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Sexismus andersrum: YouTube Video zeigt Männer als Opfer

Sexismus andersrum: YouTube Video zeigt Männer als Opfer

News Team
18.02.2014, 17:12 Uhr
Beitrag von News Team

Der zehnminütige Film beginnt harmlos: Ein Mann bringt sein Kind in den Kindergarten. Doch er ist kaum ein paar Schritte gegangen, als er sich einen anzüglichen Spruch anhören muss – von einer Frau. Je weiter er geht, desto mehr passiert es: herablassende Sprüche, Pfeifen, Kommentare zu seinem Aussehen und eindeutige sexuelle Angebote. Die Frauen laufen ungeniert oben ohne herum, der Weg des Mannes wirkt wie ein Spießrutenlauf inmitten von sexistischen Bemerkungen und Blicken. Und es wird immer schlimmer. Eine Gruppe von Frauen beschimpft ihn zuerst aggressiv und belästigt ihn sexuell. Die Polizistin reagiert abschätzig nimmt ihn nicht ernst – genau wie seine Frau.

Diskriminierung in einer verkehrten Welt

Regisseurin Eléonore Pourriat zeigt in dem Film „Majorite Oprrimee“ bzw. „Opressed Majoity“ (deutsch: „Unterdrückte Mehrheit“) eine verkehrte Welt: Frauen stehen im Mittelpunkt der Gesellschaft, sie bestimmen und können sich alles erlauben. Männer sind die Opfer des alltäglichen Sexismus. Und diejenigen, die sich herablassend und sexistisch verhalten und andere Menschen diskriminieren, sind die Frauen.

Der Film erklärt nichts, das muss er auch nicht: Der Spieß wird einfach umgedreht – und die Botschaft ist viel anschaulicher als Erläuterungen. Kein Wunder, dass der YouTube-Film innerhalb weniger Tage 6,5 Millionen Mal aufgerufen wurde – und hunderttausendfach in sozialen Netzwerken geteilt und diskutiert wurde. Und das, obwohl der Film gar nicht neu ist. Er stammt aus dem Jahr 2010, die französische Originalfassung steht schon seit einem Jahr auf YouTube. Eine Version mit englischen Untertiteln kam Anfang Februar 2014 hinzu – und seitdem verbreitet sich der Clip explosionsartig. Das zeigt nicht nur die Macht der sozialen Netzwerke, sondern auch die große Aufmerksamkeit für das Thema Sexismus.

Neue Sexismus-Debatte nach dem „Aufschrei“

Der Film hat eine neue Sexismus-Debatte zwischen den Geschlechtern provoziert – wenn auch keine so erbitterte wie vor einem Jahr um diese Zeit. Damals tobte die „Aufschrei“-Diskussion im Netz. Unter dem Schlagwort beschrieben Frauen auf Twitter alltäglichen Sexismus. Ausgelöst wurde das durch den FDP-Politiker und damaligen Minister Rainer Brüderle, der gegenüber der Stern-Journalistin Laura Himmelreich anzügliche Bemerkungen fallen ließ. Sie machte das öffentlich – und löste eine heftige Sexismus-Debatte in ganz Deutschland aus.

Wie findet Ihr den Film und seine Botschaft? Verhalten sich Männer wirklich so sexistisch wie die Frauen in dem Film?
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29 Kommentare

