Wunderschönes Doodle zum Geburtstag von Nelson Mandela.
Wunderschönes Doodle zum Geburtstag von Nelson Mandela.Foto-Quelle: Screenshot Google

Bunte Bilder und Animationen: Wie die Doodles bei Google entstehen

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Beitrag von News Team

Manchmal sieht die Google-Startseite ganz anders aus, das typische Logo ist verschwunden. Stattdessen: Bunte Bilder oder lustige Animationen, die man sogar anklicken kann. Immer wieder verändert der Suchmaschinenkonzern zu bestimmten Anlässen seine Seite. Feiertage, Geburtstage von Künstlern, Feste, bahnbrechende Erfindungen, Computerspiele, Mondfinsternis: All diese Ereignisse machen die Google-Seite manchmal ein bisschen bunter.

Die so genannten Google Doodles weisen auf etwas hin, das an dem Tag passiert oder wichtig ist. Wer auf das Logo klickt, landet auf einer Seite, die das Thema erklärt und Hintergrundinfos liefert. Der Name „Doodle“ ist selbstironisch, übersetzt heißt das „Gekritzel“.

Berühmte Zitate und Rasierschaum auf Rasen


Die Logos sind allerdings gar kein Gekritzel, sondern wirken liebevoll gestaltet und sind kreativ. Manchmal verfremden sie das Google-Logo so sehr, dass man es nicht mehr erkennen kann. Zur Fußball-WM gab es fast täglich ein neues Doodle – zum Beispiel zum Sieg der deutschen Mannschaft: Die Buchstaben des Google-Logos waren schwarz-rot-gold, sie hatten Hüte auf und Tröten in der Hand.

Auch das Rekordtor von Miroslav Klose und der Rasierschaum, den die Schiedsrichter zum Markieren auf dem Rasen benutzten, bekamen eigene Doodles. Zum 96. Geburtstag von Nelson Mandela Mitte Juli gab es ein interaktives Doodle. Nutzer konnten es anklicken, jedes Mal wurde dann eines der berühmten Zitate des Friedensnobelpreisträgers angezeigt.

Mehr als 2000 solcher Doodles waren bislang zu sehen – allerdings müssen das nicht immer weltweit dieselben sein. Nur bei manchen globalen Ereignissen wie der WM sind auf allen Google-Startseiten die gleichen Doodles zu finden.

Kult um manche Doodles


Um einige Doodles ist ein echter Kult entstanden. Dazu gehört das spielbare Pac-Man-Logo, das zum 30. Geburtstag des Games vor vier Jahren erschien. Es war das erste spielbare Logo überhaupt mit allen 255 Levels des Spiels. In diesem Jahr zeigte Google einen spielbaren Zauberwürfel als Google. Auch Videos wurden schon gezeigt, zum Beispiel zu den Geburtstagen von John Lennon und Freddie Mercury. Auch eine Gitarre, bei der man die Saiten zupfen konnte, war im Netz sehr beliebt. Bei YouTube zeigten User, wie sie mit dem virtuellen Instrument Songs spielten.

Doodles sind immer eine Überraschung


Das erste Doodle entstand schon 1998, entworfen haben es die Google-Gründer Larry Page und Sergej Brin: Sie besuchten damals das „Burning Man“-Festival in Kalifornien und spielten aus Spaß mit dem Logo herum. Die Idee gefiel ihnen so gut, dass die Doodles einen festen Platz bekamen. Inzwischen gibt es ein eigenes Team, das sich nur um die Entwicklung der bunten Bildchen kümmert.

Der Konzern verrät nie im Voraus, welche Doodles geplant sind – die User sollen immer überrascht werden. Die Zeichner orientieren sich an Feiertagen, Großereignissen oder Geburtstagen, aber nie an Todestagen. Mit Doodles wurden viele berühmte Persönlichkeiten geehrt, etwa Andy Warhol, Albert Einstein, Amelia Earthart, H.G. Wells oder Ella Fitzgerald. Doodle-Klassiker sind auch Valentins- oder Muttertag sowie Weihnachten und Ostern. Werbung für bestimmte Produkte dagegen ist ausgeschlossen.

Wer sich die vergangenen Doodles ansehen will, findet alle weltweit jemals veröffentlichen in einem eigenen Archiv auf der Google-Seite. Auch die spielbaren und interaktiven Doodles gibt es dort – und sie lassen sich immer noch ausprobieren. Dahin kommt man übrigens auch mit nur einem Klick von der Google-Startseite aus: Wenn man auf der Google-Seite bei leerer Suchleiste auf das Feld „Auf gut Glück“ klickt, landet ebenfalls im Archiv.

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