Eine Physikstunde in der Schule

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Geschichte zum Thema "Licht" hat in der Familie Berger, aus einer Kleinstadt in Sachsen, einen unterhaltsamen Nachmittag gebracht. Familie Berger sind Vater Alfons, Mutter Bärbel und die beiden Kinder Michaela (10 Jahre) und Michel 12 Jahr alt. Die Tage bei den Berger's vergingen fast immer im gleichen Trott, die Eltern gingen zur Arbeit und die Kinder zur Schule. Am späten Nachmittag waren sie dann wieder gemeinsam beisammen, und beim Kaffee wurden die Erlebnisse des Tages erzählt. Michel wartete schon darauf, daß auch er endlich dazu kam vom heutigen Unterricht in der Schule zu berichten.
Die Eltern bemerkten seine Aufregung und waren gespannt, was er zu erzählen hatte. Und da sagte er schon : ihr werdet es nicht glauben ,aber heute hatten wir eine tolle und interessante Physikstunde, die ganze Klasse hat sich am Unterricht beteiligt, so das Lehrer Zipfel begeistert war und uns alle gelobt hat. Herr Zipfel begann die Stunde mit der Ansage : heute werden wir uns mal mit dem Thema " Licht " beschäftigen. Wir schauten alle etwas erstaunt und auch ich dachte, was soll das denn werden? Er begann uns das Licht wissenschaftlich zu erklären . er sagte was von elektromagnetischen Strahlen, von Wellenlängen ,Frequenzen, ultravioletten Strahlen und von Lichtquellen und noch einen Haufen anderen Zeug, was wir alle nicht begriffen, und die Klasse völlig uninteressiert nach vorn zu ihm schaute. Da änderte Herr Zipfel seine Taktik und begann das Thema Licht für uns verständlicher zu machen.
Das Licht ist für euch ja nichts Unbekanntes, denn ihr kennt es und nehmt es mit den Augen täglich wahr. Es ist das Tageslicht. Er erklärte weiter, die Pupillen in unseren Augen bestehen aus vielen lichtempfindlichen Zellen, die das Licht über die Nerven zum Gehirn leiten und hier wird das Licht zu Bildern zusammen gesetzt, und zeigt uns auf was wir mit unserem Augenlicht sehen. Lehrer Zipfel merkte das die Klasse jetzt viel aufmerksamer wurde und Interesse zeigte.
Das Tageslicht ist ja eigentlich unser Sonnenlicht, rief Peter aus der Klasse, denn die Sonne geht jeden Morgen im Osten auf und abends im Westen unter. Das ist richtig sagte der Lehrer :ein Tag ohne Sonnenlicht wäre furchtbar denn es wär dunkel und kalt. Das merken wir auch bei schlechten Wetter wenn der Himmel voller dunkler Wolken ist und die Sonnenstrahlen nicht durch die Wolken kommen. Darauf habe ich gerufen : mein Vater hat mir das schon mal erklärt , daß ohne Sonnenwärme es auf der Erde so kalt sein würde das alles Leben auf der Erde erfrieren würde. Lehrer Zipfel erläuterte darauf, so ist es und dabei erreicht nur ein kleiner Bruchteil der Wärmestrahlen und des Lichts unsere Erde. Dieser kleine Rest genügt aber uns mit Wärme und Licht zu versorgen. Klaus der Schlauberger und Streber in der Klasse meldete sich dazu sofort und tat sich wichtig und erzählte was über Lichtgeschwindigkeiten und Lichtjahre .Gemerkt habe ich mir davon nur , daß ein Lichtjahr nichts mit der Zeit zu tun hat, sondern die Entfernung ist, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Wenn ich die Zahl noch richtig weis, sind das 9460 Milliarden Kilometer gewesen.
Mein Banknachbar meldete sich und erzählte, : das mit den Wärmestrahlen stimmt, mein Opa nutzt das mit seinem Gewächshaus im Garten aus. Das Sonnenlicht geht durch die Glasscheiben und erwärmt die Erde. Die Sonnenstrahlen kommen zwar rein ins Gewächshaus aber können durch die Luftschicht nicht wieder hinaus, und dadurch ist es im Treibhaus wärmer wie draußen, sagt der Opa. Das stimmt erklärte da Lehrer Zipfel der Klasse. Da kommen wir gleich zur Klimaerwärmung der Erde. Dieser Treibhauseffekt, den dein Opa nutzt. besteht für die ganze Erde, denn es wird immer schlimmer und problematischer damit . Wir Menschen müssen den Klimaschutz unbedingt mehr beachten und etwas tun diese Treibhausgase (Kohlenstoffdioxid) zu verringern.
Unser Lehrer war von der Mitarbeit der Klasse ganz begeistert, daß er rief : wir wollen uns doch wieder mehr mit dem eigentlichen Thema Licht beschäftigen, was fällt euch dazu noch ein ?
Na da ging es erst richtig los, fast alle riefen durcheinander und brachten die tollsten Dinge hervor.
