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Online-Petitionen: Wofür oder wogegen sind Sie?

Online-Petitionen: Wofür oder wogegen sind Sie?

News Team
18.02.2014, 11:03 Uhr
Beitrag von News Team

Wie finden Sie eigentlich Markus Lanz? Wenn Sie den Moderator nicht leiden können, haben Sie vielleicht schon Ihre Stimme abgegeben, damit das ZDF den Mann rauswirft. So wie immerhin mehr als 226.000 andere Menschen, die eine Online-Petition gegen Lanz unterzeichnet haben. Was das bringt? Wahrscheinlich gar nichts. Irgendwann ist die Zeichnungsfrist zu Ende, das ZDF kann das Ergebnis zur Kenntnis nehmen, und das war’s. Wahrscheinlich gibt es bald eine Gegenpetition für Lanz – viele kritisieren die Aktion gegen ihn schon jetzt als „digitales Mobbing“.

Online-Petitionen sind gerade in im Netz. Ein Realschullehrer aus Baden-Württemberg startete Ende November eine Petition gegen einen Bildungsplan. Das Kultusministerium will darin das Wissen über "sexuelle Vielfalt" im Lehrplan verankern, fächerübergreifend. Der Lehrer fürchtet eine „Umerziehung“ – und rief die Petition ins Leben. Bis Montag, dem letzten Tag, unterzeichneten sie 192.238 Menschen. Die Gegenpetition dazu finden bis jetzt 85.880 Menschen unterstützenswert, sie läuft noch 40 Tage.

Petitionen für und gegen alles

Es gibt diverse Seiten im Internet, bei denen man an digitalen Unterschriftenaktionen teilnehmen kann. – zum Beispiel bei change.org oder avaaz.org. Jeder kann eine solche Petition starten, mit ein paar Klicks, kostenlos. Dann muss man nur noch trommeln, um genug Unterstützer zu finden. Gedacht ist das eigentlich, um auf Missstände aufmerksam zu machen, gerade von Leuten, die sonst keine Stimme haben. Die Themen, die den Initiatoren und Unterstützern auf den Nägeln brennen, sind vielfältig: von ernsthaft bis Quatsch. Hunderte von Petitionen stehen bei change.org, die Anliegen reichen von „Die Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter“ (200.000 Unterzeichner) über lokale Aktionen wie „Jetzt Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße“in München (900) bis zu „Verwenden Sie bitte mehr Schokoladen zwischen den Keksen, gerichtet an den „Prinzenrolle-Hersteller“ (25).

Ziel: Aufmerksamkeit und Druck erhöhen

Dank der digitalen Vernetzung kann man viele Gleichgesinnte finden. Und so zwar niemanden zwingen, eine Entscheidung zurückzunehmen oder einen Moderator rauszuwerfen, denn eine rechtliche Auswirkung haben sie nicht. Man kann aber die Aufmerksamkeit für das Thema erhöhen - und vielleicht den Druck.

Etwas anderes sind die offiziellen E-Petitionen, die man beim deutschen Bundestag einreichen kann. Wenn eine bestimmte Anzahl Unterzeichner für ein Thema gefunden wird, muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages damit beschäftigen. Das klappte zum Beispiel beim Aufruf für ein Gesetz zur Netzneutralität, das 50.000 Menschen unterstützenswert fanden.

Die inoffiziellen Petitionen allerdings nehmen gefühlt derzeit überhand. Der Kabarettist Dieter Nuhr wollte den Hype auf die Schippe nehmen – und startete flugs eine eigene auf Online-Petitionen.de: „Gegen digitales Mobbing, binäre Erregung und Onlinepetitionswahn" nannte er sie. Doch das Portal löschte die Petition wieder – Nuhr hatte gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Begründung: Spaßpetitionen sind nicht erlaubt. Die Plattform verkündete zugleich: Petitionen gegen Personen sind ab sofort nicht mehr erlaubt, es handele sich schließlich um ein politisches Instrument und kein Meinungsportal. Die Petition gegen Markus Lanz bleibt aber trotzdem online.

