unserer Kindheit mit einer leeren Klopapierrolle und etwas Pergamentpapier, solch eine bildliche Darstellung auf Papier zu bannen, in den man mit dem Bleistift dann die Konturen nachgezeichnet hatte.
Heute geht das alles fest ist man gewillt zu sagen, leichter da ja alles digital ist. Das einzige was heute besser ist, als zu analogen Zeiten. Man kann sofort sehen ob das Bild so geworden ist wie gewünscht und es hat keine solchen Kosten
Um aber eine digitale Aufnahme im sinne einer Camera obscura zu machen, benötigt es mindestens eine digitale Spiegelreflexkamera, den Frontdeckel der Kamera, eine kleine Scheibe Messingblech mit etwa 0,10-0,20 mm und eine Stecknadel.
Zuerst sollte man in die Kameraschutzkappe zentrisch ein Loch mit etwa 3 – 5 mm Bohren, die Kappeninnenfläche vielleicht auch etwas nacharbeiten, vor allem wenn darauf technische Daten vermerkt sind, um eine ebene Fläche zu erhalten.
Denn darauf wird ja das Messingblech geklebt, es soll ja plan aufliegen sonst hält die Klebung nicht.
Ich habe es mit einen doppelseitigen Klebeband fixiert und dann die Ränder noch mit einen kleinen punkt Sekundenkleber gesichert.
Das sollte aber erst geschehen wenn das kleine Loch mit etwa 0,2mm Durchmesser im Blech mit der Stecknadel erzeugt wurde.
Achtung je größer das Loch ist um so unschärfer wird das Bild.
Das Blech wölbt sich entsprechend auf die Seite wo die Spitze rauskommt, diese Seite mit einen sehr feinen Schmirgelpapier (1000der Körnung) den Grat vorsichtig abschmirgeln. Das Loch sollte schön rund und scharfkantig sein. Zur not die Nadel nochmals in das Loch stecken.
Das ist Notwendig denn nur so entsteht eine klare Kante.
Nach den Einkleben schadet es nicht wenn man mit mattschwarzen Lack das Messingblech bestreicht um Reflexionen zu vermeiden.
Das wäre es dann auch schon.
Jetzt kann man sich auf die Motiv suche machen, das Stativ dabei nicht vergessen, denn das wird benötigt, denn die Verschlußzeiten steigen sprunghaft an.
Einfach mal eine Versuchsreihe machen, habe hier ein paar Beispiele eingestellt, sogar eine Art Tele kann man sich damit machen, einfach die Zwischenringe dazu verwenden und schon hat es ein kleines Tele
Viel Spaß beim Basteln und Fotografieren
Hab noch eine Reihe Bilder dazu eingestellt um auch das Ergebnis zu sehen.
Siegfried H.


18 Kommentare

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Ach so - ich kann zu diesem Thema gar kein Bild einstellen? Dann tu ich es in mein Fotoalbum; das ist für alle Nutzer freigegeben.
es ist kein nutzertreffen thema sondern ein bericht meinerseits daher kann nur ich bilder einstellen
hab mirr deine brücke mit der lochblende angeschaut, ist doch super geworden welchen durchmesser hatte die bohrung?
Kann gerade nicht nachsehen. Entspricht Blende 176 und einer Brennweite von f/38,5. Wobei man "Brennweite" nicht wörtlich nehmen darf Wegen des Lochdurchmessers sehe ich später nach. (Ich arbeite mit einer gekauften Lochblende; Rising Pinhole "wide")
schätze der durchmesser wird so um die 0,2-0,23 mm betragen, das entspricht einen abstand zum brennpunkt von etwa 35-40mm daher die f38,5
Könnte hinkommen.
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Angeregt durch die Diskussion habe ich nun doch nochmal selber versucht, ein geeignetes Motiv zu finden, wo die Lochblendentechnik gestalterisch Vorzüge haben könnte.

Vielleicht immer dann, wenn das Auge des Betrachters nicht auf Details neugierig ist, sondern wo es allein auf Bildeinteilung und Formensprache ankommt.

Ich stelle gleich mal ein Bild der Donaubrücke bei Saal ein, die - von unten betrachtet - diagonal durchs Bild läuft. Der Betrachter sucht hier nicht nach der Maserung der Schalbretter auf der Betonoberfläche, sondern es kommt nur auf den leicht geschwungenen Verlauf der Linie an und auf den Kontext des Flusses.

Es gäbe sicher noch besser Motive; vielleicht machen wir uns mal gemeinsam auf die Suche?
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Hm. "Je größer das Loch ist um so unschärfer wird das Bild."
Stimmt das überhaupt? Ist es nicht eher so: je kleiner das Loch ist, desto stärker sind die Beugungseffekte, bei derartig kleinen "Blendenöffnungen". Wenn das Loch größer wird, dann "verschmieren" die Lichtstrahlen dafür. D.h. ohne Linse wird es immer unscharf; irgendwo ist aber das Optimum.

