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Der wachsende Fels von Usterling

Wachsender Fels in Usterling

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 02.05.2014 - 18:06 Uhr

Wachsende Felsen werden auch als "Steinerne Rinnen" bezeichnet. Sie enstehen durch Abscheidung von Kalk beim Austritt von karbonathaltigem Quellwasser an der Erdoberfläche. Das Wachsen dieser "Steinernen Rinnen" wird noch begünstigt durch Algen und Moose. Zu finden sind sie in der Fränkischen Alb, am Alpenrand aber auch in Usterling in Niederbayern.

Der "wachsende Fels" in Usterling ist mit fast 40 m Länge und 5 m Höhe die größte "Steinerne Rinne" in Deutschland (www.lfu.bayern.de). Sein Alter wird auf einige tausend Jahre geschätzt. In der Kirche von Usterling befindet sich ein Altar, der in einem seiner Bilder aus dem Jahre 1520 die Taufe Christi durch Johannes den Täufer darstellt. Die Taufwasser spendende Quelle läuft über die "Steinerne Rinne", wodurch der Stein auch "Johannisfelsen" genannt wird. Dem Wasser wird Heilkraft für Augenkrankheiten zugeschrieben, wodurch Usterling jahrhundertelang ein Wallfahrtsort war. Noch heute waschen Besucher der "Steinernen Rinne" von Ulsterling ihre Augen mit dem Quellwasser. Auch ich habe meine Augen damit "gewaschen" geschadet hat es nicht!

Dass sich diese Form der "Steinernen Rinne" über Jahrhunderte erhalten hat, war nur durch die helfende und schützende Hand der Menschen möglich. So wurde die das Quellwasser führende Rinne stets von Laub und Erde freigehalten. Im Winter wird das Wasser des Geotops umgeleitet, um Frostschäden vorzubeugen.

Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hat in seiner Schrift "Geotope in Bayern" aus dem Jahre 1999 dem "wachsenden Felsen" von Usterling einen Bericht gewidmet.

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