Neurodermitisbehandlung

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Neues zur Neurodermitis

Blaues Licht - neue Behandlungsmethode bei Neurodermitis?

von Dr. Martina Hahn-Hübner

Bei der Neurodermitis-Behandlung setzen die Mediziner bis jetzt auf Medikamente und auf eine Behandlung mit UV-Licht. Leider hat beides Nebenwirkungen - daher haben Wissenschaftler schon länger nach einem Weg gesucht, eine wirksame, aber nebenwirkungsfreiere Therapie zu entwickeln. Ärzten der Hautklinik Mainz scheint dies nun gelungen zu sein - sie nutzten blaues Licht für die Neurodermitisbehandlung.

36 Patienten, die unter schwerer Neurodermitis litten und bei denen Kortison nicht mehr wirkte, wurden mit diesem Licht behandelt. Fünf Tage hintereinander wurde der gesamte Körper der Patienten jeweils fast fünfzig Minuten lang dem blauen Licht ausgesetzt, verbunden mit einer Kortisonbehandlung.

Das Ergebnis: durch die Bestrahlung mit dem blauen Licht wirkte auch das Kortison wieder. Die Neurodermitis verbesserte sich bei vielen Studienteilnehmern schon nach zwei bis drei Tagen. Der Schweregrad der Erkrankung verringerte sich innerhalb von drei Monaten nach der Therapie um 41, nach sechs Monaten um 54 Prozent.

Noch wissen die Forscher nicht, wie genau das blaue Licht wirkt. Sie gehen davon aus, dass durch bestimmte Substanzen reaktiver Sauerstoff im Körper erzeugt wird, der dann aufs Immunsystem wirkt. Nebenwirkungen der Behandlung haben sich noch keine gezeigt. Im Moment läuft eine Langzeitbeobachtung, bei der die Betroffenen über einen langen Zeitraum beobachtet werden. Zudem soll die Behandlungsform mit Patienten in einer Kontrollgruppe, die die klassische Behandlung erhalten, verglichen werden.

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