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Datenschutz und Datensicherheit: So werdet Ihr lästige Online-Accounts wieder los

Datenschutz und Datensicherheit: So werdet Ihr lästige Online-Accounts wieder los

News Team
Beitrag von News Team

Ihr habt einmal bei Ebay etwas ersteigert, beim Fotodienst Flickr ein paar Urlaubsbilder hochgeladen, bei Amazon etwas gekauft und bei Facebook ein Konto angelegt. Aber jede Webseite, bei der Ihr im Internet ein Konto anlegt, hat ein paar Daten von Euch. Mindestens eine E-Mailadresse, wahrscheinlich den Namen, mitunter, wenn es ein Shop ist, auch Kontoinformationen und Adresse. Wenn Ihr diese Dienste nicht mehr nutzt, solltet Ihr die Konten ruhig löschen. So schützt Ihr Eure Privatsphäre und damit Eure Daten.

Datenschutz sieht anders aus


Das sollte eigentlich nicht weiter schwer sein. Das Bundesdatenschutzgesetz und EU-Gesetze schreiben vor, dass dem Internetnutzer diese Möglichkeit gegeben werden muss. Aber bei amerikanischen Webseiten ist es nicht immer so einfach – die Regelungen zum Datenschutz sind dort ganz andere, und meist sind sie viel laxer. Es kann sein, dass man die Seite zum Löschen des eigenen Kontos einfach nicht findet, weil sie so versteckt ist. Manchmal genügt ein Klick, dann wieder muss man per Mail bestätigen, dass man sich wirklich abgemeldet hat. Oder gar eine Ausweiskopie schicken. Datenschutz sieht anders aus.

Deaktivieren heißt nicht löschen


Der schlimmste Fall: Es ist manchmal einfach gar nicht vorgesehen, das eigene Profil zu löschen. Ja, auch das gibt es. Zum Beispiel bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Oder dem Blogging-Dienst Wordpress. Auch Facebook macht es den Mitgliedern extrem schwer. Über die Sicherheitsseiten bei den Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellung kommt man relativ schnell zum Feld „Deaktiviere mein Konto“. Aber Deaktivieren heißt noch lange nicht Löschen.

Denn bei Facebook könnt Ihr Euren Account nur stilllegen. Sobald Ihr Euch einmal wieder einloggt, ist alles wieder da. Das heißt aber auch, dass Facebook Eure Daten weiter besitzt. Die Möglichkeit, das Konto zu löschen, ist wesentlich versteckter. Das ist einer der Gründe, warum Datenschützer das US-Netzwerk kritisieren: Die Privatsphäre der User wird nicht ausreichend geschützt.

Justdelete.me hilft beim Löschen von Accounts


In jedem Fall kann es mühsam sein, sich durch die Hilfeseiten der einzelnen Anbieter zu wühlen, um endlich den eigenen Account loszuwerden. Ein US-Dienst will dabei helfen. Justdelete.me listet mehr als 240 Dienste auf und kennzeichnet sie mit farbigen Markierungen. Grün heißt, das Konto ist leicht zu löschen, gelb bedeutet mittel und rot schwierig. Schwarz markierte Accounts wird man überhaupt nicht mehr los. Dazu liefert der Service jeweils einen Link direkt auf die Seite zum Löschen des Accounts. Langwierige Suchen könnt Ihr Euch damit sparen. Unter den aufgelisteten Webseiten sind zahlreiche englischsprachige, aber auch viele in Deutschland genutzte oder sogar von hier stammende. Nach Informationen von justdelete.me ist es zum Beispiel unmöglich, sein Konto bei DHL, der Foto-Community Pinterest, dem Videodienst Youtube oder bei Wikipedia zu löschen. Datenschützer raten in so einem Fall: eine Mail an den Anbieter schreiben und die Löschung verlangen.

Aber justdelete.me ist auch hilfreich, wenn Ihr noch überlegt, ob Ihr Euch einen Account auf einer Webseite im Internet anlegen wollt. Wenn Ihr beim Blick auf die Liste seht, dass das Löschen hinterher unmöglich ist, lasst Ihr es womöglich gleich bleiben.

Habt Ihr schon mal vergeblich versucht, ein Konto im Internet wieder loszuwerden?