Die größten Fettnäpfchen in Online-Netzwerken
Die größten Fettnäpfchen in Online-NetzwerkenFoto-Quelle: Quelle: Tim Reckmann / pixelio.de

Die größten Fettnäpfchen in Online-Netzwerken

News Team
Beitrag von News Team

Auch im Internet habt Ihr ein Image. Wenn Ihr bei Online-Netzwerken wie Seniorbook, Facebook & Co. unterwegs seid, hinterlasst Ihr Spuren. Mit jedem Kommentar, mit jedem Eintrag, mit jedem Bild, das Ihr postet. Aber nicht jeder weiß, dass es auf allen Plattformen übergreifende Verhaltensregeln gibt. Wer sie nicht beachtet, riskiert nicht nur, sein Online-Image dauerhaft zu schädigen. Wenn es dumm läuft, kann das auch teuer werden.

Denkt immer daran: Meist lesen andere mit. Wenn Ihr etwas kommentiert, sieht das nicht nur derjenige, auf den Ihr reagiert. Wir zeigen die größten Fettnäpfchen in Online-Netzwerken – und wie man sie vermeidet.

Posten, wenn man wütend oder genervt ist


Jeder hat mal einen schlechten Tag oder miese Laune. Das kann viele Gründe haben: Streit in der Familie, beim Einkaufen hat Euch jemand angerempelt und auch sonst klappt heute nichts. Doch Vorsicht: In dieser Laune solltet Ihr aufpassen, wenn Ihr Online-Netzwerke nutzt. Denn dann lasst Ihr Euren Ärger vielleicht an anderen aus. Die beiden wichtigsten Regeln: Haltet Euch zurück mit öffentlichen Aussagen zum Grund Eures Ärgers. Wenn Ihr gehässig auf den Chef schimpft, aber im jeweiligen Netzwerk mit ihm befreundet seid, kann das ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Regel Nummer 2: Bewahrt in Diskussionen mit anderen einen kühlen Kopf. Lasst Euch nicht zu hitzigen Entgegnungen hinreißen, die Ihr hinterher bereut. Bleibt immer möglichst sachlich.

Posten, ohne nachzudenken


Online-Netzwerke bergen tückische Fallen – vor allem, wenn man etwas postet, ohne vorher nachzudenken. Stellt Euch folgende Situation vor: Ihr seid an einem schönen Tag spontan mit einem Freund zu einem Ausflug aufgebrochen. In einem Online-Netzwerk teilt Ihr anderen mit, wie hübsch es dort ist – und fügt den Namen des Freundes hinzu. Dummerweise erfährt nun ein Arbeitskollege, dass er gar nicht krank ist, wie er behauptet hatte.

Es geht noch schlimmer: Bei Twitter löste Justine Sacco heftige Reaktionen aus, weil sie einen ziemlich unpassenden Eintrag schrieb. Darin stand: „Ich gehe nach Afrika. Ich hoffe, ich kriege kein AIDS. Ich mache nur Spaß. Ich bin weiß.“ Eine riesige Empörungswelle traf die Frau, die aber nicht reagieren konnte, weil sie sich auf einem Langstreckenflug nach Afrika befand. Die Frau war PR-Angestellte einer großen Firma. Als ihr Flugzeug landete, war sie ihren Job los – und musste mit Tausenden empörten Reaktionen umgehen. Ihr Image ist wohl vorerst dahin, denn das Internet vergisst nichts. Selbst wenn sie den Twitter-Eintrag löscht: Dieser und ihr Name sind hundertfach genannt worden.

Ihr solltet immer zweimal überlegen, bevor Ihr etwas mitteilt, das auch eine andere Person betrifft. Das gilt auch für Fotos, die Ihr online zeigt. Vielleicht ist dort eine Freundin zu sehen, die sich aber auf dem Bild hässlich findet? Fragt Sie lieber vorher.

Zu viel öffentlich machen


Wenn Ihr bei Facebook angemeldet seid, solltet Ihr regelmäßig überprüfen, ob Ihr Eure Privatsphäre ausreichend schützt. Gemeint ist, dass nicht alles, was Ihr schreibt oder veröffentlicht, von jedem Mitglied gesehen werden kann, sondern nur von Euren Freunden.

Aber bei allen Online-Netzwerken solltet Ihr immer überlegen, wie viel Ihr von Euch preisgebt – gerade wenn Ihr dort mit Menschen zu tun habt, die Ihr nicht persönlich kennt. Eine schöne Faustregel: Man sollte nichts in Netzwerken posten, das man nicht auch auf eine Postkarte schreiben würde (die der Briefträger lesen kann – also nicht der, für den die Nachricht gedacht ist).

Mit anderen anders umgehen, als wenn sie gegenüber sitzen würden
Bei Diskussionen in Online-Netzwerken ist der Ton oft rauer, als wenn mehrere Menschen „im echten Leben“ an einem Tisch sitzen und debattieren. Das hat mehrere Gründe: Zum einen fühlt man sich im Netz anonymer, auch wenn man mit dem richtigen Namen auftritt. Zum anderen fühlt man sich viel sicherer, wenn man virtuell aufbraust, als dies jemandem direkt ins Gesicht zu sagen. Doch auch hier gilt: Seid vorsichtig, wenn Ihr Euren Gefühlen im Netz freien Lauf lasst. Stellt Euch lieber vor, die Menschen, mit denen Ihr streitet, würden Euch gegenübersitzen. Das entschärft den Umgangston oft deutlich.

Posten, wenn man Alkohol getrunken hat


Wer zu viel Alkohol getrunken hat, verliert die Hemmungen. Da kann es passieren, das man auf einen Kommentar eines anderen empfindlich reagiert und heftiger antwortet, als man es normalerweise tun würde. Deshalb sollte man lieber eine Nacht drüber schlafen, bevor man nach ein paar Bier etwas schreibt. Das ist selten eine gute Idee – zumal auch peinliche Texte dabei herauskommen können, die Ihr später bereut.

Andere beleidigen


Wer eine andere Person in einem sozialen Netzwerk heftig beschimpft oder verspottet, kann sich sogar strafbar machen. Die andere Person kann zum Anwalt gehen und Euch verklagen. Dasselbe gilt bei übler Nachrede – wenn Ihr etwa jemand anderen als „Faschist“ bezeichnen würdet.

Die goldene Regel


Grundsätzlich gilt: Alles, was Ihr im Internet für andere sichtbar schreibt, solltet Ihr vorher noch einmal durchlesen. Und nach dem Motto verfahren: erst denken, dann schreiben, dann veröffentlichen – nicht umgekehrt.