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Arme Wetterfrösche

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 27.05.2015 - 14:04 Uhr

Wer sich in diesen Tagen auf eine Reise machte, hatte nicht nur seinen Ärger mit den
Lokführern, die ihre Schienen aus den Augen verloren hatten. Auch die unterschiedlichen Wetterberichte machten uns Sorgen, wird es nun am Ziel wieder kalt oder kommt der Frühling noch einmal?
Kurzum, man packt zuviel ein und oft das Falsche; Im Vertrauen auf die Wetterprognosen in Radio und TV. Aber: die mittlerweile dort hochqualifizierten Meterologen und ihre Kollginnen, liegen mit ihren Aussagen gelegentlich schon schwer daneben. Doch das ist nicht ihr Schuld.

Zwergerlstaat Deutschland

Deutschland ist einfach zu klein für hundertprozentige Aussagen. Da kann ein Hoch üäber der Nordsee unerwartet abdrehen.
Den Süden beschert der plötzliche Wind aus der Sahara und der berüchtigte Föhn überklettert die Alpen und hält an der Donau die Regenwolken fern.
Einer der sachkundigsten Meterologen im deutschsprachigen Raum, Jörg Kachelmann, warnte vor
längeren Aussagen, sie seinen nicht verlässlich. Der Mann muss es wissen: denn er hatte die einmalige Idee, sich die beste Quelle für die Vorhersagen seines Unternehmens zu sichern:
den amerikanischen Geheimdienst CIA . Sie verkaufte ihm die pausenlos aufgenommen Wetterbilder aus dem Weltraum, natürlich von militärischen und spionagetechnischen Informationen gereinigt und damit war er seinen Wettbewerbern überlegen. Mittlerweile gibt es genügend andere , wahrscheinlich ähnlich zuverlässige Quellen. Jedenfalls kann man den Wetterprofis ein großes Kompliment machen, angesichts dieser objektiven Schwierigkeiten liegen sie meist richtig. Und pauschle Beschimpfungen sind nicht gerechtfertigt. Bei richtigen Aussagen spendet Deutschland auch keinen kollektiven Beifall.

Vorbild USA

Die Liebe zu Wettersendungen kommt aus den USA. Dort gibt es große TV-Stationen, die nichts andres senden, als Wettervorhersagen. Sie tun sich viel leichter, weil sie große Regionen im Blick
haben und deshalb die Launen der Natur genauer beobachten können.
Deutschland ist für Vorschauen ein Zwergerlstaat, beeinflusst noch von unterschiedlichsten Wetterzonen an den vielen Grenzen.
Außerdem sind sich auch amerikanische Meterologen ihrer Sache nicht ganz sicher. Es gibt die
schöne Geschichte von einer großen Wetterstation im Mittleren Westen. Daran schliesst sich zufäligerweise ein Reservat der Indianer an. Ihnen geht es recht gut, denn sie haben sich auf das Geschäft mit dem Glücksspiel gestürzt, dass in den meisten Staaten verboten ist.
Der Häuptling oder Generalmanager wolte eines Tages wissen, wie der kommende Winter wird. Davon hänge ja die Zahl der Gäste ab. Er sagte seinem Sohn: geh' doch mal rüber in die Kantine des Instituts und hör dich um. Der Filius kam zurück und berichtete: die wissen auch noch nichts genaues, aber die meisten glauben an einen langen und kalten Winter. Daraufhin ordnete der Häuptling an, dass möglicht viel Holz geschlagen wird und große Vorräte angelegt werden.
Im Institut - beim Blick auf das Reservat - sagte dann der Direktor: Wenn die Indianer soviel Holz hacken, kommt ein bitterer Winter.
Das wird auch unsere Prognose ab jetzt sein".

Karl Jörg Wohlhüter

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