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Was Frauen wirklich denken: Sollen wir Mammuts und Dinosaurier wieder belebe ...

Was Frauen wirklich denken: Sollen wir Mammuts und Dinosaurier wieder beleben?

Sonja Bissbort
25.04.2014, 15:03 Uhr
Beitrag von Sonja Bissbort

War "Jurassic Park" noch reine Film-Fantasterei, so könnte die Auferstehung und Wiedergeburt ausgestorbener Tiere nun Wirklichkeit werden. Brasilien zum Beispiel will vom Aussterben bedrohte Tiere klonen und so retten. Das ist die gute Nachricht. Darüber hinaus sollen auch Mammuts, Säbelzahntiger oder Höhlenlöwen, also längst ausgestorbene Tiere wieder zum Leben erweckt werden.

Forscher hoffen, sibirische Mammut-Funds für Klon-Material nutzen zu können, aber auch mit geklonten Mammutbäumen das Weltklima zu retten.

Aber - ist ein realistisches Szenario auch eine gute Wirklichkeit?


Die moderne Gentechnik erlaubt offenkundig die Umsetzung dieser grandiosen Fiktion: Der Mensch kann eine untergegangene Welt wiederbeleben. Forscher arbeiten weltweit an diesem Traum und stehen in absehbarer Zeit vor seiner Verwirklichung. Was mit dem Schaf Dolly gelang, soll nun im großen Stil gelingen. Man sei den letzten Geheimnissen auf der Spur und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, wenn es nicht mehr darum geht, ob man es kann, sondern ob man es wirklich darf.

Dürfen Klonkrieger unsere Welt beherrschen?


Selbst Wissenschaftler reagieren mit Skepsis und Angst auf das mögliche Szenario, das zum Greifen nahe scheint. Bereits 2009 wurde eine ausgestorbene Tierart wieder zum Leben erweckt. Der kleine Pyrenäensteinbock, dessen Klon eine Ziege ausgetragen hatte, starb zwar wenige Minuten nach der Geburt an einer Lungenanomalie. Aber die Forscher sehen den Durchbruch nahe. "Bei einem Mammut vielleicht 20 oder 30 Jahre, womöglich aber auch weniger" - so der Gentechnik-Experte Hendrik Poinar von der kanadischen McMaster-Universität:

"Die Frage ist: Sollen wir das tun?"


Derzeit ist die Umsetzung der Fiktion noch zeitlich limitiert. Die Forscher brauchen DNA-Material, das nicht zu alt ist, maximal bis zu 200 000 Jahre. Was aber, wenn auch DNA deutlich älteren Datums brauchbar wird? Wollen wir dann wirklich zwischen Mammuts und Säbelzahntigern leben - wir, die wir schon bei vereinzelt auftauchenden Wölfen und Bären in Panik geraten und uns bedroht sehen? Oder sollen einfach ein paar Menschen dürfen, was ihre Hybris will?

Die Soziologin Carrie Friese von der London School of Economics wirft die weitere wichtige Frage auf, dass die Tierarten nicht ohne Grund ausgestorben sind. Z.B. weil ihr natürlicher Lebensraum zerstört wurde. Die Folge für Ihre geklonten Nachfahren wäre ein Leben im Zoo. Dazu komme, dass sie keine Eltern hätten, von denen sie lernen könnten, was sie zum Leben brauchen und wie sich seine (ausgestorbenen) Artgenossen verhalten. Schließlich sei ein Tier mehr als nur Erbgut, so die Soziologin.

Die Befürworter sehen dies natürlich anders. Etwa der Bioethiker Hank Greely von der US-Eliteuniversität Stanford:

"Ich denke, der beste Grund es zu tun ist, dass es einfach überwältigend wäre. Es wäre wirklich cool."


Ist das wirklich cool? Ich finde, wir haben zu oft erlebt, was solche coolen Erfindungen bewirkt haben. Auch die Atombombe war auf dem Papier eine coole Idee. In Wirklichkeit war und ist sie eine Katastrophe, weil wir Menschen die Folgen und Konsequenzen weder übersehen noch verantworten können.

Wäre es also nicht besser, der Natur auch in puncto Tier- und Naturerhaltung nicht ins Handwerk zu pfuschen und lieber dafür zu sorgen, dass heutige Tierarten gar nicht erst wegen uns und unserer Habgier aussterben müssen? Da wäre meines Erachtens der Ideenreichtum von Forschern gefragt und sinnvoll.

Ich jedenfalls möchte nicht erst einem Mammut begegnen, um das Großartige unserer Welt und der damit verbundenen Schöpfung verstehen und bestaunen zu können.

4 Kommentare

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Wenn wir könnten wie wir wollen würden wir Lebensformen, seien sie pflanzlich oder tierisch, klonen ohne dabei zu berücksichtigen ob sie sich auch in das vorhandene Ökosystem einfügen. Wie können wir uns anmaßen abschätzen zu wollen was das für Folgen hat? Einst nahmen ein paar Einwanderer Kühe mit auf ihrem Weg nach Australien. Kein Problem? Das dachten diese frühen Siedler auch, übersahen aber, daß zum Abbau der Kuhfladen ein Mikro-Ökosystem erforderlich ist das dort aber nicht vorhanden war. Die Folge: die Kühe begannen den Kontinent langsam aber sicher zuzusch....n. Und nun wollen wir Mammuts neu ansiedeln? Dummheit hat viele Ausdrucksformen, aber das ist wahrlich eine der Dümmsten.
Und wenn es uns um den Arterhalt geht wären wir wohl besser beraten mit unserer Welt so umzugehen, daß solche Maßnahmen nicht notwendig sind.
  • 27.05.2014, 19:00 Uhr
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Diese Leute haben wohl nicht mehr genug Arbeit, dass sie auf solche abwegigen Gedanken kommen?!
  • 13.05.2014, 07:16 Uhr
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Dann demonstrieren die Tierschützer zum Schutz der Dinos, bis sie gefressen werden.
  • 25.04.2014, 19:09 Uhr
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Abgesehen vom Thema selbst... Iich muss mir da noch ´n Kopf/ Meinung machen)

Vielleicht räumen die Mammuts, Dinos und Säbelzahntiger dann mal richtig auf auf dieser Erde....
  • 25.04.2014, 16:26 Uhr
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