Internet und Passwörter
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Internet und Passwörter

Beitrag von wize.life-Nutzer

Auf der Grundlage, dass offensichtlich schon wieder eine CD mit 18 Mio. E-Mail-Adressen mit Passwörtern, davon 3 Mio. aus Deutschland geklaut wurden und alle Provider davon betroffen sind (ZDF Nachtjournal), noch einmal eine Info zu sicheren Passwörtern.

Das erste Passwort, das Sie benötigen, ist das Anmeldepasswort für Ihren PC/Laptop. Geben Sie da kein Passwort bei der Einrichtung an, steht Ihr Rechner für alle Fremdzugriffe frei zur Verfügung. Bei der Anmeldung zu Windows 8 können Sie sich auch mit dem Microsoft-Konto anmelden. Das ist Ihre E-Mail-Adresse + Passwort. Dieses Passwort darf nicht das gleiche sein, mit dem Sie Ihre E-Mails abrufen.

Das nächste Passwort, das Sie möglicherweise benötigen, ist ein Passwort für den Zugriff auf Ihre E-Mails. Auch dieses Passwort darf es bei all Ihren Passwörtern nur einmal geben und es muss sicher sein.

Wenn Sie sich bei Seniorbook, Facebook, Ebay, Amazon, Ihrer Bank oder einem anderen Dienstanbieter im Internet registrieren, müssen Sie Ihre E-Mail-Adresse mit einem Passwort angeben. Die E-Mail-Adresse wird angefordert, weil es diese nur einmal im ganzen Internet gibt. mit der E-Mali-Adresse und Ihrem Passwort identifizieren Sie sich bei dem Dienstanbieter. Dabei dürfen Sie nicht das Passwort für Ihren E-Mail-Zugang angeben. Es gilt, für jeden Anbieter: Eine E-Mail-Adresse und ein eigenes Passwort. Empfehlung: legen Sie sich mindestens zwei E-Mail-Adressen an, eines für Ihre persönlichen Interessen, eine für die Internet-Dienste, die Sie häufig auch mit täglichen Newslettern überschütten.

Sie brauchen immer ein sicheres Passwort.
Als sicher gilt ein Passwort, für das heute bekannte Programme mindestens einen Monat brauchen um es zu entschlüsseln. Die meisten denken, wenn ich ein Wort wähle, das eigentlich nur ich kenne, dann ist das Passwort sicher. Bei weitem gefehlt. Irgend wo im Internet gibt es bestimmt ein Wörterbuch, in dem auch ihr Wort drin steht. Es dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde, solche Passwörter zu knacken.

Wie ist ein sicheres Passwort aufgebaut?
Als Regel gilt und wird heute für viele Registrierungen gefordert:
- Mindestens 8 Zeichen bestehend aus
- Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung
- Zahlen
- Sonderzeichen, wobei einige Sonderzeichen abgewiesen werden können.

Wenn Sie gerne Auslandsreisen unternehmen und dort in Internet-Cafés auf Ihre Internet-Dienste zugreifen möchten, sollte Ihr Passwort keine deutschen Zeichen, wie Umlaute ä, ö, ü oder das ß enthalten. Diese stehen auf ausländischen Tastaturen nicht zur Verfügung, es sei denn, sie kennen den dazu gehörigen ASCII-Code.

Wie kann ich so ein Passwort erstellen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Passwort zu erstellen, das Sie sich auch merken können.

Da gibt die eine und viel gepriesene Methode, einen Satz mit mindestens acht Wörtern zu bilden. Der Trick ist inzwischen auch den Ganoven bekannt. Daher sollte es kein Satz aus Ihrem Lieblingsgedicht sein oder ein anderer bekannter Spruch. Schreiben Sie sich die Ersten Buchstaben der Wörter auf. Zahlwörter werden als Zahl geschrieben. Beginnen oder beenden Sie den Satz mit einem Sonderzeichen. Im Satz kann ein Komma vorkommen, Oder bilden Sie zwei Sätze mit einem Punkt oder einem anderen Satzzeichen dazwischen.

Heute ist mein 1. Tag auf Seniorbook! Him1.TaS!

Eine andere Möglichkeit ist, dass sie die Anfangsbuchstaben von zwei Ihrer Lieblingsworten verwenden und diese mit Zahlen, z. B. Datumswerte und Sonderzeichen ergänzen.

Katze, Hund, heute ist der 04.04.2014 --> Ka04-Hu14

Vielleicht fallen Ihnen noch weitere Möglichkeiten ein.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Passwort-Generators, meistens in Verbindung mit einem Passwort-Save auf Ihrem Computer. Der liest u. U. die Passwörter bei Bedarf selber aus. Ansonsten können Sie die Passwörter kopieren und an entsprechender Stelle einfügen.

Ihr Browser fragt Sie i.d.R. ab, wenn Sie ein neues Passwort eingeben, ob dieses Passwort gespeichert werden soll. Die heutigen Browser versprechen. diese verschlüsselt zu speichern. Ich rate aber davon ab. Heben Sie die Passwörter in einem Passwortsave auf Ihrem Computer auf, dann müssen Sie sich nur ein Passwort für diesen Save merken, oder schriftlich an einer Stelle in Ihrer Wohnung, die nicht jedem frei zugänglich ist.

Erstellen Sie für jede Registrierung ein eigenes Passwort, das nicht das Passwort für Ihre E-Mails ist. Wenn Sie sich jeden Tag bei einem Dienstanbieter einloggen, sollten Sie das Passwort für diesen Dienst regelmäßig (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich etc.) ändern.

Wie kann man Ihre E-Mail-Adresse und Passwort knacken?
Ihre E-Mail-Adresse oder Ihr Name kommt im Internet vor, Im Telefonbuch oder auf irgend einer Internetseite. Ihre E-Mail-Adresse besteht aus Ihrem Namen@Provider, oder sie enthält einen Teil Ihres Namens. Sogenannte Crawler oder Spider können daraus ihre E-Mail-Adresse mit Leichtigkeit ausmachen. Wenn man nun auf das so ausfindig gemachte E-Mail-Konto zugreifen möchte, braucht man das Passwort. Mit entsprechenden Programmen, die zwar verboten sind, kann man nun versuchen Ihr Passwort zu knacken. Das Programm unternimmt mehrere Versuche beginnend beim Wörterbuch-Scan und einigen Abwandelungen davon. Die meisten Scans hören nach ein bis zwei Sekunden auf. Ist das Passwort zu der E-Mail-Adresse unsicher, ist es in dieser Zeit geknackt. Nehmen sich die Ganoven mehr Zeit, können Sie auch weitere Passwörter knacken. Ihre E-Mails auf dem Server geben Aufschluss, wo Sie überall einkaufen. Dort haben Sie womöglich ihre Bankdaten oder Kreditkarten-Informationen hinterlegt. Wenn Sie überall das gleiche oder ein unsicheres Passwort hinterlegt haben, ist es dem Ganoven ein Leichtes an Ihr Geld zu kommen.

Darum: E-Mails nicht unnötig lange auf dem Server Ihres Providers liegen lassen. Verwenden Sie ein E-Mail-Programm auf Ihrem Rechner, das über POP3-Protokoll die E-Mails auf dem Server löscht, wenn sie auf Ihrem Rechner sind.

Verwenden Sie für jeden Internetdienst ein anderes, sicheres Passwort, das Sie regelmäßig ändern.

Dann brauchen Sie vor Hackern keine Angst zu haben.

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