Wenn wir morgen das Internet ausschalten, wäre das zur Erleichterung und Fre ...
Wenn wir morgen das Internet ausschalten, wäre das zur Erleichterung und Freude vielerFoto-Quelle: (c) McCarony - www.Fotolia.com

Wenn wir morgen das Internet ausschalten, wäre das zur Erleichterung und Freude vieler

News Team
Beitrag von News Team

Das Internet hat unser Leben erobert. Allerdings ohne uns zu fragen. Es kam quasi aus der Steckdose und stand mitten im Raum. Wie ein Gast, den keiner eingeladen hatte, der aber unterhaltsam ist, immer was zu erzählen hat und alles weiß, was man fragt. Obwohl man nicht schlau wird aus ihm, will man ihn nicht wegschicken. Warum eigentlich nicht? Eigentlich würden wir ihn gerne vom Hals haben, weil wir seine Sprache nicht richtig verstehen. Weil wir wissen, dass er uns haushoch überlegen ist, und wir aufpassen müssen, dass er nicht unser Zuhause übernimmt.

Schauspielerei mit Halbwissen

Unsere gute alte Welt wurde innerhalb weniger Jahre über den Haufen geworfen. Anonymes Online Banking statt lauschiger Gespräche am Sparkassen-Schalter. HRS, Booking.com statt freundlicher Reisebüros. Der Besserwisser Google wirft den guten alten Brockhaus aus dem Regal. Und soziale Netzwerke sind die modernen Stammtischrunden.
Das will doch kein Mensch und trotzdem lassen wir es zu. Weil es uns so sicher macht, jegliche Info stets abrufen zu können. Weil es immer wieder unsere Neugier befriedigt, zu sehen, wo die anderen sich gerade rumtreiben. Weil es einfach und bequem ist und unsere Faulheit bedient.
Es ist eine Zweckbeziehung, aber wir lieben das Internet nicht. Deswegen hängen wir uns nicht rein und versuchen nicht, es zu verinnerlichen oder zu beherrschenen. Wir bedienen es einfach. Mehr oder weniger gut. Die Deutschen eher weniger gut. Wir rangieren ins Sachen Internetkenntnissen ziemlich weit hinten im internationalen Vergleich.

Deswegen wären viele von uns sicher froh, wenn wieder alles so wäre wie früher. Die Wahrheit aber ist: Das Internet wird noch stärker, noch präsenter und wegschicken werden wir es nie mehr. Fangen wir also lieber an, es zu lernen, zu beherrschen. Und uns nicht nicht nur mit Halbwissen oder Phrasen durchzuhangeln. Hilft ja nix.