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Hunde
HundeFoto-Quelle: © Dogs - www.Fotolia.com

Hunde

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich laufe gern. Wenn es geht jeden Tag so zwischen 7 und 10 km.
Es geht besser bei schlechtem Wetter.
Wegen der Hunde.
Ich mag Hunde... also nicht so wie die Chinesen, sondern mehr als Tierfreund.
Wirklich.
Aber bei Sonnenschein sind – gefühlt - alle Hunde auf den Wallanlagen; bei schlechtem Wetter müssen nur die raus, die wirklich raus müssen.
Da der Trend hier eindeutig zum Zweithund geht, kommt da ganz schön was zusammen (auch an Tretminen).
Eigentlich herrscht ja wohl Leinenzwang. Sieht lustig aus, wenn die Mehrhundbesitzer das durchziehen. Erinnert irgendwie an den Hampelmann von früher, bei dem man mit einer Schnur Arme und Beine bewegen konnte.
Wenn sie nicht angeleint sind, muss man schon genau taxieren, welches wohl der gefährlichere Beissgenosse sein könnte. Im "Ernst-"fall wollen die immer "bloss spielen" - ICH ABER NICHT!
Der Leserbrief neulich, in dem Eltern mit ängstlichen Kindern beklagten, dass die Bitte, die Hunde wenigstens vorübergehend festzuhalten mit "leinen sie doch ihre Kinder an" beantwortet wurde, hat mir echt zu denken gegeben.
Aber ich bin ja tapfer. Und eigentlich sind die Hunde meine Freunde. Die meisten kenn ich schon (und sie mich hoffentlich auch).
Man passt sich ja an. Nicht, dass ich jeden Baum markieren müsste, aber bei dem ständigen Wind hier lauf ich auch schon immer von links nach schräg - wie ein gesunder Hund eben.

Und dann stand da ein Colli am Wegesrand quer zur Laufrichtung, dessen Frauchen schon fast hinterm Horizont verschwunden war. Aus ihrer Richtung kam zufällig auch ein Jogger und besagter Lassie schaute genau nach rechts zu mir und nach links und wieder nach rechts, als taxierte er, wen er sich zum Beissen aussuchen sollte. Letztlich hat er sich für mich entschieden - zum Mitlaufen, nicht zum Beissen! Oder er war einfach nur ein "fauler Hund", der sich praktischerweise für die Richtung entschieden hat, in der sein Frauchen verschwunden war. Jedenfalls war es eine angenehme Laufgemeinschaft und die Pfotenflecken an meinem Hinterteil gehen beim Waschen sicher auch wieder raus .

Ein paar hundert Meter weiter hab ich einen älteren Herrn überholt der hatte einen Husky an der Leine - ein Verbrechen, die brauchen doch Auslauf und nicht Ausgang!
Hat ihn dann wohl doch losgemacht, jedenfalls zischte er plötzlich an mir vorbei (der Hund) und lief mit mir weiter. Kein Rufen, Pfeifen oder Fluchen von Herrchen half, Hund Bruno war in seinem Element – und weg.
So nach gefühlten zwei weiteren Kilometern hab Ich dann auf das Rufen reagiert und das Tier zurückgebracht, sonst hätte ich jetzt sicher einen neuen, bildhübschen Freund neben mir sitzen.
Aber man trifft sich ja immer zweimal im Leben......

So ein Hund hat ja auch Alibifunktion. Mir fällt jedesmal beim Laufen der Kerl auf, der kommt und seinem Hund einen Ball auf die Wiese wirft. Die bedauernswerte Kreatur bleibt dann wie eine Statue mit dem Ball im Maul dort liegen, wo sie ihn gefunden hat - solange, bis Herrchen mit seinen Saufkumpanen "Flasche leer" hat.
Immerhin, er hat den Hund im Griff. Die Tage war Frauchen mit diesem spitzverdackelten Windhundboxer unterwegs - da hätte der doch fast seinen Tennisball gegen meine Wade getauscht…. Naja, Ich wollte schon länger eine neue Laufhose haben. (Ob die sich „bissverstanden“ haben?)

Aber - wie gesagt - im Prinzip mag ich alle Tiere (na gut, außer Mücken vielleicht, die schmecken immer so bitter, wenn man sie beim Laufen verschluckt)……..