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Nein, so wild habe ich es selber nicht erlebt. Aber im Laufe meines langen Lebens habe ich schon die eine oder andere Dame weg-weisen müssen; nicht alle ()
  • 19.02.2014, 09:02 Uhr
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Sexismus, egal von wem, ist doch nur eine Form unter den Machtkämpfen oder -demonstrationen wenn man sonst nix hat
  • 18.02.2014, 11:36 Uhr
  • 18.02.2014, 11:51 Uhr
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Wie soll die Welt besser werden, wenn die Frauen nun dazu angeregt werden, sich genau so ungezogen zu verhalten, wie einige schlecht erzogene Männer in der Vergangenheit und leider auch noch heute?
Gleiches mit gleichem zu vergelten endete stets in Mord, Totschlag, Krieg. Davon und von diesem lächerlich aufgesetzten Geschlechterkrieg hab ich die Schnauze gestrichen voll!
  • 18.02.2014, 10:51 Uhr
Danke!
  • 18.02.2014, 11:51 Uhr
  • 18.02.2014, 13:23 Uhr
Richtig so, Bernd, seh ich ganz genau so!
  • 18.02.2014, 14:24 Uhr
Gleichberechtigung heisst doch nicht Gleichmacherei, ich will nicht im stehen pinkeln müssen nur damit ich von anderen Stehpinklern als ebenbürtig respektiert werde. Und ich mag es, wenn mir ein Mann die Tür aufhält oder mir seinen Platz anbietet. Es macht mir aber auch nix aus, einem Mann meinem Platz anzubieten, wenn ich denke er braucht ihn.
Gleichberechtigung bedeutet auch zu respektieren das es Unterschiede gibt zwischen den Geschlechter ebenso wie bei anderen Individuen. Und wenn ich da die Ratschläge höre, wie ein Frau sich verhalten solle, damit sie sich in der Männerwelt behaupten kann, ist das auch meistens nur der Rat, männliches Machtgehabe nachzuäffen.
Aber Tatsache ist es nunmal auch, das Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen und das eine Frau doppelt so gut sein muss, um von Männern als ebenbürtig behandelt zu werden.
Aber Sexismus ist mehr, es ist ein Versuch Macht durch eine Herabwürdigung der Geschlechtszugehörigkeit zu erlangen.
  • 18.02.2014, 15:31 Uhr
Banalitäten und Unwahrheiten werden nicht richtiger und interessanter durch dauernde Wiederholung!
  • 18.02.2014, 15:47 Uhr
Danke! Nachher, muss jetzt ne Kiste Blubberwasser holen.
Für die Frau, Kiste ist zu schwer!
  • 18.02.2014, 16:34 Uhr
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wunderbar...denn so geschieht es ja oft umgekehrt und männer finden sich dann besonders gut.
ich denke da an die zeit um 1965 (mein alter zwischen 18 und 20 jahren) und spreche aus erfahrung...wie oft hat sich so ein alter sack - im vergleich zu meinem alter - das recht herausgenommen (oft waren es diese , die glaubten etwas besonderes zu sein,diese neureichen, ob vom vorstand bzw.der herr mit dem doktortitel, vertreter, etc.),dich als freiwild zu sehen.ob es das unverschämte antatschen oder diese anzüglichen sexistischen angebote waren.
wenn das nicht funktioniert hatte, wurden sie beleidigend und wollten dir zeigen wer sie überhaupt sind.
das funktioniert heute nicht mehr so....wenn frauen das heute umgekehrt machen..herrlich (Y) - gleichberechtigung...
  • 18.02.2014, 09:51 Uhr
Macht das die Welt und das Miteinander besser? Ich bin patriarchisch erzogen, bin durch die Emanzipationswelle geprägt und habe gelernt, Menschen zu respektieren, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, keiner ist besser oder schlechter als ich. Der Umgang miteinander wird nicht besser, wenn Frauen das Verhalten von einigen Männern kopieren, denn sie wissen nicht was sie tun. Vorleben dessen, was mich ausmacht, das lässt mich authentisch sein, bringt mich in meine Mitte.
  • 18.02.2014, 10:25 Uhr
Wie soll die Welt besser werden, wenn die Frauen nun dazu angeregt werden, sich genau so ungezogen zu verhalten, wie einige schlecht erzogene Männer in der Vergangenheit und leider auch noch heute?
