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Radweg

Eine Radtour entlang des Rheins

Von wize.life-Nutzer - Donnerstag, 04.06.2015 - 23:48 Uhr

Ja, ich habe es wahr gemacht und bin heute von Breisach nach Bad Bellingen geradelt. Eine Strecke ist ungefähr 40 km lang, und wenn man auf Nebenwegen fährt, noch etwas länger. Daher muss man solch eine Tour schon vorbereiten.

Das Rad sollte für so eine Tour gründlich vorbereitet sein. Bremsen, Licht (hier in Deutschland) müssen funktionieren. Die Sattelhöhe sollte Ihr Fahrradhändler für Sie richtig eingestellt haben, wenn Sie das Rad nicht gerade Online oder bei einem Diskounter gekauft haben. Der Reifendruck sollte stimmen. Welcher Reifendruck der richtige ist steht auf dem Reifen. Bei mir sind das zwischen3,4 und 5.1 Bar. Wenn Sie das mit der Handpumpe nicht prüfen können, dann sollten Sie sich vielleicht eine Pumpe mit Manometer besorgen oder Ihre Reifen an der Tankstelle bei Autoventilen oder bei Ihrem Reifenhändler aufpumpen lassen.

Wenn Sie einen Fahrradcomputer haben, sollten dessen Einstellungen korrekt sein. Die wichtigste Angabe ist die des Reifenumfanges. In der Bedienungsanleitung zu Ihrem Fahrradcomputer finden Sie eine Tabelle mit den Reifenumfängen zu den Angaben auf Ihrem Fahrradreifen. Diese Angaben sind „benutzerfreundlich“. Wenn Sie diese so übernehmen, kann es sein, dass die Geschwindigkeitsangabe etwas schneller und die gefahrenen Kilometer etwas mehr sind als Sie tatsächlich gefahren sind. Stellen Sie daher ein bis zwei Werte weniger ein. Am besten, Sie messen den Reifenumfang und tragen den Wert in Ihren Fahrradcomputer ein.

Damit sollte Ihr Fahrrad für so eine Tour tauglich sein. Sie persönlich können sich für solch eine Tour ein Fahrradoutfit beim Sportfachhandel kaufen. Einfache Kleidung, in der Sie ausreichend Bewegungsfreiheit haben und das an die Witterung angepasst ist, tut es auch vollkommen. Vielleicht sollten Sie doch eine Radlerunterhose anziehen, so wie ich. Der Fahrradhelm ist zwar nicht Pflicht, sollte aber trotzdem aufgesetzt werden. Ich bin diesbezüglich ein gebanntes Kind. Proviant und Getränke nach Bedarf in ausreichender Menge in den Fahrradtaschen oder dem Rucksack mitnehmen. So sollten Sie eine längere Tour problemlos überstehen.

Heute Morgen um 10 Uhr war ich am Treffpunk, dem Schiffsanleger in Breisach. Offensichtlich kam mein Aufruf zur Teilnahme zu spät. Also machte ich mich alleine auf die Tour. Zuerst ging es nicht gleich am Rhein entlang, sondern auf einer Nebenstrecke, die zunächst über den Hochwasserdeich entlang der B3 ging. Ich sah Adebar, der durch die Felder watete auf der Suche nach Nahrung. Die Bauern machten Heu für den Winter und auf der Deichböschung wankte ein Meer von Mohnblumen im Wind.

Vor dem ersten Baggersee geht es über die Möhlin und dann entlang des Baggersees. Die Angler haben es sich schon früh an den Ufern gemütlich gemacht und warfen Ihre Angeln aus. Kurs vor Hartheim lädt eine Bank neben einem Wegekreuz zum Verweilen ein. Aber ich muss weiter. Hinter Hartheim ist die Ausschilderung von Radwegen, die nicht am Rhein entlang führen, Mangelware. Also lasse ich mich nach dem Zufallsprinzip weiterleiten. Irgendwann finde ich einen Wegweiser nach Basel. Also bin ich auf dem richtigen Weg. Der führt aber bald direkt an den Rhein. Das wollte ich nicht. Deshalb verlasse ich bei nächster Gelegenheit die Rheinstrecke. Es geht unter der Autobahn A5 hindurch, dann rechts ab auf einem holprigen Weg über eine Wiese entlang der Autobahn Für den Umweg werde ich belohnt mit einer Fülle von Orchideen auf der Wiese. An der nächsten Straße biege ich wieder rechts ab an den Rhein. Dort findet ein „Bayrischer Hock“ statt, an dem ich aber nicht teilnehmen möchte. Es geht weiter unter Eisenbahn- und Straßenbrücken hindurch bis Müllheim-Neuenburg. Auf dem Reitplatz findet ein Jugendturnier statt. Wegen Landschaftsbauarbeiten wird der Radweg umgeleitet.

