Happy Birthday Facebook, Mutter aller sozialen Netzwerke
Happy Birthday Facebook, Mutter aller sozialen NetzwerkeFoto-Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=_TrvE3q4ZsY

Happy Birthday Facebook, Mutter aller sozialen Netzwerke

News Team
Beitrag von News Team

Als der 19-jährige Mark Zuckerberg Facebook am 4. Februar 2004 gründete, sah das Internet noch ganz anders aus als heute. Soziale Netzwerke gab es noch nicht, ebenso wenig wie viele andere beliebte Webseiten. YouTube entstand erst 2005, Twitter 2006, Seniorbook 2011.

Den gigantischen Siegeszug von Facebook konnte niemand ahnen. Die Plattform war schließlich als kleines Netzwerk für Studenten an der Harvard-Universität gedacht – und damit für eine junge Zielgruppe. Schon am ersten Tag meldeten sich 600 Nutzer an. Schnell weitete sich das Publikum aus, Ende 2004 hatte die Plattform eine Million Nutzer. Aber erst 2006 öffnete sie sich für alle Internetnutzer über 13 Jahren.

Unter Beschuss von Datenschützern

Facebook hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens radikal gewandelt. Immer neue Funktionen, die heute selbstverständlich scheinen, kamen hinzu – so wie 2009 der „Gefällt mir“-Button. Aber immer wieder stand und steht das inzwischen börsennotierte Unternehmen unter Beschuss von Datenschützern. Sie bemängeln, dass es das Portal Mitgliedern zu schwer macht, die Privatsphäre sicherzustellen. Was das Netzwerk mit den vielen Daten seiner Mitglieder anfängt, ist unklar. Nutzer müssen dauernd aufpassen, ob Facebook nicht heimlich Einstellungen verändert hat, so dass Inhalte, die eigentlich privat sein sollten, plötzlich öffentlich sind.

Trotzdem wächst Facebook weiter. 1,2 Milliarden monatliche aktive Nutzer hat das Portal inzwischen. Nächstes Jahr könnte das Netzwerk mehr Mitglieder haben als China Einwohner (1,35 Milliarden).

Die Jugend verlässt Facebook - und die Älteren holen auf

Mark Zuckerberg, heute 29 Jahre alt, hat die Internet-Kommunikation revolutioniert – und den Siegeszug anderer Netzwerke ermöglicht. Aber seine Plattform ist längst keine mehr für ein jüngeres Publikum. In den letzten Jahren soll Facebook fast sieben Millionen junge Nutzer unter 24 Jahren verloren haben. Die tummeln sich jetzt bei anderen Diensten, so wie Whatsapp zum Chatten auf dem Handy. Macht nichts, denn dafür treten mehr und mehr Mitglieder aus der Generation 50+ dem Netzwerk bei. Die größte Altersgruppe auf Facebook sind heute die 35- bis 54-Jährigen.

Erst 25 Prozent der Generation Ü45 sind in sozialen Netzwerken aktiv

Trotz aller Größe: Es gibt ja nicht nur Facebook, sondern neben dem Giganten noch viele weitere soziale Netzwerke so wie Seniorbook. Gerade die zahlenmäßg starke Zielgruppe ab 45 war bislang zurückhaltend in der Nutzung sozialer Netzwerke: 74% geben an, noch keine sozialen Netzwerke zu nutzen (Quelle: Best for Plannung 2013). Und 5,3 Millionen oder 13% der Ü45 sind auf Facebook aktiv (Quelle allfacebook). Die entscheidenden Aspekte für oder gegen soziale Netzwerke liegen in

  • Sicherheit und Datenschutz
  • Sinn und Nutzen


Dabei wird ordentlicher Datenschutz als Pflichtaufgabe gesehen. Das entscheidende Argument ist aber eine konkrete Antwort auf die "Sinnfrage". Immer mehr entdecken nun, dass Netzwerke eine ideale Möglichkeit bieten, um neue Leute und Seiten des Lebens kennen zu lernen. Und das ist ein sehr überzeugendes Argument, weil es einen der größten Wünsche der Menschen bedient: aktiv und so lange wie möglich an der Gesellschaft teilnehmen zu können.

Die Älteren laufen auch hier nicht jedem Trend hinterher und haben meist eine andere Gesprächskultur und eine andere Erwartung an Themen und Angebote. Genau dies nimmt seniorbook auf und will so Facebook ergänzen. Viele Nutzer wechseln zwischen den Netzwerken täglich hin und her.

Natürlich gibt es auch heute noch die Internetmuffel, die sagen, das alles sei Zeitverschwendung. Man solle doch lieber spazieren gehen oder lesen. Aber wer sagt denn, dass man nur das eine oder andere tun kann? Schließlich sind Online-Netzwerke prima Möglichkeiten, um sich auszutauschen, Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen oder sich über das aktuelle Geschehen zu informieren. Das sind genau die Dinge, die die meisten laut einer Bitkom-Umfrage in sozialen Netzwerken tun. Und wenn Ihr nicht sicher seid, ob Ihr zu viel Zeit online verbringt – an dieser Zahl könnt Ihr Euch messen: Die Deutschen sind im Schnitt in sozialen Netzwerken 2,4 Stunden unterwegs. Pro Tag. Lest (und genießt) den Blog von Richard Gutjahr zum 10. Geburtstag von Facebook.

Könnt Ihr Euch ein Leben ohne soziale Netzwerke noch vorstellen?