Gleiches mit gleichem zu vergelten endete stets in Mord, Totschlag, Krieg. Davon und von diesem lächerlich aufgesetzten Geschlechterkrieg hab ich die Schnauze gestrichen voll!
  • 18.02.2014, 10:50 Uhr
I.du bist wie die Reporterin die den Brüderle versuchte aufs Kreuz zu legen.Die ganze Debatte geht mir langsam aber sicher auffen Sack
  • 18.02.2014, 10:52 Uhr
klaus ru... diese " gleichberechtigung" ist eher ironisch von mir gemeint.
denn ich halte von dieser frauenemanzipation nicht viel...
habe auch eine entsprechende kinderstube genossen
für deine zeilen
  • 18.02.2014, 10:56 Uhr
helmuth mir auch...das mit dem sack
ähm...den brüderle aufs kreuz legen?
da fällt mir doch glatt meine bandscheibe ein
  • 18.02.2014, 11:28 Uhr
hummer ist - wenn der campagner dazu auch schmeckt
  • 18.02.2014, 11:29 Uhr
Männer sollten zu den Frauen halten und umgekehrt, dann wird die Welt ein Stückchen schöner.
Und dazu Hummer und Champagner!
Besser als Geschlechterkampf mit Tofu und stillem Wasser ...
  • 18.02.2014, 11:42 Uhr
  • 18.02.2014, 12:07 Uhr
  • 18.02.2014, 12:14 Uhr
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ware männer haben sexismus nicht nötig.diese peinlichkeiten,empfinde ich,als teilweise auch provoziert.geht man an bauarbeitern vorbei,erwartet man doch schon irgendwelche pöbeleien und pfiffe.allein der gedanke daran, ist peinlich.ignorieren,fertig.
  • 18.02.2014, 09:40 Uhr
lieber fero,ich hab nicht gesagt,daß das meine meinung ist.grad zimmerleute haben ein feines ehrgefühl.es war eher ironisch gemeint.diese diskusionen,sind unnütz.es ist der leute weg.
  • 18.02.2014, 10:32 Uhr
Was soll den der Hinweis auf Bauarbeiter. Geh doch mal an einer Gruppe junger Männer vorbei. Das geht schon bei 14jährigen los. In der Gruppe werden sie stark und pfeiffen und rufen Dir hinterher. Das ist heute nicht mehr so, weil die Mädchen anders erzogen sind und Du sie damit nicht mehr verwirren kannst. Die pfeiffen höchstens zurück und pöbeln mit. Aber früher waren halt am Bau viele Männer beieinander und deswegen gabs da halt mal einige Pfiffe. Da gings aber gar nicht um die Frau an sich, sondern um das Image vor den Kollegen. Und wie gesagt, in anderen Gruppen von Männern war das nicht anders.
  • 18.02.2014, 10:33 Uhr
eben,es wird ja so erwartet.viele machen sich extra fein und suchen diese begegnungen.hin wie her.sowas wird immer wieder geschehn.
  • 18.02.2014, 10:38 Uhr
ich glaub nicht, das das am Krieg der Geschlechter liegt, eher an diesem komischen Sozialdarwinismus, der den Kindern schon in der Schule, und durch die Medien eingeimpft wird, das nur der Starke, Rücksichtslose erfolgreich ist, also zeigen sie eben "Stärke"... soziales Verhalten wird doch meistens nur noch als Ursache für Versagen dargestellt
  • 18.02.2014, 16:56 Uhr
gerda und das ganze nennt sich dann freiheit ohne regeln ohne nachdenken,einfach drauf.respekt und achtung vor seinem gegenüber wird nicht mehr vermittelt.das hat nichts mit geschlechtern zu tun.es gibt die allgemeine verrohung.
  • 18.02.2014, 17:10 Uhr
ja und als Vorbild das das alles natürlich ist, werden dann die verhaltensweisen von Schimpansen benutzt .... dabei haben die sogar Regeln um Konflikte und Aggressivität zu vermeiden
  • 18.02.2014, 17:19 Uhr
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Ich sehe das als völlig unrealistisch.
Dieses Thema wird einseitig abgehandelt und Ausnahmen werden als allgemeingültig dargestellt.
  • 18.02.2014, 09:01 Uhr
haste recht, ist völlig unrealistisch als Mann wird man von ner Frau in der Öffendlichkeit eher nicht auf so drastische Weise angemacht ..., als Frau kann dir das aber durchaus passieren
  • 18.02.2014, 11:17 Uhr
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