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Mini in Aktion
Mini in AktionFoto-Quelle: copy. U.M.K.

Tierische Schuhgeschichte

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 15.10.2014 - 21:38 Uhr

Bei dem Reizwort Schuhe, kam mir spontan der Gedanke: „NEIN!“
Mehr war da nicht. Es gibt nur wenige Gegenstände in meinem Haushalt, die mir so gleichgültig sind wie Schuhe. Vielleicht noch die Geflügelschere in meinem Besteckkasten, die ein nutzloses Dasein führt, weil ich schon seit Jahren kein Geflügel mehr esse.
Ja sicher, ich besitze auch Schuhe, notgedrungen. Wo kann man denn bei uns noch barfuß gehen? Im Sommer auf den asphaltierten Straßen oder Fußwegen? Das kann unter Umständen sehr heiss für die Fußsohlen werden, sollte der Sommer einmal halten, was er verspricht. Davon abgesehen besteht die Gefahr versehentlich in einen Kaugummi zu treten, oder noch schlimmer, in Spucke. Es gibt tatsächlich noch immer Männer, die sich so unappetitlich Erleichterung verschaffen.
Natürlich wären da noch die Wiesen, hier auf dem Land, die zum barfuß gehen einladen. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl von kühlem Gras an den Füßen. Aber was erwartet uns heute dort – Hundekot, Jauche und noch viel schlimmer Zecken, die nur darauf warten einen geeigneten Wirt anfallen zu können.
Den Winter will ich nur am Rande erwähnen. Die Jahreszeit, in der ich meine Füße in gefütterte Stiefel zwänge, die innerhalb von Gebäuden grundsätzlich zu warm und im Freien selten warm genug sind.
Während ich noch über dem Thema Schuhe grüble, sehe ich wie sich meine Katze Mini bemüht meine Hausschuhe zu beziehen. Sie schafft es nicht ganz. Obwohl sie so klein ist, verschwindet nur ihr Kopf in meinen Schlappen. Im Gegensatz zu mir liebt Mini Schuhe. Sie nutzt jede Gelegenheit herum stehende Schuhe für sich zu erobern und wehe sie werden gebraucht, da kann es schon mal vorkommen, dass Mini das mit ausgefahrenen Krallen zu verhindern sucht.

Hätte ich nicht vor vielen Jahren einmal einen Hund zu meiner Familie zählen dürfen, würde hier meine Schuhgeschichte abrupt enden. Aber es gab ihn, Bobby, ein Basset, mit langen Ohren und ausgeprägtem Familiensinn. Er kam zu uns, als er ein Jahr alt war. Der Vorbesitzer hatte mir vorenthalten, dass Bobby nicht gerne alleine in der Wohnung bleibt. Die Folge war, dass er herzzerreißend zu heulen begann, sobald er alleine in der Wohnung war. Mein Schwager, der die Wohnung unter uns bewohnte, beklagte sich jedes Mal. Das ging eine Zeit lang so weiter, bis er uns berichtete, dass der Hund an einem Abend, nach anfänglichem Geheule, plötzlich still war. Wir konnten uns den Wandel anfangs nicht erklären, bis wir auf dem Schlafplatz von Bobby, unter seiner Decke unsere Hausschuhe fanden. Offensichtlich hatte er Trost bei den Hausschuhen gefunden, die nach Herrchen u. Frauchen rochen. Nun ja, Hunde haben seltsame Vorlieben für exotische Düfte.
Danach war es selbstverständlich geworden, dass wir vor dem Weggehen unsere Hausschuhe an den Platz von Bobby stellten. Er hat zum Glück niemals an den Schuhen geknabbert, wie manche Hunde das gerne gegen die Langeweile tun.
In dieser Zeit bekamen wir Besuch von meinen Eltern. Bobby war begeistert, weil er von nun an noch zwei Personen mehr beanspruchen konnte.
Nach einem schönen Abend in einem gemütlichen Lokal, in das wir meine Eltern zum Essen ausgeführt hatten, kamen wir nach Hause und meine Eltern suchten vergeblich nach ihren Pantoffeln. Es war unglaublich. Bobby hatte sich auf seinen Schlafplatz Gesellschaft geholt. Jeweils ein Hausschuh von meinen Eltern und von uns lagen unter seiner Decke. Für ihn gehörten wohl meine Eltern nun endgültig zur Familie.
Mir graut schon vor dem Tag, an dem ein Schuhkauf wieder einmal unvermeidlich wird. Meine Füße werden anscheinend jedes Jahr breiter und mir bleibt nur noch der Weg in ein Geschäft mit orthopädischen Schuhen. Sündhaft teuer und nur bedingt schön. Ich werde wohl nie die Glücksgefühle verstehen, die bei manchen Frauen durch Schuhkauf hervor gerufen werden.
@ Ursula M. K.