Bei welchem Thema würden Sie eine Online-Petition unterschreiben?

10 Kommentare

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Ich unterschreibe nur Onlinepeditionen von TASSO und anderen Tierschutzvereine.
  • 15.05.2014, 10:20 Uhr
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Nun, da die Schau abgesagt wurde ist das Gejammere groß. Selber schuld, man hat den armen Mann so lange hetzt bis es aus war.
Fürchtet Euch vor einer neuen Schau, so wie Topmodell oder so ? Es gibt ja so viel Müll? Aber Ihr wolltet es ja nicht anders.
Aber der Südtiroler Markus hat diese schlechte Behandlung wirklich nicht verdient, gibt es Bessere? Nur weil er die Wagenknecht kritisch behandelt hat? Würde ich bei einer Kommunistin auch tun? Aber man ist eben zu "Putinfreundlich"?
  • 14.04.2014, 10:41 Uhr
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Ich halte von diesen subjektiven Meinungsäußerungen überhaupt nichts. Ich habe in Foren und Blogs so schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich nu weiß, zu was die IT Gemeinde fähig ist.
Meistens bildet sich ein Meinungsführer heraus dem dann alle, wie dumme Schafe folgen.
Unter der Flagge der Meinungsfreiheit wird aller undenkbarer Mist über eine Person ausgeschüttet.
Dagegen kann man sich kaum wehren, zumal wenn es aus dem Ausland kommt.
Das Internet vergisst auch nichts, wenn es im Cache steht.
Und noch was, dieses "Duzen" geht mir auch auf den Wecker. Auch im IT gelten die normalen Umgangsformen und Regeln.
Ich behalte weiterhin meine eigene Meinung.
  • 07.04.2014, 08:11 Uhr
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wer daß aushält ist schon genug gestraft---mehr unpersönlichkeit geht nicht
  • 24.02.2014, 08:50 Uhr
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Mich würde interessieren, hat schon mal irgendeine Onlinepetition irgendetwas bewirkt, oder verändert?
Da mir bisher nichts bekannt ist, halte ich sie folglich für sinnlos.
  • 18.02.2014, 09:08 Uhr
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ich würde sagen,aufhören.Es war einmal interessant,aber die Zeit ist nicht stehen geblieben,und es ist genug damit.
  • 17.02.2014, 22:24 Uhr
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Manche Leute haben anscheinend keine richtige Aufgabe in ihrem Leben u. müssen sich irgendwie "wichtig" machen ....... Auch mit Lanz das ist für mich ganz klar Mobbing, ob im Netz o. im wirklichen Leben. Ist doch sooo modern, solange man nicht selber gemobbt wird ............ Wo soll das alles hinführen ?? Haben wir als Erwachsene nicht Vorbildfunktionen zu erfüllen !?
  • 29.01.2014, 00:41 Uhr
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Es gibt sehr viele Missstände wie zum Beispiel

- Sklavenarbeit der Wanderarbeiter in Katar und Sotschi,
- Sklavenarbeit der Näherinnen in Bangladesch,
- mangelnde Verfolgung der Maßnahmen gegen den Klimawandel,
- falsche Anreize bei der Energiewende durch den Kapazitätsmarkt,
- völkerrechtlich fragwürdige Einsätze von Kampfdrohen durch die USA,
- Massaker in Syrien, Zentralafrika und anderen Ländern,
- qualvolle Massentierhaltung,
- Datensammelwut der unterschiedlichsten Institutionen,
- und, und, und........

Bei allen diesen Ungeheuerlichkeiten schauen wir machtlos zu, da können auch Online-Petitionen nichts erreichen.

Was interessiert mich da Markus Lanz???
  • 28.01.2014, 21:05 Uhr
  • 04.02.2014, 16:06 Uhr
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Ich finde, dieser Beitrag gehört eher in die Rubrik 'Politik und Gesellschaft'.
  • 28.01.2014, 20:58 Uhr
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