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Kaufberatung Prozessor: Kerne, Frequenzen und nützliche Tipps

Von wize.life-Nutzer - Montag, 13.05.2019 - 13:01 Uhr

Kaufberatung Prozessor: Kerne, Frequenzen und nützliche Tipps


Arbeit und Freizeitgestaltung am Computer machen nur dann Spaß, wenn alle Programme flüssig laufen. Dafür verantwortlich ist der Prozessor. Als zentrale Recheneinheit empfängt er Daten, verarbeitet sie und gibt das Ergebnis anschließend aus. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt von der Anzahl der CPU-Kerne und der Taktfrequenz ab. Was es mit den Fachbegriffen auf sich hat und was beim Kauf eines Prozessors wirklich wichtig ist, erfahrt ihr hier.

Was Wäschewaschen mit Computerspielen zu tun hat

Ohne den Prozessor wäre jeder PC nur ein Gehäuse aus Metall und Kunststoff mit vielen kleinen verkabelten Bauteilen. Denn der Prozessor verarbeitet elektronische Befehle – beispielsweise bei Computerspielen. Er erkennt die Bewegungen mit der Maus und setzt sie auf dem Monitor grafisch um. So fungiert der Prozessor als Herz und Gehirn. Und das längst nicht nur im Computer. Auch in vielen anderen elektronischen Geräten geht es nicht ohne ihn. Sogar beim Wäschewaschen kommt der Prozessor zum Einsatz: In der Waschmaschine ist er verbaut, um den gesamten Prozess von der Vorwäsche bis zum Schleudergang zu steuern.

Vorteile eines guten Prozessors oder: was die CPU können muss

Im Zusammenhang mit der Kaufberatung zum Prozessor ist immer wieder die Rede von der CPU. Dabei handelt es sich um die Abkürzung der englischen Bezeichnung central processing unit (zentrale Verarbeitungseinheit). CPU meint also dasselbe wie Prozessor. Vor allem in Fachkreisen hat sich der kurze Begriff etabliert. Während die CPU zunächst aus einem einzelnen Kern mit einer niedrigen Frequenz bestand, hat sie sich bis heute rasant entwickelt. Moderne Prozessoren verfügen über mehrere Kerne, die mit einer hohen Frequenz arbeiten. Eine Taktung von mindestens 3 Gigahertz ist inzwischen Standard. Das sichert eine schnelle Datenverarbeitung. Der größte Vorteil der modernen CPUs mit mehreren Kernen liegt darin, dass sie mehrere Prozesse gleichzeitig steuern können. Das heißt: Wartezeiten oder gar Programmabstürze bei der parallelen Nutzung unterschiedlicher Software sind passé.

Wie viele Prozessor-Kerne braucht ein PC?

Die meisten PCs verfügen über zwei bis vier Prozessor-Kerne. Rechner mit einem einzigen Kern sind stark veraltet und bieten nicht den gewohnten Komfort. Prozessoren mit 12 oder mehr Kernen sind zwar bereits erhältlich, doch selbst für High-End-Gaming unverhältnismäßig. Je nach Kernanzahl haben die Prozessoren spezielle Namen:

  • Dual-Core: 2 CPU-Kerne
  • Triple- oder Tri-Core: 3 CPU-Kerne
  • Quad-Core: 4 CPU-Kerne
  • Hexa-Core: 6 CPU-Kerne
  • Octa-Core: 8 CPU-Kerne

Wenn ihr mit eurem Computer im Internet surft, Office-Programme wie Microsoft Word nutzt, hin und wieder ein Spiel spielt oder Fotos bearbeitet, reichen vier Prozessor-Kerne völlig aus. Hexa- oder Octa-Core ist nur für sehr anspruchsvolle Software wie topaktuelle Videospiele sinnvoll. Denn die Leistung spiegelt sich auch im Preis wider, der nicht unnötig hoch sein muss.

Intel® und AMD – die besten Hersteller von CPUs

Mit einem weltweiten Marktanteil von 80 Prozent ist Intel® der führende Hersteller von Prozessoren. Zwar weit abgeschlagen, dennoch sehr beliebt und erfolgreich, ist AMD. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in den USA. Sehr günstige und leistungsstarke Einsteigermodelle von Intel® sind die Prozessoren der Serien Celeron und Pentium G. Unter den CPUs Intel® Core i3, i5, i7 und i9 findet der durchschnittliche bis ambitionierte Nutzer sicher einen geeigneten Prozessor. Besonders eifrige Gamer greifen zu Intels® Marke Xeon. Bei AMD finden sich die Hochleistungsprozessoren in der Threadripper-Reihe. Einstiegsmodelle und Prozessoren für leistungshungrige Nutzer hält die Ryzen-Serie von AMD bereit. Die Produkte beider Hersteller sind empfehlenswert, wobei Prozessoren von Intel® meist leicht teurer sind als vergleichbare CPUs von AMD.

Welcher Sockel ist der Richtige?

Beim Prozessor handelt es sich um einen Halbleiter in einem Kunststoffgehäuse. Im PC befindet er sich auf dem Mainboard, der Hauptplatine. Damit er dort montiert werden kann, braucht es eine Steckplatzvorrichtung, den sogenannten Sockel. Nicht jeder Prozessor passt auf jeden Sockel. Beim Kauf eines fertigen PCs ist die CPU bereits verbaut. Doch beim Eigenbau mit einzelnen Komponenten ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Bauteile zueinander passen. Es gibt unterschiedliche Sockel, die mit CPUs von Intel® oder AMD kompatibel sind. Auskunft über die Kombinationsmöglichkeiten gibt das jeweilige Produktdatenblatt im Hardware-Shop.

Klarheit zu den Fachbegriffen: Was heißt übertakten? Und was macht der Cache?

Wer sich im Internet rund um Prozessoren informiert, stößt vor allem in Foren von Computerspezialisten auf Begriffe wie übertakten oder Cache. Das Übertakten wird auch als Overclocking bezeichnet und nur von PC-Profis praktiziert. Dabei belasten sie den Prozessor stärker als vom Hersteller vorgesehen. Dadurch entsteht jedoch auch mehr Wärme, was eine leistungsstarke Kühlung voraussetzt. Für normale Nutzer ist das Übertakten weder nötig noch sinnvoll. Vom Cache haben dagegen auch weniger versierte Computernutzen oft schon einmal etwas gehört. Dabei handelt es sich um einen kleinen, schnellen Speicher. Er beherbergt Daten, die der Arbeitsspeicher häufig abruft. Der Cache beschleunigt die Arbeit der CPU ungemein.

Kaufberatung Prozessor – das ideale Modell schnell finden

Die Eigenschaften des Prozessors zu kennen, ist nicht nur bei der individuellen Zusammenstellung des eigenen PCs wichtig. Auch beim Kauf eines komplett fertig aufgesetzten Computers könnt ihr so feststellen, ob das Gerät zu euren Anforderungen passt. In jedem Fall muss die CPU mit dem Mainboard, dem Sockel und der Grafikkarte kompatibel sein. Wenn ihr einen kompletten PC oder einen einzelnen Prozessor im Internet kaufen wollt, greift am besten zu einem Quad-Core. Damit seid ihr auch noch gut gerüstet, wenn ihr neue Software oder ein modernes Computerspiel ausprobieren wollt. Nur echte Gamer benötigen eine noch bessere CPU.

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