Sicherheit für Senioren: Schutz vor Einbruch und Trickdiebstahl
Sicherheit für Senioren: Schutz vor Einbruch und TrickdiebstahlFoto-Quelle: Kalinovsky Dmitry,2012

Sicherheit für Senioren: Schutz vor Einbruch und Trickdiebstahl

Beitrag von wize.life-Nutzer

Einbruchszahlen steigen, vor allem in Großstädten hat die Zahl der Einbrüche in den letzten Jahren stark zugenommen (siehe http://www.sueddeutsche.de/muenchen/immer-mehr-einbrueche-in-muenchen-einbrecher-stehlen-das-sicherheitsgefuehl-1.1830116). Auch die Zahl der sog. Trickbetrüger steigt stetig an. Vor allem Senioren werden vermehrt Opfer von hinterhältigen Betrugsmaschen. Haustürbetrug in Form eines „falschen Gas-Wasser-Installateurs“ oder der „Enkeltrick“ sorgen vor allem bei Senioren für große Unsicherheit.

Steigende Kriminalitätsraten und die Angst vor einem Einbruch sorgen dafür, dass sich viele ältere Menschen nicht mehr in den eigenen vier Wänden wohlfühlen. Vor allem Alleinstehende fürchten im Ernstfall hilflos zu sein und so ein leichtes Opfer für Einbrecher und Trickbetrüger darzustellen. Deshalb sollten vor allem Senioren einige Verhaltenstipps beachten und für Sicherheit im Eigenheim sorgen, um die Angst vor Einbruch und Trickdiebstahl zu minimieren.

Seniorensicherheit ist ein ernstzunehmendes Thema, das glücklicherweise mehr und mehr in den Vordergrund rückt. So gibt es spezielle Seminare für ältere Menschen, die rundum das Thema Sicherheit für Senioren, Sicherheit im Alter und Sicherheit zu Hause behandeln. Auch die Polizei trägt durch Broschüren und Verhaltensratschläge zur Aufklärung im Bereich Seniorensicherheit bei (siehe http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/5.html).

Trickdiebstahl – Die Maschen der Betrüger, „Enkeltrick“ und falsche Handwerker

In den Medien häufen sich die Berichte über den sog. „Enkeltrick“. Mit Sätzen wie „Rate mal, wer am Telefon ist“ rufen die Trickbetrüger bei Senioren an und geben sich als Enkel aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Dabei wird den Opfern eine dringliche finanzielle Notlage des Enkels vorgetäuscht. Oft rufen die Trickbetrüger wiederholt an, um die Opfer unter Druck zu setzen. Erklären sich die Opfer bereit, das Geld zu leihen, schicken die Trickbetrüger meist einen Boten, der das Geld abholen soll.

In solchen Fällen ist es wichtig, eine gesunde Portion Misstrauen an den Tag zu legen. Erkennen Sie die Person, die sich als ein Verwandter am Telefon ausgibt, nicht, geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus. Um einen Trickdiebstahl zu vermeiden, ist es in solchen Fällen immer ratsam, Rücksprache mit Familienmitgliedern oder einer Vertrauensperson zu halten und auf keinen Fall Geld an fremde Personen zu übergeben. Oft besteht die Scheu in einem solchen Fall die Polizei anzurufen, doch genau dafür ist sie da! Erhält man einen verdächtigen Telefonanruf, ist es ratsam, sofort die Polizei zu verständigen.

Ähnlich wie der „Enkeltrick“ sehen andere Arten von Trickdiebstahl aus. So geben sich Trickbetrüger als Handwerker oder Stadtwerke-Mitarbeiter aus und versuchen sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Auch hier gilt: Misstrauen ist angebracht. Lassen Sie niemand in die Wohnung. Bedenken Sie, Handwerker oder Stadtwerke-Mitarbeiter kündigen ihren Besuch meist (schriftlich) an. Im Zweifelsfall, sollte der Besuch verschoben werden und um einen anderen Termin gebeten werden.

Viele Trickbetrüger lassen sich hiervon abschrecken. Auch ein hinzugezogener Nachbar als Beistand kann abschreckend auf Trickbetrüger wirken. Bestehen immer noch Zweifel, so bringt ein Anruf bei den Stadtwerken oder dem Handwerkerbetrieb Klarheit. Als Devise hier gilt: Machen Sie sich nicht zum Opfer der eigenen Höflichkeit. Sicherheit geht immer vor. Mehr zu den Themen Sicherheit im Alter und den Maschen der Trickbetrüger auch hier: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/die-maschen-der-trickbetrueger-bid-1.2972069.

Sicherheit zu Hause – Schutz vor einem Einbruch

Schutz vor Kriminalität in den eigenen vier Wänden hat vor allem etwas mit einbruchssicheren Türen und Fenstern und der richtigen Sicherheitstechnik zu tun. Die Haustüre stellt die wichtigste Barriere vor dem Einbruch dar. Deshalb sollte sie ihren Zweck als Schutz vor Einbrechern auch gerecht werden. Türen kommen in verschiedenen Widerstandsklassen, von WK1, die nur mäßigen Schutz gewährleistet, bis hin zu WK6, einer besonders hohe Schutzklasse. Beim Kauf der Wohnungstür sollte also auf ein Modell mit besonders hohem Sicherheitsfaktor geachtet werden. Doch natürlich ist der Einbau einer neuen Tür nicht immer eine Option, schon gar nicht in Mietwohnungen. In solchen Fällen kann mit einem Balkenschloss die Sicherheit der Wohnungstür verstärkt werden. Einbrecher können dieses nur schwer knacken.

Beim Thema Türen sollte auch das Thema Sicherheitstechnik angesprochen werden. Die Installation eines Weitwinkel-Spion, oder noch besser, einer Türsprechanlage (Beispiele finden Sie auf http://www.ips-technik.de/de/Video-Tuersprechanlage/Video-Tuersprechanlage-Set-) sollte überdacht werden. So haben Bewohner genau im Blick, wer denn zu ihnen will. Zusätzlich empfiehlt die Polizei Bayern eine Tür mit Sperrbügel, so kann ein Aufstoßen der Eingangstür durch Trickbetrüger und andere Kriminelle verhindert werden.

Zusätzlich zu den Türen stellen auch die Fenster eine Schwachstelle für einen Einbruch dar. Mehr als die Hälfte aller Einbrüche erfolgt über Fenster (mehr dazu hier: http://www.wohnen-magazin.de/einbruchschutz/articles/einbruchsichere-fenster.html). Dies gilt insbesondere dann, wenn die Wohnung im Erdgeschoß liegt. Die Installation einbruchssicherer Rollläden kann hier für Sicherheit sorgen. Auch Fenstergitter wären für unsichere Wohngebiete eine Option.

Seniorensicherheit – Eine gute Beziehung mit den Nachbarn lohnt sich

Eine gute Beziehung zu den Nachbarn ist Gold wert. Nicht nur was Gesellschaft und zwischenmenschliche Beziehungen angeht, sondern auch im Hinblick auf Sicherheit für zu Hause. Hat man eine gute Beziehung zu seinem Nachbar, ist es einfacher diesen im Falle von Trickbetrügern zwecks Beistands heranzuziehen. Auch können Nachbarn im Falle eines Urlaubs oder Krankenhausaufenthalts den Briefkasten leeren und nachschauen, ob in der Wohnung alles in Ordnung ist.

Beherzigt man all diese Ratschläge, kann hoffentlich die Frage „Fühlen sie sich sicher in den eigenen vier Wänden?“ bald mit einem resoluten „Ja“ beantwortet werden.

Foto: colourbox.com