Unkraut oder was

Beitrag von wize.life-Nutzer

Unkraut vergeht nicht – für viele Farmer insbesondere in den USA gewinnt der alte Spruch eine völlig neue Bedeutung. Auf ihren Feldern wuchern Unkräuter, die durch die gängigen Vernichtungsmittel (Herbizide) nicht mehr absterben. Die Gewächse wurden gegen die Ackergifte resistent und konkurrieren nun erfolgreich mit den Nutzpflanzen, so dass sich auf den betroffenen Flächen große Ernteverluste ergeben.
Jetzt zeigt eine neue Studie, wie weit diese „Superunkräuter“ bereits verbreitet sind und welche Folgen das für die Landwirtschaft hat. Die Fraktion "Grüne/Europäische Freie Allianz" im Europaparlament sowie der Grünen-Europaabgeordneten Martin Häusling haben die Studie in Auftrag gegeben. Die Agrarexperten Christoph Then von der Gentechnik-kritischen Organisation Testbiotech und Runa Boeddinghaus führten die Untersuchung durch.
Resistentes Unkraut vermehrt sich rasant
Das Ergebnis: In den USA hat sich die Zahl der spritzmittelresistenten Wildpflanzenarten in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdoppelt – von 60 im Jahr 1995 auf 145 heute. Auch in Deutschland sind resistente Unkräuter ein Problem. Hier fanden sich bislang 32 Arten. Die Pflanzen widerstehen inzwischen fast allen Wirkstoffen, die in den 150 zugelassenen Herbiziden enthalten sind. „Für mich steht fest: Das Prinzip der agrarindustriellen Landwirtschaft steckt in der Sackgasse“, kommentiert Studien-Auftraggeber Häusling diese Entwicklung.

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