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Google Suggest: So schräg finden die Deutschen ihre Städte

Google Suggest: So schräg finden die Deutschen ihre Städte

News Team
04.03.2014, 11:18 Uhr
Beitrag von News Team

Ist Hannover wirklich langweilig? Wolfsburg tatsächlich keine Stadt? Und Leipzig das bessere Berlin? Diese Phrasen bekommt man, wenn man bei Google in das Suchfeld einen Städtenamen mit dem Wort „ist“ schreibt. Also zum Beispiel: Frankfurt ist. Man kann weitertippen – oder aber aus den Vorschlägen einen auswählen, die Google jetzt anbietet. Diese Funktion nennt die Suchmaschine Suggest oder auch Autovervollständigung bzw. Autocomplete. Google will damit vorhersagen, was den Nutzer bei der Suche wohl interessieren könnte.

Google Suggest ist umstritten

Das ist praktisch, weil es ihm vielleicht Tipparbeit ersparen kann – und manchmal auch lustig, wie das Beispiel Städtenamen zeigt. Google wählt die Ergänzungsvorschläge bei den Suchbegriffen nicht willkürlich aus. Sie setzen sich aus den Suchanfragen aller Nutzer zusammen. Wenn zum Beispiel 30 Menschen bei der Suche eintippen „Magdeburg ist hübsch“, aber 500 Leute „Magdeburg ist hässlich“ – dann wird der zweite Suchbegriff mit größerer Wahrscheinlichkeit in den Vorschlägen landen. Wie genau das funktioniert, verrät Google nicht. Es handele sich um das „algorithmisch erzeugte Resultat mehrerer objektiver Faktoren, inklusive der Popularität der eingegebenen Suchbegriffe“, erklärte ein Konzernsprecher.

Google Suggest steht regelmäßig unter Beschuss. Bettina Wulff beispielsweise wollte Google zwingen, bestimmte Assoziationen mit ihrem Namen zu löschen. Eine Zeitlang schlug Google schon nach Eingabe der Buchstaben B und E die Suchphrase „Bettina Wulff Prostituierte“ vor. Wulff klagte gegen Google, dann entschied der Bundesgerichtshof in einem anderen Fall: Der Konzern muss auf Aufforderung bei Scuhanfragen Wortkombinationen unterdrücken, wenn dadurch Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Google ist nicht neutral

Google ist ja bei Suggest auch nicht wirklich neutral: Bestimmte Begriffe werden für die Scuhanfragen vorab ausgefiltert, wenn sie pornografisch, gewaltverherrlichend oder urheberrechtsverletztend sind. Letztlich sagt die Autovervollständigung aber mehr über die Nutzer als über Google aus. Oder warum tauchen sonst Begriffe auf wie „Mainz ist ein Dreckloch“ oder „Mannheim ist sehr hässlich“`? Mitunter sind die Assoziationen auch skurril. Wir erfahren: „Karlsruhe ist die Single-Hölle“ und „Dortmund ist dein ganzes Herz“. Dasselbe Spiel kann man übrigens auch mit Ländern machen. „Deutschland ist vegan“, kommt dann heraus, und „Frankreich ist Urlaub“. Immer noch besser als Italien, das ist nämlich wahlweise „pleite“ und „scheise“ (sic).

Probieret es doch mal selbst aus – welches Ergebnis zeigt Google bei Eurem Heimatort an?

2 Kommentare

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Frankfurt ist für mich wunderschön, da kann Google sagen was sie will, hi,hi
  • 04.03.2014, 19:36 Uhr
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News Team
"München ist wie dritte Zähne"
  • 04.03.2014, 12:03 Uhr
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