Entlang Orchideen auf der einen und dem Rhein auf der anderen Seite geht es weiter bis nach Bad Bellingen. Im Kurpark sind noch die Altäre der Fronleichnamsprozession mit den Blumenteppichen davor aufgebaut. Mich zieht es aber zum Restaurant im Kurhaus. Dort finde ich ein Schattenplätzchen. Heute sind viele Gäste unterwegs. Mit Salat, Radler, Bier und Espresso stärke ich mich und ruhe mich von den Strapazen der Herfahrt aus. Immerhin bin ich fast 47 Kilometer gefahren und die Temperatur wird mit über 37 Grad angezeigt. Nach dem Essen und einem Blick auf SB auf meinem Smartphone, wo ich zwei Kontaktnachrichten beantworte, mache ich einen Rundgang durch den Ort oben auf dem Berg. Weil heute Feiertag ist, ist hier tote Hose angesagt. Über den Vogesen türmt sich schon dickes Gewölk auf. Also beschließe ich, ohne Kaffee und Kuchen die Heimfahrt anzutreten. Diese ging schnurstracks entlang des Rheins ohne besondere Vorkommnisse. Das Reitturnier war noch nicht zu Ende und der Grill beim Bayrischen Hock qualmte immer noch. Doch langsam konnte ich kaum noch auf dem Sattel sitzen und es wurde immer schwerer, in die Pedale zu treten. Fünf Kilometer vor Breisach ist ein Segelyachthafen mit Campingplatz. Da gibt es ein Lokal, dort gibt es auch ein Radlerbier und noch einmal eine Pause. Endlich in Breisach beim Café Ihringer ein Stück Erdbeersahnetorte eingekauft und zu Hause unterm Pavillon gab‘s dann endlich Kaffee und Kuchen, ein paar Streicheleinheiten für den Haus- und Hofkater und ein paar Worte mit den Nachbarn. Anschließend eine wohltuende Dusche und Ruhepause zur Erholung von den Radtourstrapazen.

Der Fahrradcomputer zeigt an: Ich bin 86,95 Kilometer gefahren, das in einer reinen Fahrzeit von 4 Stunden 18 Minuten und 19 Sekunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,1 km/h. Dabei habe ich 1.941,2 Kalorien oder 225,2 Gramm Fett verbrannt.

6 Kommentare

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Halli, hallo, das war ein toller Bericht. So etwas suche ich auch im Hessischen Bereich, genauer gesagt, ab Heppenheim. Finde leider keine Leute, die eine Radtour über einige Tage mitmachen würden. Alleine geht es auch, aber als Frau sind manche Fahrtstrecken nicht so ganz geheuer, denn man muß ja manchmal auch durch Wald fahren, um weiter zu kommen. Naja, vielleicht meldet sich doch mal jemand bei mir - schauen wir mal
habe selbst einige Jahre in Heppenheim gewohnt. Dort gibt es entlang der Bergstraße und in der Rheinebene schöne Radwege.
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Roland, ein tolles Bericht über einen schönen Tag.
Was man alles erlebt wenn man sich auf den Weg macht und dann noch diese tolle Kuchen, ich denke noch an Breisach beste Konditorei.
Bilder sind auch perfekt Smarten oder Fotoapparat?5
Danke Dir liebe Katica.

Ja, man kann wirklich immer was erleben. Die Fotos sind mit meiner neuen Canon gemacht. Die hohe Auflösung von 16 Megapixel liefert sehr detaillierte und farbige Bilder.
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Respekt, bei diesen Temperaturen.
gestern konnte man es noch aushalten. Heute wäre ich vermutlich eingegangen.
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