Wie auch immer, ich habe schon ein Weilchen rumexperimentiert, aber ich finde nicht das richtige Motiv wo die Loch-Technik Vorteile hätte. Durchgehende Schärfe von vorn bis hinten erreiche ich auch durch die Focus-Stacking-Methode, dafür aber wirklich scharf.

Vielleicht bräuchte man eine Mittel-oder Vollformatkamera, damit die lochbedingte Unschärfe mild genug ausfällt, aber dann habe ich wieder eine sündteure Kamera um das billige Objektiv zur Geltung zu bringen.
wundere mich gerade ein wenig, du bist ja sicher nicht gerade ein anfänger in sachen fotografie denke ich mal. aber welche vorteile suchst du denn für ein bestimmtes objektiv? es ist eine spielerei sonst nichts kreativ sein das ist der knackpunkt. verstehe micht diese ewige, es muß super scharf sein von vorne bis hinten. das mag bei weitwinkelaufnahmen von landschaften ja zuutreffend sein. da kann ich dann auch die stacking methode anwenden.
übrigens je größer das loch desto weniger zeichnung hast du drin in einer lochbildaufnahme. je kleiner das loch macht es nicht zwangsläuffig schärfer musst nur länger belichten. das loch selbst muss eine absolut scharfe kante haben, einfach nur ein loch ist zu wenig, das macht es nur noch unschärfer. klines loch hat auch zur folge der lichtbeugung das haste richtig erkannt, ist eben genauso wie bei einen sündteuren objektiv auch. ach ja hat nichts mit der kameragröße oder formatgröße zu tun. mit 6x6 format nur etwas größeres loch
Ich meine halt, ich sehe noch nicht, wo diese Art der Fotografie einen kreativen Touch bringt, der irgendwie so toll ist, dass man über die Unschärfe hinwegsehen kann oder wo sie sogar künstlerisch beabsichtigt ist. Es ist einfach nur unscharf. OK, wenigstens gleichmäßig unscharf von ganz nah bis ganz fern, aber trotzdem: gibt es Motive wo unscharf besser rauskommt als scharf? Ich meine, Unschärfe ist (für mich zumindestens) nur dann gewollt, um das unscharf Abgebildete hinter etwas scharf Abgebildetem zurücktreten zu lassen. Wenn es wenigstens ganz leicht, samtig unscharf wäre, aber das ist angeblich nur bei größeren Sensorformaten der Fall.
du musst sie ja auch nicht machen wenn du darin fürdich keinen gefallen findest. ist doch kein muss
Natürlich nicht. Ich beteilige mich ja nur an einer Diskussion, die naturgemäß davon lebt, dass es These und Antithese gibt. Ich "zwinge" niemanden, sich meiner Haltung anzuschließen, bin aber durchaus aufgeschlossen für Widerspruch. Zum Beispiel in Gestalt eines Bildes das geeignet ist, mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Es gibt durchaus Lochkamera-Bilder, die mich überzeugen. Zum Beispiel solche von Andreas Emmel:
http://www.andreas-emmel.de/index.ph...9&Itemid=23
Aber die macht er mit einer (selbstgebauten) Kleinbild (aka "Vollformat") -kamera auf Analog-Film.
Seine Ausführungen zur Theorie der Lochbild-Fotografie sind übrigens überaus lesenswert! Daraus geht auch hervor, warum großformatige Filme bzw. Sensoren günstiger sind als die in gewöhnlichen Digitalkameras üblichen APS-Formate. Und, warum man den Lochdurchmesser nicht beliebig verkleinern kann um schärfere Aufnahmen zu bekommen. Usw.
na ja Wolfgang, er schreibt so gut wie das slebe was ich schon erwähnt habe, es ist eine spielerei die aber verdammt viel spass macht, wobei es nicht zwnagsläufig auch das top motiv ankommt, sondern an den effekt im allgemeinen.
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Es gibt auch fertige Pinhole-"Objektive" mit passendem Bajonett für Nikon, Canon und weitere:
http://www.enjoyyourcamera.com/advan...derSearch=1
Wolfgang das ist bekannt, aber ich habe mein glas- und linsenloses objektiv schon seit den 70er jahren in meinen kamerakoffer. immer dabei. warum soll ich was teuer kaufen wenn man es sich selbst machen kann.
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kenne dies nur als pinhole fotografie
ist aber auch nichts anderes, nur eben englisch. denn es wurde nicht neu erfunden
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