22 Kommentare

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Hallo Ulla, das ging ja noch gut aus mit den Schuhen und Tieren. Ich hatte das Pech, dass meine kleine Katze Lupinchen ab und zu in meine Schuhe pinkelte. Weiß der Teufel, was sie da geritten hat. Aber das Problem hatte nicht nur ich, bei einigen Bekannten war das auch so. Deine Geschichte ist doch gut geworden. LG Eva, Übrigens, meine Geschichte ist jetzt auch drinnen.
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Dann haben wir doch gemeinsam das Problem. Die Schuhe, die wirklich bequem sind, sind auch die Teuersten. Eine schöne Geschichte hast du geschrieben. Gefällt mir. Ich werde meiner Tochter mal diesen Vorschlag machen. Deren Hund jault auch immer wenn sie weg geht.
Danke Brigitte! Versuchen kann es deine Tochter auf jeden Fall, vielleicht hilft es. Schlimmsten Falls findet sie beim Nachhausekommen zerfledderte Schuhe vor
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lustige Schuhgeschichte, und den letzten Satz unterschreibe ich voll und ganz-keine Schuhe passen.
Danke Kunigunde, dann bin ich ja nicht alleine mit meinem Problem
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Schön! Meine Karo mag auch sehr gern meine Schuhe, die Schuhe meines Mannes sind ihr völlig gleichgültig.
Liebe Cornelia, was doch wieder beweist, dass sich Tiere auch ihre Menschen aussuchen
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Eine sehr schöne Geschichte, ich schmunzle immer noch. So ein süßer Hund! Deine Geschichte passt wunderbar zum Reizwort und doch ist es eine "tierische Geschichte".
Hallo Inga, dein Lob geht mir doch runter wie Öl vielen Dank!
Bobby ist vor vielen Jahren gestorben. Er konnte süß, aber auch sehr fordernd sein. Was ich bei der Übernahme nicht wusste, in ihm steckte sehr viel Jagdhund und das merkte man, so bald er im Freien war. In den "Hundejahren" hatte ich mir ein sehr schnelles Tempo beim Spazierengehen angeeignet. Mit Bobby, der die Nase immer am Boden hatte, war kein gemütliches Gehen möglich. Seine Schnüffelei führte oft zu kuriosen "Unfällen", wenn er im Eifer auf seine langen Ohren trat und so im wahrsten Sinne des Wortes auf die Schnauze fiel.
Ich merke grade, Bobby hätte eine eigene Geschichte verdient
Lieben Gruß und ein schönes Wochenende für Dich.
Ursel
ha,ha,ha, Christine ich warte lieber auf das passende Reizwort, bevor ich mein Pulver schon jetzt verschieße
Liebe Christine,
da müssen wir wohl zum Thema "Haustiere" ein Reizwort benennen....!
Ooooch Christine, dafür hast Du doch jede Menge Phantasie!!!
Hallo liebe Christine,
danke für Deine Grüße, ich hoffe, Du hattest einen schönen Sonntag. Ich war mit einer Bekannten wandern, war schön, 23´Celsius und diese Bergkulisse bei uns - traumhaft! Einen schönen Abend und liebe Grüße, Inga
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Hallo Ursula, es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viel vollkommen unterschiedliche Berichte zu einem Thema hier erscheinen. Dein Beitrag gefällt mir sehr gut. Liebe Grüsse Marga
Danke Marga! Mir geht es genau so, bei jeder Geschichte wundere ich mich was die Reizwörter so alles her geben.
Schönen Gruß aus dem verregneten BW
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Hallo Ursula, eine Geschichte die durchaus wahr sein kann. Unsere "Trixi " hatte auch so einen Tick, nur waren es meine Turnschuhe. Dein Beitrag gefällt mir sehr gut.
Freut mich Günter, dass dir die Geschichte gefällt. Sie ist auch genau so passiert. War Trixi eine Katze oder eine Hündin?
Trixi war eine Hündin ,ein Welsch-Terrier, auch eine Art Jagdhund, sehr lebhaft.
Lieber Günter, neugierig wie ich bin, hab ich gleich bei Wikipedia nachgesehen, wie Trixi wohl ausgesehen hat, denn die Rassenamen sind mir nicht so geläufig.
Eine Freundin von mir hatte auch einen Hund dieser Rasse. Ein kleiner Teufel, ohne Leine laufen, bedeutete für ihn abhauen. Wie oft haben wir ihn gesucht. Lebhaft ist noch milde ausgedrückt
Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende!
Lieben Gruß
Ursel
Danke Ursula, ich dachte es ging mir nur allein so. Allein laufen lassen beim Gassi gehen war aussichtslos. Trixi hat jede nur mögliche Lücke im Grundstück gefunden um abzuhauen. Was habe ich sie gesucht!! Außerdem sprang sie im Geschäft, wenn sie mit im Hof war ,die Kunden an. Wir mußten sie dann an den Züchter zurück geben. Sie kam dann zu einem Besitzer der schon ihren Bruder Leo hatte, das Ehepaar wollte jeder einen haben, und Trixi wurde dann durch ihren Bruder ruhiger, der bestimmte dann wo es lang geht. Tschüß Günter
Du hast vollkommen recht Christine, der Idealfall wär wenn sich Beide ergänzen würden. Oft kommt es aber auch anders. Meine Partnerin ist sehr krank und ein Pflegefall und ich muß oft das Kommando übernehmen, nehme aber völlig Rücksicht auf auf ihre Möglichkeiten und Wünsche.
So ist das auch, und ich glaube in der Mehrzahl der Partnerschaften.
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