Der Telekom-Clouddienst heißt "Mediencenter"
Der Telekom-Clouddienst heißt "Mediencenter"Foto-Quelle: Screenshot Telekom

Datenspeicher im Netz: So wird die Cloud sicher

News Team
Beitrag von News Team

Cloud-Speicherdienste sind praktisch: Daten werden im Internet gespeichert statt auf einer lokalen Festplatte auf dem Computer. Damit spart man zum einen Speicherplatz. Noch viel entscheidender ist aber, dass man von jedem Gerät mit Internetzugang darauf zugreifen kann, etwa vom Smartphone oder vom Tablet. Die Datenspeicherung in der Cloud hat noch mehr Vorteile: Sie dient zur Sicherung von Dokumenten und Fotos, zum Beispiel, wenn die Festplatte ihren Geist aufgibt. Man kann Daten auch automatisch synchronisieren lassen. Und nicht zuletzt bietet die Cloud die Möglichkeit, große Datenmengen anderen zur Verfügung zu stellen. Zum Beispiel, um der Familie und Freunden Urlaubsfotos zu schicken. Der englische Begriff für Wolke symbolisiert den Speicherplatz, der über dem Nutzer schwebt.

Die Nutzung ist einfach: Der Nutzer meldet sich bei einem Anbieter an und bekommt einen Benutzernamen und ein nur ihm bekanntes Passwort. Damit kann er Dateien auf dem virtuellen Speicher des Anbieters ablegen, bearbeiten oder löschen. Ein Zugriff durch Dritte ist nur möglich, wenn der Nutzer das erlaubt. Der Anwender selbst greift über den Webbrowser oder eine App auf den Dienst zu.

Unzählige Clouddienste: Welcher kann was?


Es gibt unzählige Clouddienste, die Speicherplatz kostenlos zur Verfügung stellen. Wer mehr Platz braucht, muss zahlen. Sie arbeiten alle nach einem ähnlichen Prinzip. Der bekannteste Dienst ist Dropbox, hier bekommt man zwei Gigabyte gratis. Auch Google, Microsoft und Amazon bieten Cloudspeicher an. Die Unternehmen sichern die Daten auf ihren Servern. Wer seine Daten nicht amerikanischen Firmen wie den oben genannten anvertrauen will, nutzt deutsche Services. Zum Beispiel den Gratis-Cloudspeicher der Telekom. Hier gibt es sogar 25 Gigabyte Speicherplatz umsonst. Bei Stratos HiDrive Free sind es fünf Gigabyte.

Soweit, so praktisch. Aber die Speicherung von Daten in der Cloud hat auch Nachteile. Schlagzeilen machte vor ein paar Tagen ein Hackerangriff, bei dem Nacktfotos von Prominenten gestohlen und öffentlich gemacht wurden. Offenbar wurden sie aus Apples Cloudservice iCloud entwendet. Zwar interessieren sich Hacker wahrscheinlich weniger für die Daten von Nicht-Prominenten, aber der Fall zeigt: Wenn man Daten in der Cloud speichert, sollte man ein paar Dinge beachten:

Prüfen, wie sicher die Cloud ist


Natürlich kann ein Anwender nicht bis ins Detail prüfen, wie sicher ein Anbieter ist. Endscheidend ist aber schon, wo die Anbieter Daten speichern. Die Server von US-Diensten wie Dropbox, Google und Amazon stehen in den USA. Dort können FBI, CIA oder NSA problemlos mitlesen. Sicherer ist es also, einen Anbieter zu wählen, dessen Server in Deutschland stehen und die sich an strenge deutsche Datenschutzgesetze halten müssen – wie die Telekom oder Strato.

Sicheres Passwort wählen


Bei der Auswahl Eures Passworts für einen Cloud-Anbieter solltet Ihr – wie immer – darauf achten, dass das Passwort möglichst sicher ist. Wie das geht, verraten wir Euch in einem Passwort-Ratgeber.

Heikle Daten lieber nicht in der Cloud sichern


Steuererklärungen, Bankdaten, Nacktfotos oder ähnliche sensible Daten sollte man lieber nicht in der Cloud sichern. Hier bietet sich eine externe Festplatte zum Sichern der Daten an. Generell ist es sowieso gut, sich nicht auf einen Speicherort zur Datensicherung zu verlassen, sondern etwa Fotos in der Cloud und auf einer externen Festplatte zu archivieren.

Daten verschlüsseln


Die meisten Clouddienste verschlüsseln die Daten der Anwender bei der Übertragung, aber nicht auf ihren Servern. Theoretisch können die Anbieter die Dateien der Nutzer lesen – ebenso wie Hacker. Deshalb ist es besser, die Dateien, die man in der Cloud speichert, direkt zu verschlüsseln. Das ist mit Programmen wie Boxcryptor überhaupt nicht kompliziert und mit ein paar Mausklicks erledigt. Dann kann wirklich niemand auf die Daten zugreifen – selbst im Fall eines Hackerangriffs oder wenn die NSA mitlesen will.