Kallas
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Gedanken zur Fotografie

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich bin Fotografin von Beruf. Gelernt habe ich noch an der 13 x 18 Fachkamera, mit Nitraphot Lampen im Studio, die fürchterlich heiß wurden.
Dann gab es die tollen Mittelformatkameras. Ich habe meine Mamiyas geliebt. Für den Urlaub oder für Aufnahmen bei Veranstaltungen waren sie nicht so gut geeignet, zu schwer und zu langsam.
Als die ersten digitalen Spiegelreflexkameras auf den Markt kamen, habe ich mir eine angeschafft.
Das Gelbe vom Ei war das nicht. Sie waren ungeheuere Stromfresser, die Akus nicht akzeptierten.
Meine Kamera hatte einen Anschluß für ein Stromkabel, das habe ich im Atelier benutzt, draußen aber weiter auf Film belichtet.
Das die digitale Fotografie die Arbeit mit der Kamera in so kurzer Zeit so stark verändern würde, hätte ich nicht gedacht. Ärgerlich finde ich, daß die meisten fotografierenden Menschen sich gar keine Gedanken mehr machen über das Motiv, über eine Blidgestaltung. Es ist, als hätten die Menschen das Sehen verlernt.
Fotografieren ist beliebig geworden, man betätigt den Auslöser und dann ist es entweder gut oder es ist doch egal, kost ja nix.
Und dann die Bildbearbeitung. Man kann ganz schlimme Sachen sehen. Ich möchte dann sagen, weniger ist viel , viel mehr.
Ich wünsche mir, das die Leute die Qualität einer guten Aufnahme wieder erkennen, und sich daran erfreuen und den Kopf einschalten, bevor sie den Auslöser betätigen.

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