Der Berti rief ganz spontan : ich kenne noch ein anderes Licht. Im vergangenen Jahr waren wir in Norwegen im Urlaub und am Nordkap haben wir das Polarlicht miterlebt. Wir sahen grüne leuchtende Streifen am Nachthimmel die an den Rändern ein bißchen in rosa übergingen . Das dauerte nur wenige Minuten und man mußte echt Glück haben um das Schauspiel des Nordlichtes zu sehen.
Darauf fragte Zipfel ob wir noch andere Lichtquellen kennen. Moritz sprang auf und hatte auch etwas auf Lager . Seine Mutter benutzte Rotlicht für die Küken Aufzucht im Hühnerstall ,denn das Rotlicht brachte mit seinen Lichtstrahlen viel Wärme.
Jetzt meldete sich auch ein Mädchen, die Simone. Sie waren an der Nordsee in den Ferien, da gibt es die Leuchttürme, wo nachts wenn es dunkel ist oben in der Spitze ein Licht strahlt und sich dreht oder auch ununterbrochen blitzt. Damit wird den Fischern und den Schiffen geholfen sich zu orientieren und den Hafen zu finden. Jeder Leuchtturm hat ganz bestimmte Lichtzeichen, die die Seeleute kennen dadurch wissen sie genau wo sie sind.
Unser Lehrer fragte uns dann,: ihr habt doch alle schon mal einen Regenbogen gesehen, wer weis etwas darüber. Ich, ich meldete sich da Maxim. Das passiert immer wenn die Sonne auf eine Regenwand scheint, da bildet sich so ein kreisbogenförmiges , farbiges Lichtband. Manchmal passiert auch, das neben den großen Regenbogen noch ein kleinerer Bogen erscheint. Lehrer Zipfel erklärte uns , daß ein Regenbogen aus unzähligen, farbigen Lichtern der Regentropfen besteht, die das Licht in den Wassertropfen brechen und das dadurch das Farbenband sich bildet.
Darauf meinte der Jonas das er mal mit einem Glasprisma in der Sonne gespielt hatte, und das Sonnenlicht wurde dabei so stark gebrochen, daß ein Farbspektrum zu sehen war. das genau so aus sah wie die Regenbogenfarben.
Marcel hatte auch was zu berichten. Im Urlaub auf dem Zeltplatz hat ihm sein Vater mal gezeigt wie man mit einer Lupe und den Sonnenlicht Feuer machen kann. Die Lupe wirkt da wie ein Brennglas, man kann das Licht so auf einen Punkt bündeln, daß leicht entflammbare Stoffe wie Papier ,Stroh oder Heu und sogar trockene Holzzweige zu brennen beginnen.
Das alles war so interessant in der Stunde , dass wir gar nicht merkten wie schnell die Zeit verging.
Unser Lehrer wollte die vielen Lichtquellen die genannt worden schon zusammen fassen, da rief Susanne . Herr Zipfel ich möchte noch was erwähnen, und das ist die Weihnachtszeit. Sie schwärmte von Lichterbogen, von den Schwibbogen die in den Fenstern der Häuser standen, dem festlichen Erlebnis wenn die Lichter am Christbaum leuchten. Das es auch viele Leute gibt die ihre Häuser mit Lichterketten zur Weihnachtszeit schmücken. Da konnte Toni nicht mehr an sich halten und rief : ja meine Eltern schmücken auch das ganze Haus und den Vorgarten mit Lichterketten und einer Menge beleuchteter Tiere. Selbst ein Weihnachtsmann mit vollbepackten Schlitten, der von zwei Renntieren gezogen wurde, leuchtete in allen Farben. Die große Tanne im Vorgarten ist mit einer Unzahl von kleinen Lämpchen behangen und das ganze Grundstück ist in ein richtiges Lichtermeer verwandelt.
Lehrer Zipfel mußte die Begeisterung der Schüler nun aber unterbrechen und faste den Unterichtsstoff zum Thema Licht kurz zusammen.
Das Klingelzeichen zur Pause war schon zu hören, da rief Jette ganz laut, Herr Zipfel es gibt doch noch viel mehr zum Licht zu sagen, wir haben den Sonnenbrand auf der Haut und die Glühbirnen in den Lampen vergessen. Meine Mutter ermahnt mich auch immer, wenn ich aus dem Zimmer geh : ich soll das Licht ausknipsen, dabei meint sie, ich soll mit dem Lichtschalter die Lampen ausmachen. Und Siegfried von der hintersten Bank hatte plötzlich auch noch was zu sagen : es gibt auch noch Leuchtkäfer und Glühwürmchen und das Nebellicht am Auto und und...... Jetzt ist es aber genug, darüber können wir uns das nächste mal unterhalten und Lehrer Zipfel beendete ganz schnell diese lebhafte Unterichtsstunde . Und sagte zu uns, er wünschte sich, dass es im Unterricht immer so lebhaft mit der Mitarbeit wäre.
Der Vater ,die Mutter und Michels Schwester waren sehr beeindruckt von Michels erzählen, und der Vater sagte zu Michel : na, da habt ihr heute ordentlich was gelernt, nun mußt du das Wissen
auch immer richtig beachten und anwenden, vor allem was den Umweltschutz betrifft.

Kritik ist erwünscht, ich hoffe ich habe halbwegs das Thema mit einfachen Worten verständlich gemacht.
Copyright bei Günter Schauer 28.Juli.2014

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