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12 Kommentare

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ISEEEEEEEEE Du machst mir wie immer egal welche Geschichte ich von Dir Lese ein Lächeln ins Gesicht mach weiter ich warte schon auf die nächste Geschichte von Dir
Im Ernst.............. alle 14 Beiträge schon gelesen? . Na, ein paar kommen schon noch . DANKE
Nein habe ich nicht wo finde ich denn noch welche ? werde mich mal auf die Suche machen wo Du sie versteckt hast .......
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Gegenseitige Rücksicht und auch Erziehung der Hunde würde vieles vereinfachen
Sehr schön geschrieben.
Ganz meine Meinung - danke Dir
Auch verantwortungsvolle Hundehalter ärgern sich sehr über verantwortungslose Hundehalter. Die ganzen TUT-NIXE machen dir nämlich schnell die Erziehungsarbeit der eigenen Hunde kaputt, wenn man nicht höllisch aufpasst. Leider bin ich gezwungen manchmal fremde Hunde in ihre Schranken zu weisen, was mir als Fremder überhaupt nicht zusteht, damit ich mein Gesicht als Rudelführer nicht verliere, und meine 4 das zukünftig selber regeln.
Hier hat sich vor einiger Zeit eine sehr aktive Hundeschule für Jedermann etabliert. Du merkst genau, welche Hunde (und Herrchen/Frauchen) dabei sind und vor allem sich Mühe geben. Dennoch sind auf allen Wiesen und Wegen immer mehr Häufchen zu finden und unerzogene Hunde (gern auch im Rudel) unterwegs. Ich selber habe leider keinen Hund obwohl ich jeden Tag laufe (und gerne einen hätte). Aber wir respektieren uns und obwohl ich als "Flüchtiger" ja potentielles Opfer bin, hat mir noch nie ein Hund etwas getan.
Bin nach wie vor der Meinung Hunde spüren, ob Du Angst oder Sympathie hast.
Ise Grimm, das ist ein immer noch verbreiteter Irrtum. Das mit Angst spüren und deshalb beißen.
Hunde beißen NICHT wenn sie wissen, dass der andere nur Angst hat. Das Problem in der heutigen Zeit ist, dass die meisten Hunde sehr unsicher im Sozialverhalten sind. Menschen die Angst haben, zeigen Signale wie ein Artgenosse der gleich angreifen wird: Sie bewegen sich steifer, starren den Hund an, die Atmung verändert sich, und wenn man aus Angst auch noch vermehrt Schwitzt verteilt man auch noch großzügig seinen eigenen Geruch. Durch dies alles fühlt sich ein eh schon unsicherer Hund stark bedroht. Bei vielen Rassen gilt dann die Devise " Angriff ist die beste Verteidigung". Einige Rassen wurden so gezüchtet. Terrier, Dackel, Gebrauchshunde.
Das Problem sind also 1. die sehr, sehr vielen unsicheren Hunde heute,2. Besitzer zeigt keinerlei Rudelführer Qualitäten, also auch kein Schutz oder klare Anleitung, die ein unsicherer Hund so dringend braucht und dann 3. wenig Erziehung.
Es ist übrigens sinnvoll als Jogger nicht gerade auf einen Hund zu zulaufen (das machen Hunde, wenn sie die aggressive Auseinandersetzung suchen), sondern einen leichten höflichen Bogen laufen.
Michael, früher waren die Leute aber auch nicht so überempfindlich mit ihren Hunden. Da waren es noch Hunde, die durften ihre Konflikte auch selber regeln. Heute sind es für viele keine Hunde mehr sondern "Babys". Und wehe ihr Baby wird mal eingenordet von nem anderen Hund, o wei ,o
wei........großes Geschrei, Anzeige und was weiß ich noch alles......
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unser Hund ist ein ausgesprochen folgsames und liebes Tier. Es ärgert mich ungemein, wenn ich von Joggern angeraunst werde, nur weil sie gerade schräg über den Weg gelaufen ist und ihn gestört hat ! Ich muß da eher den Hund beschützen als irgendwelche Passanten. Zähne hat sie ausschließlich zum fressen!
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sehr schön geschrieben ise gefällt mir
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