Phosphor in der Ostsee

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ein schönes Mitbringsel vom Ostseeurlaub. Wer träumt nicht davon einen besonders schönes Stück Bernstein am Strand zu finden. Aber am Strand der Ostsee lauert eine tückische Gefahr: Phosphor aus dem letzten Weltkrieg.

Eine vielleicht nicht sehr große, aber trotzdem erwähnenswerte Gefahr besteht in der Verwechslung von vermeintlichen Bernsteinfunden mit Phosphorklumpen (dem sog. weißen Phosphor) aus dem 2. Weltkrieg. Am ehesten besteht hier eine Gefährdung im Bereich der ehemaligen Heeresversuchsanstalt in Peenemünde auf Usedom, die im Krieg von den Alliierten mit Phosphorbomben angegriffen wurde. Aber auch in der Lübecker Bucht und auf Fehmarn hat es schon Unfälle mit Phosphor gegeben.

Phosphor kann sich nach dem Abtrocknen selbst entzünden. Wenn man so ein Stück Phosphor in die Hosentasche steckt, kann das tatsächlich zu schweren Verbrennungen führen. Man kann das vermeiden, indem man die Funde in einem Beutel weit ab vom Körper sammelt. Entzünden sich die Fundstücke tatsächlich, dann auf keinen Fall die Dämpfe einatmen. Phosphor kann nicht mit Wasser gelöscht werden. Am besten das Phosphor in den Sand werfen und mit Sand bedecken. Sobald man aber den Phosphor wieder ausbuddelt, wird er sich erneut von selbst entzünden, da Phosphor mit Sauerstoff reagiert. Die einzige Möglichkeit Phosphor einfach zu beseitigen, ist es einfach ausbrennen zu lassen.

Weitere Infos

http://www.stefannehring.de/phosphor-usedom.htm