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Grundsteuer-Reform: Wohnen könnte 2019 nochmal teurer in Großstädten werden

News Team
Beitrag von News Team

Das Wohnen in Großstädten könnte im kommenden Jahr noch mal teurer werden. Da Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die Grundsteuer neu regeln muss, werden einige Mieter für ihre Wohnung noch tiefer in die Tasche greifen müssen.

IM VIDEO: Mieter werden wohl mehr zahlen müssen

Der Deutsche Mieterbund befürchtet, dass der Vorschlag von Bundesfinanzminister Scholz zu weiter steigenden Mieten auf angespannten Wohnungsmärkten führen würde. "So wie der Vorschlag jetzt angelegt ist, wird er insbesondere in den Städten zu einer Anhebung der Grundsteuer führen", sagte Geschäftsführer Ulrich Ropertz im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor über die Reformpläne des Finanzministers berichtet. Demzufolge soll die Bemessungsgrundlage für jede Wohnung einzeln anhand von Fläche, Alter und Miethöhe berechnet werden. Da Eigentümer die Grundsteuer als Betriebskosten geltend machen können, wird sie auch von Mietern bezahlt.

Grundsätzlich fordert der Mieterbund, die Grundsteuer aus dem Betriebskostenkatalog zu streichen. "Es ist eine Eigentumssteuer und es ist nicht ersichtlich, warum Mieter diese Steuer für den Vermieter bezahlen sollen." Die Aussichten dafür stehen allerdings schlecht, weshalb der Mieterbund das Modell einer reinen Bodenwertsteuer favorisiert. "Wir erhoffen uns, dass ein Anreiz davon ausgeht, unbebaute Grundstücke in den Städten zu aktivieren."