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Bei Jüterbog breitet sich ein Waldbrand rasant aus

Großbrand auf früherem Truppenübungsplatz: Landkreis Teltow-Fläming ruft Katastrophenfall aus

Von News Team - Donnerstag, 06.06.2019 - 15:39 Uhr

Das Feuer auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg hat sich zum größten Waldbrand seit Jahrzehnten in der Mark entwickelt. Der Landkreis Teltow-Fläming südlich von Berlin hat deshalb den Katastrophenfall ausgerufen. Die Löscharbeiten sind riskant.

Mittlerweile hat sich das Feuer, das seit Anfang der Woche wütet, auf einer Fläche von mehr als 800 Hektar ausgebreitet, wie die Stadt am Donnerstagmittag mitteilte.

Der Landkreis Teltow-Fläming habe die vollständige Einsatzleitung übernommen. Er rief den Katastrophenfall aus, weil der Brand schwerer zu löschen ist als bislang angenommen.

"Dimension einmalig"

Kreisbrandmeister Tino Gausche sagte dazu:

Die Dimension dieses Brandes ist einmalig, das hatten wir so noch nie.

Das Feuer breitet es sich rasant aus: Noch Mittwochabend hatte laut Gausche es auf einer Fläche von 600 Hektar gebrannt, wie der „Nordkurier“ in Neubrandenburg mittelte.

Türen und Fenster schließen!

Der böige Wind erschwert dem Brandmeister zufolge die Brandbekämpfung. Anwohner werden angehalten, Türen und Fenster zu schließen.

Risiko für Feuerwehr sehr hoch

Die Situation für die Einsatzkräfte vor Ort ist nach Angaben des Bürgermeisters von Jüterbog, Arne Raue, riskant. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz wurde demnach phosphorhaltige, arsenhaltige und uranangereicherte Munition erprobt, darunter Panzerfäuste, Tretmienen, Granaten . „Wir wissen, dass wir alle möglichen Chemikalien in der Erde haben“, sagte er der Zeitung. Unbekannt sei aber, wie sie miteinander reagieren.

Stadt hat alle Einsatzkräfte abgezogen

Deshalb zog Raue mit sofortiger Wirkung alle Einsatzkräfte der Stadt ab – "zum Schutz von Leib und Leben der freiwilligen Feuerwehrkameraden und –kameradinnen", wie er mitteilte. Mehrere Helfer hätten nach dem Einsatz am Mittwochabend von Detonationen und Chemie-Gerüchen im Wald berichtet. Raue forderte Fachleute, die messen, ob die Luft vor Ort kontaminiert ist. Sobald sich herausgestellt habe, dass die Brandbekämpfer nicht gefährdet werden, gebe es wieder volle Unterstützung.

Außer Einsatzkräften des Kreises bekämpfen derzeit Freiwillige Feuerwehren den Brand, laut "Nordkurier" aktuell 150 Feuerwehrleute mit etwa 25 Fahrzeugen.

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