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Gedanken zur Fotografie

Gedanken zur Fotografie

06.05.2014, 17:11 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich bin Fotografin von Beruf. Gelernt habe ich noch an der 13 x 18 Fachkamera, mit Nitraphot Lampen im Studio, die fürchterlich heiß wurden.
Dann gab es die tollen Mittelformatkameras. Ich habe meine Mamiyas geliebt. Für den Urlaub oder für Aufnahmen bei Veranstaltungen waren sie nicht so gut geeignet, zu schwer und zu langsam.
Als die ersten digitalen Spiegelreflexkameras auf den Markt kamen, habe ich mir eine angeschafft.
Das Gelbe vom Ei war das nicht. Sie waren ungeheuere Stromfresser, die Akus nicht akzeptierten.
Meine Kamera hatte einen Anschluß für ein Stromkabel, das habe ich im Atelier benutzt, draußen aber weiter auf Film belichtet.
Das die digitale Fotografie die Arbeit mit der Kamera in so kurzer Zeit so stark verändern würde, hätte ich nicht gedacht. Ärgerlich finde ich, daß die meisten fotografierenden Menschen sich gar keine Gedanken mehr machen über das Motiv, über eine Blidgestaltung. Es ist, als hätten die Menschen das Sehen verlernt.
Fotografieren ist beliebig geworden, man betätigt den Auslöser und dann ist es entweder gut oder es ist doch egal, kost ja nix.
Und dann die Bildbearbeitung. Man kann ganz schlimme Sachen sehen. Ich möchte dann sagen, weniger ist viel , viel mehr.
Ich wünsche mir, das die Leute die Qualität einer guten Aufnahme wieder erkennen, und sich daran erfreuen und den Kopf einschalten, bevor sie den Auslöser betätigen.

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4 Kommentare

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Ich fotografiere sehr gerne aber ich würde das nie als mein Hobby bezeichnen. Dazu fehlt mir nicht nur die Gelegenheit sondern auch das nötige Wissen.
Meine "guten " Fotos sind fast alle ein Zufallsergebnis. Die Fotoabteilung in meinem Profil enthält einige Beispiele.
Natürlich mache ich mir auch manchmal die Mühe und suche nicht nur den richtigen Ausschnitt und achte auf die Beleuchtung sondern überlege auch genau , ob sich die Mühe lohnt.
Sie sind für mich kein Kunstwerk , sondern eine schöne Erinnerung an eine schöne Zeit.
  • 07.05.2014, 13:11 Uhr
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Qualität aber gab es damals wie auch heute nicht mit jedem Bild. Das ist aber ein verbreiteter Irrglaube. Es wurden viel weniger Bilder gemacht und somit auch unendlich viele guten Bilder nie gemacht.
Berühmte und bekannte Aufnahmen, welche heute gerne als Referenz vorgestellt werden, sind oft nur ein Produkt einer sehr kalten und geplanten Vorbereitung, welche mit bezahlten Personen gestellt wurden um den Effekt oder die Stimmung zu erhalten.
Auf so ein Bild bin ich auch mal fast reingefallen, weil es als Beispiel hochgelobt wird.

Ein gutes Bild mit ansprechender Aussage, einer guten Wirkung und geschmackvollem Inhalt muß man sich noch immer erarbeiten. Gerade jetzt vielleicht mehr noch als früher. Damals waren es oft Zufallsprodukte oder Experimente.
Durch die vielen Möglichkeiten heute kann jeder kreative Vorstellungen umsetzten und der Anspruch ist noch gestiegen, da das Angebot an Bildern expotential steigt. Und zwar täglich.
  • 06.05.2014, 23:33 Uhr
Du hast recht, ein gutes Bild mußte man sich schon immer erarbeiten. Aber Zufallsprodukte waren gute Bilder früher eher selten.Natürlich hat man experimentiert, wenn man das nicht tut lernt man nichts neues und kommt nicht weiter. Man hat aber Experimente nicht in jedem Fall gezeigt.
Bidbearbeitung wird seit Beginn der Fotografie praktiziert, sie wurde auch schon früher manchmal übertrieben. ich will auch nichts dagegen sagen, aber weniger ist häufig mehr und auch hier habe ich schon gruselige Fotos gesehen. Man muß nicht alles machen
was machbar ist und der Rechner hergibt.
  • 07.05.2014, 11:11 Uhr
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Interessanter Artikel.
Darüber gibt es geteilte Meinungen.
Persönlich denke ich, dass es ein Segen war sowie ein Quantensprung als die Entwicklung der digitalen Kameras in den Bereich 'verwendtbar und hochwertig' kamen und somit Kosten sich reduziert haben. Endlich sind diese überteuerten Filme vorbei und am sterben der Produktionsbereicher der bekannten Firmen kann mal leicht erkennen, wo damals masiv Geld übertrieben verdient wurde. Diese waren als erste vom Markt.
Bildbearbeitung wurde damals schon genutzt, wenn auch nur im Fotolabor bzw. Dunkelkammer. Ist also alle nicht neu und nur verfeinert worden.

Das man sich mehr Gedanken um die wenigen 'kostbaren' Bilder eines Filmes gemacht hat, war ja nur logisch. Heute leben die Knipser, Dauer-Feuer-Spezialisten und Handy Künstler, welche bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit die Umwelt festhalten. Das hat aber mehr dokumentarischen Charakter und sollte man niemals als fotografieren bezeichnen. Da treffen Welten zusammen.
  • 06.05.2014, 23:18 Uhr
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