Wie ein Pferd die unausgeglichene Fürsorge seiner Besitzerin spiegelte
Wie ein Pferd die unausgeglichene Fürsorge seiner Besitzerin spiegelte

Wie ein Pferd die unausgeglichene Fürsorge seiner Besitzerin spiegelte

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ein Fall aus meiner Arbeit als Pferdepsychologin: Pferde spiegeln immer eine oder mehrere dominierende Energien ihrer Besitzer wieder. Oftmals bemerkt der Besitzer selbst gar nicht wie er handelt oder er ist sich seiner Ausstrahlung nicht bewusst.
So bat mich eine Frau um Hilfe, deren Wallach immer wieder so heftig und schnell zu biss, das sie keinen Rat mehr wusste. Als ich das Pferd-Mensch Paar im täglichen Umgang beobachtete, stellte sich sehr schnell heraus woran das Problem liegt. Von aussen schien die Frau einen wunderbaren und korrekten Umgang mit dem Pferd zu haben. Eine tiefe Verbindung war spürbar. Dennoch war die Art wie die Frau das Pferd putzte und ansprach mit so viel Hingabe und Liebe gepaart, wie es normalerweise nur einem Baby/Fohlen gegenüber angebracht war. Das Pferd, ein sehr ranghoher Wallach, nahm die Behandlung zwar genüsslich hin, war aber geistig derart verwirrt, dass er permanent wie in zwei gespaltenen Persönlichkeiten innerlich hin und her sprang. Der Instinkt des Wallachs einerseits zu leben und zu sein wie ein Hengst, andrerseits das Gefühl der Zuneigung der weiblichen Energie auf diese Art zu empfinden, überforderte das Pferd komplett. Er konnte beides nicht miteinander vereinbaren. Diese Form gibt es so unter Pferden nicht. Für den Wallach war es als würde man ihm seine Männlichkeit absprechen wollen. Er biss immer wieder um sich und danach schaute er wie ein Baby, lies gleich danach zu einer Seite die Zunge heraus hängen und wusste selbst nicht was geschah. Ich riet der Frau, das sie den Wallach ab sofort unbedingt emotionslos, wortlos und distanziert handhaben müsse, um seine Probleme in den Griff zu bekommen, da er sich sonst nicht als ranghoher Hengst, wie er sich selbst eigentlich wahrnimmt, akzeptiert fühlt. Da brach für die Frau fast eine Welt zusammen. War der Wallach endlich ein Lebewesen in ihrem Besitz, um den sie sich so kümmern konnte, wie sie sich dies immer gewünscht hätte, sich um ein Kind kümmern zu können. Ihr Mutterinstinkt war so unausgeglichen, dass sie ohne dieser gelebten Fürsorge keine Freude gehabt hätte. Obwohl sie eine Tochter hatte, lehnte diese auch das "Bemuttern" ab. Die Verhaltensstörung in dem Wallach war bereits so manifestiert, das ich das Pferd für 3 Monate übernehmen musste um ihn zu seinem natürlichen Verhalten zurück zu führen. Die Besitzerin ergründete in dieser Zeit den Ursprung ihres großen Mangels. Sie arbeitet stetig daran ihre Gefühle ins Gleichgewicht zu bringen. Der Wallach hat sich sehr gut regeneriert. Er ist solange stabil, wie seine Besitzerin ihn distanziert behandelt und ihn dadurch würdigt. Wann immer sie ihrem alten Verhalten verfällt, beisst er sie jedoch sofort wieder.

Ebenöd 10, 94541 Grattersdorf auf der Karte anzeigen:
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