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Unser Hahn mit zwei seiner Hennen
Unser Hahn mit zwei seiner HennenFoto-Quelle: © 2014 Mathilde Schmitt

Von roten Nacktschnecken und Hühnern im Garten

Beitrag von wize.life-Nutzer

Was war zuerst - die Henne oder die Nacktschnecke?

Wir haben einen recht wild gewachsenen Garten, noch dazu absichtlich. Das kommt davon, wenn zwei Ökologen das Experiment naturnahe Bewirtschaftung im eigenen Garten starten. So kam es, dass wir sehr viel Grün und feuchte Verstecke schufen, unter denen sich die Nacktschnecken pudelwohl fühlten und fleißig vermehrten. Sehr zu unserem Verdruss, schließlich pflegen wir noch einen kleinen Gemüsegarten, in dem wir Jahr für Jahr den Wettlauf mit den Schnecken betreiben. Sag mal einer, sowas ginge nicht.

Nun weiß zwar jede/r, dass gegen diese Schnecken zwar kein Kraut, aber dafür Enten gewachsen sind, die erstere gerne verspeisen. Wir hatten aber mehr Lust auf Hühner - also bauten wir einen Hühnerstall und ließen dieses Jahr einen stolzen Hahn mit seinen drei Hennen einziehen. Und hofften, dass die Tiere Geschmack an Schnecken entwickeln.
Mittlerweile wissen wir es besser. Was die Schnecken übrig ließen, lassen sich die Hühner auch gerne schmecken - die Schar darf nämlich frei im Garten herumstromern. Bei uns ist jetzt das Gemüse eingezäunt

Tja, und dann bemerkten wir es: Hühner und Schnecken haben doch miteinander zu tun - die Schnecken fressen genüsslich die Hühnerkacke. Ob wir sie damit von unseren Pflanzen ablenken oder zu noch mehr Vermehrung animieren, das wird sich zeigen.

Inzwischen bekamen wir einen neuen Tipp: ein Bekannter hält griechische Landschildkröten und meint, zu deren Lieblingsspeise gehören Nacktschnecken. Die Schildkröten werden wir uns demnächst mal testweise ausleihen


10 Kommentare

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Nach einem 3/4 Jahr "Hühnererfahrung" habe ich dazu gelernt: die roten Schnecken sind ja viel, viel zu groß für so einen kleinen Hühnerschnabel. Also geht es SO gar nicht. Aber es gibt eine Variante - und die braucht den Freilauf in den kalten Monaten und exakt in die Gartenbeete: die Hühner fressen nämlich die SchneckenEIER - die sind klein genug und offenbar ein Leckerbissen.
Ich habe alle Zäune rund um meine Beete weggenommen und lasse mein Federvieh frei stromern, denn jetzt sollen sie aufräumen.
Im späten Frühjahr kann ich dann mehr berichten, ob oder was es genau gebracht hat
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Hab in einem anderen Forum gelesen, dass man Hühnern das Schneckenfressen wohl beibringen kann
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Früher hatten wir auch recht viele rote und auch schwarz gestreifte Nacktschnecken im Garten. Inzwischen haben wir einen Gartenteich und sehr viele Grasfrösche, welche auch gerne Schnecken fressen. Obwohl wir unseren gesamten Grünabfall kompostieren bzw. im Gartenhintergrund deponieren - ein Schlaraffenland für Schnecken - sehen wir nur noch selten Nacktschnecken in unserem Garten.
Das ist ja interessant! Ich habe nämlich schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht, einen kleinen Teich anzulegen. Und den Zusammenhang mit den Grasfröschen kannte ich nicht.
Grasfrösche kann man im Garten halten, sie sind nicht zu hören, außer während der Brunftzeit, aber auch da hört man nur ein Brummeln.
Keinesfalls aber sollte man Wasserfrösche im Garten aussetzen, die machen zu gewissen Zeiten einen Höllenlärm und man kann bei offenem Fenster nicht mehr schlafen.
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Ich habe mich letztes Jahr wegen der Schneckenplege für Enten entschieden,.....und nicht bereut.
Meine empfindlicheren Gemüsepflänzchen und den Salat habe ich mit kleinen mobilen Zaunelementen vor den Enten geschützt,
einmal weil auch den Enten das eine oder andere selbst gezogene Grün schmeckt, vor allem aber weil Enten kleinere Pflänzchen bei ihrer "Arbeit" mitunter einfach niederwalzen.
Schnecken habe ich noch, nämlich immer dort wo die Enten gerade nicht stöbern dürfen,..... aber es ist doch kein Vergleich zur früheren entenfreien Zeit und ich kann meinen Salat inzwischen tatsächlich selber ernten
Darüber hinaus fiel mir auf, dass die Teile meiner Wiese die auf knallhartem Lehmboden wachsen muß, dieses Jahr auch in der "heißen-Tage-Zeit" nicht mehr so leicht verkümmert und braun wird. Dem Entendung sei Dank.
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Griechische Landschildkröten sind zwar vorrangig Pflanzenfresser, aber auch Gehäuse- und Nacktschnecken werden von ihnen verzehrt. Das Problem ist aber ihre Überwinterung, da sie unsere kalten Winter im Freien nicht überleben.
Ich weiß von jemandem im Umkreis von Wiesloch, der seine Tiere problemlos draußen überwintern lassen kann - es würde also gehen. Nur habe ich gerade erfahren, wie teuer diese Schildkröten sind: 100 - 150 € pro Tier, je nach Anbieter. Das hat mich etwas ernüchtert ....
Na ja, Schneckenkorn ist natürlich billiger. Wirksam sind auch Abgrenzungen mit einem Rand aus Kupferblech. Schnecken überkriechen nämlich kein Kupfer.
Das ist sicherlich besser, als sich Tiere ausschließlich zur Schneckenbekämpfung zuzulegen. Denn auch diese Tiere machen Arbeit, brauchen Aufmerksamkeit, werden mal krank.
Man übernimmt für jedes Tier Verantwortung, für Schildkröten (die recht Schnecken fressen) dauert die Verantwortung oft über das eigene Leben hinaus, da sie sehr alt werden.
Findet man aber grundsätzlich Freude an den entsprechenden Tieren und ist sich der Verantwortung bewusst, ist es eine gute, natürliche Methode.
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